banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

DB (Deutsch-Bonnet)

Von 1938 bis 1961 gab es in Champigny-sur-Seine die Firma DB. Sie existierte eigentlich mehr inoffiziell, denn einer der beiden Inhaber, Charles Deutsch, war als hoher Staatsbeamter für den Zustand der französischen Straßen verantwortlich. In dieser Funktion konnte er natürlich nicht gleichzeitig Unternehmer sein. Er hatte von seinem Vater eine Werkstatt geerbt, die er 1932 an René Bonnet verkaufte Während Bonnet ein erfolgreicher Unternhemer und guter Techniker war, hatte sich Deutsch nach seinem Ingenieur-Studium in seiner Freizeit mehr um Aerodynamikgekümmert. Die beiden Freunde waren sehr am Motorsport interessiert und ebschlossen 1936, am französischen Grand-Prix-Rennen teilzunehemn. Nachdem der gemietete Rennwagen jedoch nciht rechtzeitig an der Rennstrecke ankam, fiel der Entschluss, selbst rennwagen zu bauen. Ursprünglich entstanden diese auf der technischen Basis von Citroen-Modellen. Da sich Citroen nicht in der Lage sah, die Firma D.B. mit den nötigen Teilen zu versorgen, griffen die Beiden ab 1949 auf Panhard-Technik zurück. Nachdem sich Monopole (ebenfalls ein kleinerer Sportwagenbauer, der eigentlich aus der Zulieferindustrie, v.a. Kolben, kam) zurückgezogen hatte wurde DB sozusagen zum Panhard-Werksteam. D.B. fuhr ab 1949 auch in Le Mans mit, wo man in den 1950er Jahren mit den aerodynamisch ausgefeilten Fahrzeugen in der 750-ccm-Klasse äußerst erfolgreich war. Während die von Puietro Frua gezeichnete Karosserie noch aus Aluminium war, kamen beim Nachfolgemodell HR5 ab 1954 Kunststoffkarosserien zum Einsatz. Ab diesem Jahr wurden auch Scheibenbremsen an der Vorderachse sowie Motoren mit 1 und 1,3 Liter-Hubraum angeboten. Die Firma wurde 1961 aufgelöst, nachdem sich die beiden Inhabe nicht darpüber einigen konnten, ob man in Zukunft mit Renault oder Panhard weiter zusammenarbeiten sollte.(Quelle: Schloss Dyck Classics 2013)

Deutsch arbeitete noch kurz für Panhard. Als Ergebnis entstand der CD (Charles Deutsch), der 1962 die 24 Stunden von Le Mans gewann. Bonnet baute das letzte Modell als Rene Bonnet mit Renault-Technik weiter, bevor er bei Matra die PKW-Sparte aufbaute. Dies weiß auch Florian Gantner, Präsident des Panhard Club Deutschland zu berichten.

Modelle des Herstellers

CABRIOLET LE MANS

Baujahr: 1960

COACH

Baujahr: 1955 - 1958

FRUA COACH

Baujahr: 1953

Bild DB Frua Coach 1953 1

Auf dem Autosalon in Paris zeigte DB 1952 ein kleines, straßengängiges Coupé, dessen Front- und Hinterachse von Panhard kamen. Den Antrieb besorgten Panhard Motoren, die zwischen 33 und 42 PS leisteten. Die von Pietro Frua gezeichnete Karosserie war noch aus Aluminium, während beim Nachfolgemodell HR5 Kunststoffkarosserien eingesetzt wurden.

GT STANDARD COACH

Baujahr: 1959 - 1961

HBR 5

Baujahr: 1959

Bild DB (Deutsch-Bonnet) HBR 5 1959 1

Vorgänger: DB HR 5.

Der HBR 5 baut auf der Panhardtechnik auf, wurde mit Motorisierungen von 750- 1000 ccm angeboten und hatte ein Leistungsspektrum von ca 50-90 PS. In einer Kleinserie gab es ihn auch mit gekürztem Dach und noch weiter aufgebohrten Motor (genannt Le Monstre) der an der 200er Marke kratzte. Der HBR 5 war ein Straßenrennwagen, der bei vielen Veranstaltungen eingesetzt wurde und ist heute eine gesuchte Rarität. Neben dem hier abgebildeten Wagen ist in Deutschland nur noch ein zerlegter Wagen in Süddeutschland bekannt.

(Zitat: Florian Gantner, Präsident des Panhard Club Deutschland.)

HR5

Baujahr: 1954

Vorgänger: DB Frua Coach (1953), Nachfolger: DB HBR 5(1959).

Das Fahrzeug hatte eine Kunststoff-Karosserie sowie Achsen- und Motortechnik von Panhard.

SUPER RALLYE

Baujahr: 1960 - 1961

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang