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Darracq

Der Franzose Alexandre Darracq war eine der umtriebigsten Persönlichkeiten in der Automobilbranche. Als der Pionier, der er war, startete er bereits 1896 im französischen Suresnes mit der Produktion von Elektroautos. In seiner Automobiles Darracq S.A. (1905 in A. Darracq & Company geändert) wurden jedoch auch bereits zu diesem Zeitpunkt Versuche mit Benzinmotoren gemacht, die auch durchaus erfolgreich waren und sich bereits 1900 in einem fertigen Modell manifestierten. Da er überzeugt war, dass Erfolge bei Autorennen eine wirksamer erbeform darstellen, gründete er auch die erste Rennfahrer-Schule Frankreichs. Dabei war Darracq aber weniger ein Autonarr, denn mehr ein tüchtiger Geschäftsmann. Er fuhr dabei nur äußerst ungern selbst Auto, wurde jedoch mit seinen früh gesammelten Erfahrungen bald zu einem der wichtigsten Männer der Europäischen Automobilbranche.

Bereits 1904 hatte er einen Anteil von 10% am französischen Automobilmarkt und nahm zudem äußerst erfolgreich an diversen Rennen teil, was seinem Bekanntheitsgrad natürlich ebenfalls sehr gut tat.

Die schnell erreichte Popularität öffnete Darracq viele Türen. 1902 wurde ein Kooperationsvertrag mit Opel unterzeichnet, welches sich gerade erst entschieden hatte, in die Automobilproduktion einzusteigen. Darracq fungierte hier für einige Jahre als Starthelfer. Mit der Darracq Company war er ab 1905 auch in England tätig, 1906 folgte ein Unternehmen in Italien mit dem Namen Societa Italiana Automobili Darracq (SIAD), welches allerdings nur drei Jahre Bestand hatte und 1907 der Schritt nach Spanien, wo die Sociedad Anonima Espanola de Automoviles Darracq gegründet wurde.

Bei all diesen Projekten gab es eine Gemeinsamkeit: Darracq ging meist genau so schnell, wie er gekommen war. Der Franzose verkaufte sein Know-how, um Unternehmen dabei zu helfen, den Einstieg in die Automobilproduktion zu schaffen. Danach zog es ihn weiter zum nächsten Projekt.

Daher ist der Name Darracq nicht nur in den Analen von Opel tief verwurzelt, auch in den Archiven von Alfa-Romeo (entstand aus den Resten von SIAD) finden sich Hinweise auf ihn.

Das letzte große Projekt unter dem Darracq-Label kam dann bereits ohne den Gründer zustande. 1912 hatte er die Anteile an seiner französischen Firma verkauft, 8 Jahre später übernahm die Firma Darracq die Wettbewerber Sunbeam und Talbot und gründete die Sunbeam-Talbot-Darracq-Gruppe (STD), die Jahre später in der Rootes-Gruppe aufging.

Damit verschwand der Name Darracq aus der aktiven Automobilproduktion, seine Verdienste um die europäische Fahrzeugindustrie bleiben jedoch.

Modelle des Herstellers

C TONNEAU

Baujahr: 1901

Bild Darracq C Tonneau 1901 1

Der Karosseriebauer war die Fa. Tonneau.

L TONNEAU

Baujahr: 1903

Bild Darracq L Tonneau 1903 1

Der Karosseriebauer war die Fa. Tonneau.

MOTORWAGEN

Baujahr: 1900

Bild Darracq Motorwagen 1900 3

P TORPEDO

Baujahr: 1910

Bild Darracq L Tonneau 1903 1

SS 20/28 COUPE CHAUFFEUR

Baujahr: 1907

Bild Darracq SS 20/28 Coupe Chauffeur 1907 1

Darracq hatte sich zunächst auf leichte Wagen spezialisiert, stellte dann aber auch Spitzenmodelle wie diesen SS 20/28 zu erschwinglichen Preisen her.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

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