banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

Bugatti

Mit einem Großvbater, der Bildhauer war, einem Vater, der Maler, Bildhauer und Tischler war, einem Bruder, der namhafter Tierbildhauer war, kann man sagen, dass Ettore Bugatti aus einer Künstlerfamilie stammte (Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich).

Der gebürtige Italiener Ettore Bugatti war bereits recht früh vom Autovirus infiziert und entwickelte schin mit 17 Jahren ein Auto, das er mit 19 auch in Eigenregie baute. Im September 1907 trat er eine Stelle bei der Kölner Gasmotorenfabrik Deutz (GFD) an. In seiner Freizeit arbeitete er im Keller seines Hauses in Köln-Mülheim an eigenen Auto-Konstruktionen. Da er für die traditionelle GFD zu fortschrittlich dachte, wurde er schon nach zwei Jahren wieder gekündigt und erhielt eine Abfindung, mit der er 1910 im damals deutschen Molsheim/Elsass sein eigenes Unternehmen gründete. Dort baute er dann das Auto, das er in seinem Keller in Mühlheim konstriert hatte: den Bugatti Typ 13, der auch ein wirtschaftlicher Erfolg wurde. 1913 folgte der Typ 15. Noch bis zur kriegsbedingten Produktionspause baute die Firma knapp 500 „Deutsche“ Bugattis.

1919 nimmt man die Produktion im inzwischen Französischen Molsheim wieder auf und konzentriert sich dabei ganz auf den Motorsport. Überragende Erfolge lassen den Mythos Bugatti nun erst so richtig entstehen, der Automobilbauer befand sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Höhepunkt seines Ruhmes. Genau die richtige Zeit, um sich an ein Projekt wie den Bugatti Royale zu wagen, fand wohl der Eigentümer und plante daher nicht mehr und nicht weniger als die prachtvollste jemals gebaute Limousine. Mit der einsetzenden Weltwirtschaftskrise brach Bugatti jedoch die Kundschaft weg, der Royale wurde lediglich sechsmal hergestellt.

Bugatti wird wieder Deutsch

1940 ist Molsheim besetzt, die Bugatti-Werke enteignet, die Produktion beendet. Insgesamt wurden nur etwa 7.000 Bugattis hergestellt. Bugatti selbst versucht nach dem Krieg den Neuaufbau, der aber durch seine Italienische Staatsbürgerschaft erschwert wird. Der Patron selbst stirbt 1947, doch die Firma lebt. Zumindest auf dem Papier, denn an die Vorkriegserfolge kann man auch unter der Führung von Bugatti-Sohn Roland in keinster Weise mehr anknüpfen. Es werden noch einige wenige, kommerziell nicht erfolgreiche Modelle produziert und in erster Linie alte Autos repariert. Das ein Großteil dieser Modelle „überlebt“ hat, lag übrigens an den Gebrüdern Schlumpf, die in ihrer Sammelwut eines der wohl beeindruckendsten Privatmuseen überhaupt gründeten und dort Unmengen von Bugatti-Modellen horteten.

Die Überreste der Firma Bugatti fusionierten 1963 mit Hispano-Suiza, die erhoffte Renaissance blieb aber aus. Erst 1987 wurde die Marke wieder mit Leben gefüllt, allerdings als Neugründung des Italieners Romano Artioli, der die Markenrechte erworben hatte und in Modena eine ganze Reihe bemerkenswerter Autos herstellte. Diese Episode endete jedoch 1996 aus finanziellen Gründen und wieder war die Marke Bugatti verschwunden.

1998 nahm sich schließlich Volkswagen dem Mythos an. „Daheim“ in Molsheim werden die neuen Bugatti nun produziert und Volkswagen beabsichtigt dabei nicht weniger als den Glanz vergangener Zeiten wieder aufleben zu lassen. Neben einigen Studien und Prototypen ist dabei aber bislang nur ein serienreifes Modell entstanden.

