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Armstrong Siddeley

Zwischen 1902 und 1905 montierte John Siddeley im englischen Davenport Autos auf Peugeot-Basis, deren Karosserien jedoch in England angefertigt wurden. 1905 fusionierte er mit Wolseley zu Wolseley-Siddeley, um sich vier Jahre später aus dem Unternehmen zurückzuziehen.

Für den damals 43jährigen war dies aber nicht das Ende seines Engagements im Automobilbau. Er erwarb die Deasy Motor Company, benannte sie in Siddeley-Deasy um und gründete die Automarke Sphinx. Während des 1. Weltkrieges wurden unter Sphinx LKW und Krankenwagen hergestellt.

1919 wurde Siddeley-Deasy von der Armstrong-Gruppe erworben und in Armstrong Siddeley Motors umbenannt. John Siddeley übernahm das Konglomerat 1927 und hatte damit wieder die Leitung seiner Firma inne. Zumindest bis 1935, als er die Firma an Hawker verkaufte und es nach einer erneuten Namensänderung nun also Hawker Siddeley gab. Hawker war eine in der Luftfahrt engagierte Firma und hatte Interesse an Siddeleys Unternehmen, da dieser sich neben den Autos auch auf die Produktion von Flugzeug-Motoren konzentrierte.

Fahrzeuge wurden ebenfalls weiterhin gebaut, genau gesagt bis 1960. Die Marke Armstrong Siddeley wurde dazu auch nach dem Verkauf an Hawker nicht aufgegeben sondern weiterhin benutzt. Armstrong Siddeley-Autos waren äußerst luxuriös und sprachen damit eine betuchte, konservative Käuferschaft an. Als man sich bei dem Autobauer auf technischen Fortschritt konzentrierte, überforderte man seine Kundschaft damit ein wenig, die Verkäufe gingen Ende der 50er Jahre bereits stark zurück. Wohl auch ein Grund, dass nach der Fusion der Luftfahrt-Sparte mit dem Unternehmen Bristol kein größeres Interesse bestand, die Autoproduktion aufrecht zu erhalten.

Modelle des Herstellers

14

Baujahr: 1936 - 1939

20/25 TOURING SALOON

Baujahr: 1936 - 1939

Bild Armstrong Siddeley 20/25 Touring Saloon 1936 1

2015 sind noch 125 Stück diese Modells bekannt, davon fahrbereit nur 10. Die Kühlerfigur in Form einer Shpinx soll den ruhigen Motorlauf verdeutlichen ("silent as a sphinx"). (Quelle: Classic Days Schloss Dyck 2015)

HP25 DROPHEAD

Baujahr: 1936 - 1936

Bild Armstrong Siddeley HP 25 Drophead 1936 16

HURRICANE

Baujahr: 1946 - 1953

HURRICANE DHC

Baujahr: 1946 - 1953

Bild Armstrong Siddeley Hurricane DHC 1946-1953 1

LANCASTER

Baujahr: 1946 - 1952

SAPPHIRE

Baujahr: 1955 - 1959

SAPPHIRE 234

Baujahr: 1955 - 1958

SAPPHIRE 236

Baujahr: 1955 - 1958

SAPPHIRE 346 MK2

Baujahr: 1952 - 1958

Bild Armstrong Siddeley Sapphire 346 MK2 1952-1958 11

Armstrong Siddeleys waren im Gegensatz zum günstigeren, aber stärkeren Jaguar MK VII, der rd 31.000 mal gebaut wurde, vor allem bei konservativen Kunden, aber auch Techik-begeisteren Ingeniueren beliebt.

Die Sphinx als Armstrong Siddeley-Kühlerfigur sollte den ruhigen Motorlauf ("silent as a sphinx") symbolisieren. Beim Sapphire bekam sie zusätzlich 2 Düsentriebwerke vom Typ Sapphire an die Seiten egstellt, umd en technischen Fortschritt zu verdeutlichen.

Nachfolger: Armstrong Siddeley Star Sapphire

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