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Horch

Sein Handwerk hatte August Horch im Rahmen einer Schmiedelehre bei Benz & Cie in Mannheim erlernt. Dort war er zuletzt Leiter der Abteilung Motorenbau, bis er sich mit Carl Benz überwarf, weil letzterer der Anscht war, Autos brauchten nicht schneller als 18 km/h zu sein. Also machte sich Horch mit 30 Jahren selbständig und gründete im Jahre 1899 die A.Horch & Cie, die zunächst in einem früheren Pferdestall an der Venloer Strasse in Köln-Ehrenfeld ansässig war. Noch heute erinnert die August-Horch-Strasse in Köln Gremberghoven andiese Zeit. Über eine Zwischenstation in Reichenbach - hier konstruierte er 1903 das erste deutsche Auto mit 4-Zylinder-Motor - siedelte er 1904 schließlich nach Zwickau über, wo er sein Unternehmen in Horch & Cie Motorwagen-Werke AG umbenannte. 1906 gelang dem von Dr. Rudolf Stöss gelenkten 4-Zylinder-Horch der Sieg in der Herkommer-Rennserie, womit die immense Leistungsfähigkeit des Motors unter Beweis gestellt wurde. Horch intensivierte die Forschungen auf diesem Gebiet und stellte 1907 gar einen 6-Zylinder-Motor vor.

1909 verließ August Horch sein Unternehmen, nachdem er sich mit seinem kaufmännischen Leiter zerstritten hatte, um im Zwickau eine neue Firma zu gründen. Aufgrund von Streitereien um die Namensrechte wurde diese kurz nach der Gründung in Audi umbenannt (lateinische Übersetzung von "Horch!").

Die Horch & Cie setzte auch ohne den Gründer den einmal eingeschlagenen Kurs, hochwertige, leistungsstarke Autos zu produzieren fort. In wirtschaftlich schweren Zeiten schien es zwar riskant, teure Fahrzeuge anzubieten, aber Moritz Stauss, der als Mehrheitsaktionär fungierte, war zu dem Schluss gekommen, dass nur eine starke, unverwechselbare Marke Horch überhaupt überlebensfähig war. Und da das Unternehmen von Anfang an auf Qualität gesetzt hatte, schien es unternehmerisch zu riskant, diese Konturen zu verwischen.

Daimler entwickelt 8-Zylinder-Motor

Stauss holte 1923 auch Paul Daimler, ältester Sohn von Gottlieb Daimler, zu Horch. Daimler zeichnete sich erst durch die Entwicklung eines 8-Zylinder-Motors aus, bevor er sich bei der ebenfalls Moritz Stauss gehörenden Argus Motoren Gesellschaft dem Flugzeugbau widmete.

Wie bei fast jedem Automobilbauer dieser Zeit wurden finanzielle Schwierigkeiten ein immer größeres Thema und 1932 gab das Unternehmen schließlich seine Eigenständigkeit auf, um in der neu gegründeten Auto Union aufzugehen. In gewisser Weise schloss sich für Horch hier der Kreis, gehörte doch auch Audi zu den Unternehmen, die sich in der Auto Union zusammenfanden.

Unter dem Label Horch wurden von der Auto Union weiterhin Autos mit V8-Motor produziert und auch einige Militärfahrzeuge „hörten“ auf den Namen Horch. 1958 wurden die Marken Horch und Audi in Zwickau vereinigt und auf den Namen Sachsenring umgetauft.

Modelle des Herstellers

10-12 PS

Baujahr: 1902 - 1903

Bild Horch 10-12 PS 1

1902 übersiedelte August Horch mit seiner 1899 in Köln gegründeten Firma nach Reichenbach im Vogtland und begann dort mit der Entwicklung neuer Automobilmodelle.

10/35 PS PHAETON

Baujahr: 1922 - 1924

Bild Horch 10/35 PS PHAETON 1

1923 hatte Horch nur noch einen Einheitstyp im Programm, den 1922 vorgestellten 10/35 PS, der in verschiedenen Karosserievarianten angeboten wurde.

10/50 PS PHAETON MAATZ

Baujahr: 1924 - 1926

Bild Horch 10/50 PS Phaeton Maatz 1924-1926 1

Die Karosserie wurde von der Firma Maatz, Berlin, gebaut. Sie ebstzand aus einem Holzgerüst, das mit Holztafeln verkleidet wurde.

Bei diesem Fahrzeug Typ erstmalig das neue Horch-Markenzeichen, ein gekröntes "H" am Kühler angebracht. Gleichzeitig war er der letzte Rechtsklenker, bevor bei Horch im September 1926 auf Linkslenkung umgestellt wurde.

14/17 PS TONNEAU

Baujahr: 1904 - 1906

Erster Autotyp aus dem Werlk Zwickau. Die hinteren Passagiere erreichten ihre Sitze durch eien Türe im Heck.

305 LANDAULET

Baujahr: 1927 - 1928

Bild Horch 305 Landaulet 1927-1928 1

350

Baujahr: 1927 - 1931

Bild Horch 350 1927-1931 1

350 PHAETON

Baujahr: 1927

Bild Horch 350 Phaeton 1927 10

420 SPORTCABRIOLET

Baujahr: 1931

Bild Horch 420 Sportcabriolet 1931 10

430 LIMOUSINE

Baujahr: 1931 - 1933

Bild Horch 430 Limousine 1931-1933 1

Die Stückzahl bezieht sich auf alle Ausführungen und Karosserien, die neben Horch auch von Baur und Deutsch gefertigt wurden. Die hier gezeigte Limousine ist der einzige erhaltene Horch 430. Der Preis bei Auslieferung 1932 betrug 9.340 Reichsmark

450 LIMOUSINE

Baujahr: 1931

Bild Horch 450 Limousine 1931 1

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