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Gordon-Keeble

John Gordon und Jim Keeble beschlossen 1959, gemeinsam ein Auto zu bauen. Vier Jahre Entwicklungsarbeit waren nötig, teilweise auch aufgrund größerer Probleme mit den Zulieferern.

Als 1963 endlich die Produktion startete, befand sich Gordon-Keeble bereits in Insolvenz. Trotzdem wurden einige Autos produziert, auch nach der Übernahme durch Harold Smith und Geoffrey West 1965 und der erfolgten Umbenennung in Keeble Ltd. liefen die Produktionsanlagen noch eine Weile. Als die Firma 1967 endgültig geschlossen wurde, waren jedoch gerade einmal 100 Einheiten produziert worden.

Modelle des Herstellers

COUPE

Baujahr: 1963 - 1967

Bild Gordon-Keeble Coupe 1963-1967 1

Vorgänger: Gordon GT (1960-1963)

Es gibt mehrere Gründe, den Gordon-Keeble näher zu betrachten: Zunächst ist es eines der ersten Fahrzeuge, bei denen eine italienische, in diesem Fall von der Carozzeria Bertone gebaute Karosserie mit einem amerikanischen V8-Motor (in diesem Fall von Chevrolet) vereint wurde. Ein Geschäftsmodell, das später von Iso Rivolta, De Tomaso und Bizzarini übernommen wurde. Dazu ist der Gordon-Keeble eines der ersten Fahrzeuge, das der damals 22 Jahre alte Giorgetto Giugiaro für Bertone zeichnete. Und schließlich ist dies auch eins der ersten Fahrzeuge, deren Karosserie aus GFK hergestellt wurde.

Hinter der Marke standen John Gordon, der zuvor für die Fa. Peerless arbeitete, und Jim Keeble. Beide beschlossen 1959, einen 3,5 Liter V8-Motor von Buick in ein Peerless-Chassis zu montieren, dann kam jedoch der 300 PS starke Corvette-Motor zum Einsatz. Das Fahrwerk geriet mit einer Einzelrad-Aufhängung mit Trapez-Dreieck-Querlenkern and er Vorderachse und einer De-Dion-Hinterachse sehr aufwändig, dazu kamen vier Scheibenbremsen. Premiere war 1960 auf dem Genfer Autosalon, doch der Produktionsbeginn verzögerte bis 1963. Es gab Probleme mit den Zulieferern, und Gordon-Keeble ging noch vor Produktionsbeginn in Konkurs. Dennoch wurde eine Nullserie von etwa 90 Fahrzeugen zum stolzen Preis von 2.798 Pfund verkauft, die 2014 etwa 52.000 Euro entsprechen, damals aber einen wesentlich höheren Gegenwert hatten.

Wie viel britischen Humor die Gründer dieser Marke besaßen, zeigt sich übrigens am markenemblem auf der Haube: für das 230 km/h schnelle Coupé wählten sie eine Schildkröte!

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