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Ferrari

Die Geschichte des legendären Rennwagen-Konstrukteurs Ferrari fand Ihren Anfang 1929 in der Scuderia Ferrari, die interessanterweise eine bestimmte Sache nicht machte: Autos bauen. Bei der Scuderia Ferrari handelte es sich nämlich um die Rennsportabteilung von Alfa Romeo, die nach ihrem Rennleiter Enzo Ferrari benannt war. Bis 1937 hielt die enge Verbindung zwischen Ferrari und Alfa Romeo, bis Enzo Ferrari im Streit schied und seiner Wege ging. Er gründete seine eigene Firma, die AAC, die erst 10 Jahre später in Ferrari umbenannt wurde (die 1929 ebenfalls als Firma gegründete Scuderia Ferrari war inzwischen im Alfa Romeo-Konzern aufgegangen). 1940 baute Ferrari dann auch seinen ersten eigenen Sportwagen, der auf den Namen AAC 815 getauft wurde – recht gewöhnungsbedürftig für die erste „rote Göttin“. Der Umzug in den bekannten Stammsitz Maranello erfolgt 1943, der Wiederaufbau der Ende des Krieges stark beschädigten Produktionsstätte war bereits 1946 abgeschlossen.

Das Ferrari-Logo "Springendes Pferd" ist übrigens dem im Krieg in Itakien abgeschossnen, deutschen Flugzeug "Albatross" entlehnt, welches das Stuttgarter Stadt-Logo trug, in dem ein springendes Pfern enthalten ist. Dieses Wappen beutzt heute noch ein anderer Sportwagen-Hersteller: Porsche!

Die Formel-1-Erfolgsgeschichte der Italiener beginnt 1952. Um ein komplettes Teilnehmerfeld zu erhalten, entschieden sich die Organisatoren, das technische Reglement der Formel-2 einzuführen, was auch kleineren Teams den Einstieg ermöglichte. Unter diesen Voraussetzungen war Ferrari nahezu unschlagbar, in zwei Jahren werden 14 von 15 Rennen gewonnen, die Legende war geboren.

Straßenfahrzeuge zur Finanzierung des Rennsportes

Die bei vielen Automobilherstellern üblichen Finanzprobleme waren bei Ferrari besonders deutlich, da sich die Firma ja ausschließlich dem Rennsport widmete, die gebauten Autos also nicht verkaufte, sondern benutzte. Den schnell wachsenden Bekanntheitsgrad der Marke nutzte Ferrari konsequenterweise, um einige seiner Modelle mit leichten Modifikationen straßentauglich zu gestalten und sie an reiche Liebhaber zu verkaufen. Das reichte eine Zeit zum Überleben, finanzielle Absicherung konnte jedoch nicht erreicht werden.

So folgte 1969 mit der Übernahme durch Fiat die Aufgabe der Selbstständigkeit. In Ferraris Falle erwies sich dieser Schritt als Glücksfall. Enzo Ferrari war mit nunmehr 71 Jahren eine lebende Legende, ihn in seinem Wirken einzuschränken hätte einen öffentlichen Aufschrei der Entrüstung nach sich gezogen. So konnte sich „Il Drake“ (Der Drache) in den letzten 19 Jahren seines Lebens und Wirkens nunmehr ganz der Entwicklung von Sportwagen widmen, ohne dabei auf die Finanzen achten zu müssen. Fiat hingegen baute die Produktion der Straßenwagen aus, machte diese komfortabler und stellte größere Stückzahlen her, um so von der Strahlkraft der Marke zu profitieren. Der Wertzuwachs, den die Ferrari erlebten, setzte übrigens erst nach Enzos Tod ein, da zu diesem Zeitpunkt die Zukunft des Unternehmens fraglich erschien und ein regelrechter „Run“ auf die zu diesem Zeitpunkt produzierten Modelle einsetzte. Die Fragezeichen im Hinblick auf die Zukunft des Unternehmens sind inzwischen deutlichen Ausrufezeichen gewichen und auch im Rennsport sieht man seit der Ära Schumacher wieder rot.

Das berühmte Emblem, das „Cavallino rampante“ hat seinen Ursprung übrigens beim Kriegshelden Francesco Barraca, der das springende Pferd auf sein Flugzeug gemalt hatte. Dessen Mutter regte Enzo Ferrari zur Nutzung des Motivs an. Der gelbe Hintergrund geht auf die Stadtfarben seines Heimatorts Modena zurück. 1932 wurde das Emblem erstmals verwendet und ist seitdem untrennbar mit dem Namen Ferrari verbunden.

Modelle des Herstellers

1100 TV

Baujahr: 1955 - 1957

166 INTER

Baujahr: 1948 - 1950

Bild Ferrari 166 Inter 1948-1950 7

166 INTER ROADSTER

Baujahr: 1948 - 1950

Bild Ferrari 166 Inter Roadster 1948-1950 1

Die Karosserie des blauen Fahrzeugs stammt von Stabilimenti Farina.

166 ROBERTO ROSSELINI

Baujahr: 1949

Auf Basis des Ferrari 166 Inter entstand 1949 bei den Stabilimente Farina, die von Pinin Farinas älterem Bruder geleuitet wurde, ein Fahrzeug mti einer Karosserie, die fast dem von Michelotti entworfenen Simca 8 Sport ähnelte. Der Erstbesitzer war Roberto Rosselini, weshalb dieses Einzelstück seinen Namen bekam.

195 INTER GHIA COUPE

Baujahr: 1950

Bild Ferrari 195 Inter Ghia Coupe 1954 1

Die Karosserie wurde von Mario Felice Boano aus dem Hause Ghia entworfen.

208 GTB TURBO PININFARINA

Baujahr: 1983

Bild Ferrari 208 GTB Turbo 1983 1

Wegen der damaligen Luxussteuer für Fahrzeuge mit mehr als 2 Litern Hubraum wurde der 208 nur für den italienschen Markt gebaut.

Durch den Turbo konnte die Leistung von 170 auf 210 PS gesteigert werden.

212 E / 225 S BERLINETTA VIGNALE

Baujahr: 1951

Insgesamt wurden 7 dieser Coupés (Berlinetta) gebaut, davon aber 5 als 212 E / 225 S und weitere 2 als 212 E / 225 S Tubosocca-Rennfahrzeuge.

212 E / 225 S TUBOSOCCA BERLINETTA VIGNALE

Baujahr: 1951

Bild Ferrari 212 E 225 S Tubosocca Berl.Vign.1951 1

Insgesamt wurden 7 dieser Coupés (Berlinetta) gebaut, davon aber nur 2 als Tubosocca-Rennfahrzeuge.

212 EXPORT

Baujahr: 1951 - 1953

Bild Ferrari 212 Export 1951-1953 1

212 INTER 2+2 SPIDER VIGNALE

Baujahr: 1951 - 1953

Bild Ferrari 212 Inter 2+2 Spider Vignale 1951-1953 1

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