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Ford (USA)

Am 16. Juni 1903 gründete Henry Ford in Detroit (Michigan, USA) mit elf weiteren Investoren und insgesamt 28.000 US$ die Ford Motor Company. Das erste, von der Ford Motor Company verkaufte Fahrzeug wurde am 23. Juli 1903 verkauft. 1898 hatte er bereits die Detroit Automobile Company gegründet, die jedoch nicht überlebte, und auch die Ford Motor Company hatte anfangs finanzielle Schwierigkeiten. So ließ rein gar nichts auf die später folgende Cinderella-Story schließen, eher sah es nach einem weiteren Reinfall aus.

Anfangs produzierte Ford in seinem ersten Werk an der Mack Avenue nur einige wenige Autos am Tag. Die Typen wurden zunächst nach dem Alphabeth benannt. Von den Typen A, C und AC wurden 1903 und 1904 nur ca. 1.700 Stück verkauft. 1904 baute Ford deshalb in Detroit das neue Werk "Poquette Avenue Plant. Dort wurde ab 1908 das Ford Modell T produziert, womit sich der Absatz positiv entwickelte. Zwei Jahre später wurde die Produktion der „Tin Lizzy“ im Werk "Highland Park Ford Plant" am Fliessband durchgeführt, womit die Herstellung drastisch rationalisiert und bis 1913 perfektioniert wurde. Die Montagezeit mit angelernten Krägten verringerte sich von anfangs über 12 auf zuletzt nur noch 1,5 Stunden. Der Erfolg war umwerfend, 50% aller 1918 in den USA benutzten Autos waren ein Modell T und bis 1927 wurden sage und schreibe 15 Mio. Einheiten hergestellt. Diese Zahl wurde erst 1972 vom VW Käfer übertroffen, der dafür aber immer noch länger als Ford mit seinen 19 Jahren brauchte.

Ford war dadurch zum amerikanischen Kulturgut avanciert, es folgten weitere Aufsehen erregende Maßnahmen wie die Einführung von 8-Stunden-Schichten, der 5-Tage-Woche und Lohnerhöhungen, um die gestiegenen Belastungen zu kompensieren, welche die Fließbandproduktion mit sich brachte. Was von der Finanzwelt kritisiert wurde, erwies sich als großer Erfolg, da mit der eigenen Belegschaft eine neue, große Käuferschaft erschlossen wurde.

Die persönliche Popularität von Henry Ford stieg merklich an, als er sich 1915 öffentlich für ein schnelles Kriegsende einsetzte, als Folge der entstanden Aufmerksamkeit orderten die alliierten Streitkräfte Ford-Fahrzeuge in größerem Umfang. Die daraus entstandenen gewinne ermöglichten es Henry Ford, 1919 gemeinsam mit seinem Sohn Edsel für 105.568.858 US$ alle Aktien von Kleinaktionären zurückzukaufen udn die Ford Motor Company so wieder zum Familienunternehemn zu machen.

Ford exportiert das Fließband

Nach Ende des 1. Weltkrieges startet Ford eine Expansions-Offensive nach Übersee. Diverse Europäische Länder wie Deutschland, Argentinien, Südafrika und Australien wurden in den 20er Jahren zu Standorten von Ford Produktionsanlagen. Während auf dem Heimatmarkt GM mit seiner Chevrolet-Marke zu einem ernsthaften Rivalen heranwuchs und Ford bei den Verkaufszahlen bald hinter sich ließ, boomte das Auslandsgeschäft. Ende der 20er Jahre wurde gar ein Abkommen mit der Sowjetunion geschlossen. In dessen Folge wurden im heutigen Nizhnij Novgorod die so genannten GAZ produziert.

Während des 2. Weltkrieges revolutionierte Henry Ford mit seiner Fließbandtechnik den Flugzeugbau und war somit ein wesentlicher Faktor im Erfolg der alliierten Truppen.

Weitere bemerkenswerte Aspekte der Ford-Geschichte waren der Erwerb der Lincoln Motor Company 1922 und die Markteinführung des legendären Thunderbird 1950.

Henry Ford starb am 7. April 1947 um 23.40 Uhr in seinem Haus in Fairlane/Dearborn. Mit William Clay Ford Jr. steht zudem seit 1999 wieder ein Nachfahre Henry Fords (er ist der Ur-Ur-Enkel) an der Konzernspitze, auch wenn er sich diese seit 2006 mit Alan Mulally teilt.