Modelle des Herstellers

101 CABRIOLET

Baujahr: 1951 - 1952

Bild Bugatti 101 Cabriolet 1951-1952 1

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Tod seines Vaters Ettore Bugatti (1947) versuchte Sohn Roland mit einigen Getreuen, die Firma wieder in Gang zu bringen. Der 101 ist der erste Bugatti, der weder von Ettore noch von Jan entworfen worden war, wenne er auch auf den vorhergehenden Modellen basierte. Die meisten 101 entstanden aus Einzelteilen, die den Krieg überlebt hatten(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

101 COUPE

Baujahr: 1951 - 1952

Bild Bugatti 101 Coupe 1951-1952 1

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Tod seines Vaters Ettore Bugatti (1947) versuchte Sohn Roland mit einigen Getreuen, die Firma wieder in Gang zu bringen. Der 101 ist der erste Bugatti, der weder von Ettore noch von Jan entworfen worden war, wenne er auch auf den vorhergehenden Modellen basierte. Die meisten 101 entstanden aus Einzelteilen, die den Krieg überlebt hatten(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

101 LIMOUSINE

Baujahr: 1951 - 1952

Bild Bugatti 101 Limousine 1951-1952 1

Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Tod seines Vaters Ettore Bugatti (1947) versuchte Sohn Roland mit einigen Getreuen, die Firma wieder in Gang zu bringen. Der 101 ist der erste Bugatti, der weder von Ettore noch von Jan entworfen worden war, wenne er auch auf den vorhergehenden Modellen basierte. Die meisten 101 entstanden aus Einzelteilen, die den Krieg überlebt hatten(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

13

Baujahr: 1910 - 1920

Bild Bugatti 13 1910-1920 4

Der Bugatti 13 war der erste Fahrzeugtyp, den Ettore Bugatti unter seinem eigenen Namen produzoerte und verkaufte. Wahrsceinlich fünf Exemplare entstanden ebreits vor dem Krieg mit Vierventiltechnik. Sie sollten die Basis für die nach dem Krieg entstandenen Rennwagen dienen, mit denen Ettore Bugatti von 1920 an beim GP de France in Le Mans in der 1,5 Liter-Klasse antrat, die Ernest Friedrich gewann.(Quelle: Schloss Bensberg Ckassics 2014).

13
'Brescia'

Baujahr: 1921 - 1925

Bild Bugatti 13 1921-25 Brescia 1

Vorgänger: Bugatti 13 (1910-1920)

1921 schickte Bugatti vier Bugatti 13 mit höher verdichteten Motoren, Doppelzündung mit zwei Zündverteilern und Vierventiltechnik, die schon in 5 Exemplaren des Vorgängers getestet worden war, zum "Coupe des Voiturettes" nach brescia. Und die vier Bugatti Typ 13 kamen auf den ersten vier Ränge ins Ziel, wobei Ernest Friedrich den Siegerkranz erhielt. Die schnellste Runde wurde mit 125,8 km/h gemessen - eine bis dahin noch nie erreichte Geschwindigkeit in dieser Hubraumklasse. Diesem Sieg verdankt der nochmals überarbeitete Typ 13, der nun als "Typ 27 Brescia modifiée" angeboten wurde, seine Existenz. (Quelle: Schloss Bensberg Classics 2014)

13 TORPEDO
'Brescia'

Baujahr: 1913

Bild Bugatti 13 Torpedo 1913 Brescia 1

15

Baujahr: 1913

Bild Bugatti 15 1913 11

16 GARROS

Baujahr: 1912

Bild Bugatti 16 Garros 1912 1

Roland Garros war von diesen sportlichen Modellen sehr angetan und gab bei Ettore Bugatti eine Bestellung auf. Sein Name wurde als Würdigung für die Benennung der Serie beibehalten.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

17

Baujahr: 1914

Bild Bugatti 17 1914 1

Der Bugatti 17 ist die Weiterentwicklung des Typs 13 mit erweitertem Platzangebot und war für die sportliche Klientel gedacht. Die "Schiffs-Karosserie" besteht nach dem Vorbild von Booten aus Mahagini-Holz.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

19
'Bébé (Baby)'

Baujahr: 1911

Bild Bugatti 19 1911 1

Der Bugatti 19 ist ein Prototyp, der mit dem Ziel entwickjelt wurde, seine Poduktion in Lizenz zu vergebn. Peugeot erwarb diese Lizent und verkaufte ih unter Peugeot BB.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang