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Austin

Herbert Austin gründete die Austin Motor Company 1905. Nachdem die Firma sich in den ersten Jahren mit der Produktion eines 4-Zylinders versuchte, brachte erst der 1. Weltkrieg dem Unternehmen einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Als Auftragnehmer der britischen Regierung fertigte man Motoren für nahezu alle benötigten Fortbewegungs- und Transportmittel. In dieser Zeit verzehnfachte sich die Belegschaft auf gut 20.000 Mitarbeiter.

Nach dem 1. Weltkrieg startete Austin dann die Produktion des Erfolgsmodells Seven. Dem Entschluss zur Produktion des auf Massenproduktion ausgelegten, günstigen Kleinwagens gingen erhebliche finanzielle Schwierigkeiten und eine Umstrukturierung des Konzerns voraus.

Der Seven war so erfolgreich, dass zahlreiche Unternehmen in diversen Ländern diesen unter Lizenz produzierten. So geriet der Seven beispielsweise zum Geburtshelfer der Autoproduktion von BMW. Das Thüringische Unternehmen Dixi war der Deutsche Lizenznehmer des Seven und nach dessen Übernahme durch BMW im Jahre 1928 setzten die Bayerischen Motoren Werke den Bau des Seven fort – als BMW 3/15 PS. Der wirtschaftliche Erfolg des Seven verhalf Austin bis hin zum Ausbruch des 2. Weltkrieges zu einer soliden finanziellen Basis und erlaubte die Produktion zahlreicher Modelle.

Produktion auch während des Krieges

Wie bereits im 1. Weltkrieg produzierte Austin auch in den Jahren bis 1945 im Regierungsauftrag zahlreiche militärische Fahrzeuge und Flugzeuge, setze nebenbei aber auch die Autoproduktion in gewohntem Maße fort. Nach dem Krieg beschritt Austin den Erfolgsweg weiter und widmete sich der Konstruktion zuverlässiger, günstiger Fahrzeuge.

Einen folgenschweren Einschnitt gab es 1952. Durch die Fusion mit dem Konkurrenten Morris entstand die British Motor Corporation. War Austin hier anfangs noch der dominante Partner, verlor das Unternehmen jedoch zunehmend an Einfluss. Austin wurde zu einer Marke unter vielen. Da der Ruf der Austin-Modelle nach wie vor hervorragend war, versuchte die British Motor Corporation dies zu nutzen, in dem auch ihre anderen Marken Austin-Modelle unter ihrem Label vermarkteten. Austin verlor als Marke dadurch zunehmend an Konturen.

Ironischerweise war beispielsweise der letzte große Wurf Austins, der 1959 vorgestellte Se7en, unter dem Label von Morris wesentlich erfolgreicher. Hier wurde er unter dem Namen Mini vertrieben, dessen Erfolgsgeschichte Jahrzehnte später fortgeschrieben wurde.

Die qualitativ minderwertigen Produktionsprozesse im Stammwerk British Leylands und der damit verbundene Imageverlust setzten den Niedergang der Marke in den 70er Jahren fort. Zwar gelang es immer noch markttaugliche Modelle wie den Metro und den Maestro zu entwickeln, mit dem ursprünglichen Austin-Konzern hatte dies jedoch nur noch sehr wenig gemein. Die British Motor Corporation wurde erst in Austin Rover, später in Rover Group umbenannt. Ende der 80er wurde letztmals ein Austin produziert, danach löste sich das traditionsreiche Unternehmen endgültig im Nebel der Geschichte auf.

Modelle des Herstellers

10-12 CWT VAN

Baujahr: 1960

1100 COUNTRYMAN

Baujahr: 1966 - 1967

1100 GLIDER

Baujahr: 1963 - 1967

1100 GLIDER

Baujahr: 1967 - 1971

12

Baujahr: 1940 - 1947

12/4 NEW ASCOT

Baujahr: 1938

Bild Austin 12/4 New Ascot 1938 1

1300 COUNTRYMAN

Baujahr: 1967 - 1971

1300 GLIDER

Baujahr: 1967 - 1971

1300 GT

Baujahr: 1969 - 1974

1300 MK II

Baujahr: 1971 - 1974

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