Im Jahre 2008 war Ford der fünftgrößte Automobilhersteller weltweit, leidet aber zu diesem Zeitpunkt wie viele andere US-Hersteller auch unter der durch ein stärkeres Umweltbewusstsein der US-Konsumenten bedingten Umstellung auf sparsamere und effizientere Autos.

Modelle des Herstellers

40 DELUXE COUPE

Baujahr: 1934

Bild Ford USA 40 Deluxe Coupe 1934 1

68 ROADSTER

Baujahr:

Bild Ford USA 68 Roadster 1936 1

Das Modell 68 wurde von 1930 bis 1942 gebaut und erreichte bei Ford damals die höchsten Produktionszahlen. Es war das erste Modell mit Stahlfelgen anstelle von Speichenrädern. (Quelle: Franschhoek Motor Museum, Franschhoek, Süd-Afrika)

AA

Baujahr: 1927 - 1932

Bild Ford USA AA 1927-1932 1

A COUPE

Baujahr: 1928 - 1931

Bild Ford USA A Coupe 1928-1931 1

Wir danken Michael Meier, Köln, für das Foto Nr. 7!

Die Baujahre 1928 und 1929 hatten 21-Zoll-Räder, aber auch ein prioblematisches Lenggetriebe, das sich nicht ein- oder nachstellen ließ. Das war erst bei den Jahrgängen 1930 und 1931 der Fall, die aber auch kleinere, nämlich 19-Zoll-Räder hatten.

Nur die "De Luxe" Ausführung hatte sowohl links als auch rechts ein Reserverad in den vorderen Kotflügeln.

(Quelle: Bernd Sgraja, Bergisch Gladbach)

A PICK UP 82-A

Baujahr: 1930 - 1931

Bild Ford USA A Pick up 82-A 1930 1

Der Ford A Pick Up erschien schon kurze Zeit nach dem A Sedan. Er war als 76-A (Soft Top Toadster Pick Up) oder 82-A mit geschlossener Kabine lieferbar. (Quelle: Franschhoek Motor Museum, Franschhoek, Süd-Afrika)

A RENNWAGEN

Baujahr: 1928 - 1931

Das Auto kostete 1930 US$ 500 oder RM 3.750

A ROADSTER

Baujahr: 1928 - 1931

Bild Ford USA A Roadster 1928-1931 33

Zusätzlich zu den beiden Sitzen gab es im Heck unter einer Klappe noch zwei "Schwiegermutter-Sitze"

A ROADSTER DE LUXE

Baujahr: 1928 - 1931

Bild Ford USA A Roadster De Luxe 1928-1931 15

Die Baujahre 1928 und 1929 hatten 21-Zoll-Räder, aber auch ein problematisches Lenkgetriebe, das sich nicht ein- oder nachstellen ließ. Das war erst bei den Jahrgängen 1930 und 1931 der Fall, die aber auch kleinere, nämlich 19-Zoll-Räder hatten.

Nur die "De Luxe" Ausführung hatte sowohl links als auch rechts ein Reserverad in den vorderen Kotflügeln.

(Quelle: Bernd Sgraja, Bergisch Gladbach, dem wir auch für die Fotos 1 und 2 danken!)

A SEDAN

Baujahr: 1930 - 1931

Bild Ford USA A Sedan 1930-1931 25

1930 wurde der Ford A überarbeitet. Die sichtbarsten Unterschiede zu seinen Vorgängern waren die höhere Morohaube und eine kräftigere Heizung, die nun aus Edelstahl statt beschichtetem Nickel war. Die Kotflügel lagen tiefer, ebenso das Fahrzeug insgesamt, das nun auf 475 x 19 statt 450 x 21 Rädern fuhr. (Quelle: Franschhoek Motor Museum, Franchhoek, Süd-Afrika)

Der Taxiruf Bremen verfügt 2014 noch über ein solches Fahrzeug.

Der Ford A war der erste Ford mit den heute üblichen Bedienungselementen Gas, Bremse, Kupplung und Schalthebel. Die Produktion endete am 31.08.1931 mit 4.320.466 gebauten Fahrzeugen (alle A-Typen). Der Ford A Roadster kostete damals 385 US$. (Quelle: Autohaus Voss, Rosendahl-Darfeld)

A SEDAN CONVERTIBLE

Baujahr: 1930 - 1932

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