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Hotchkiss

Eher aus finanzieller Not als aus technischem Interesse beschloss der französische Waffenhersteller Hotchkiss, zur Jahrhundertwende in den Automobilbau einzusteigen. Bereits 1867 vom Amerikaner Benjamin Hotchkiss gegründet, produzierte das Unternehmen neben herkömmlichen Gewehren in erster Linie Maschinengewehre, bevor Hotchkiss 1900 vorübergehend die Kriege ausgingen.

Nun sollten es also Autos sein, wobei das Logo, bestehend aus zwei gekreuzten Kanonenrohren weiterhin einen deutlichen Hinweis auf die Vergangenheit des Unternehmens gab. Der Autobau half Hotchkiss, die Zeit bis zum Ausbruch des 1. Weltkrieges zu überstehen, auch ein Fabrikbrand konnte die Produktion nicht nachhaltig stoppen. Für militärische Zwecke wurden schließlich beide Betätigungsfelder kombiniert und Panzerfahrzeuge hergestellt.

Zwischen den Weltkriegen konzentrierte sich Hotchkiss wieder verstärkt auf zivile Fahrzeuge und nutzte, wie so viele andere Hersteller auch, den Motorsport um für ein positives Image zu sorgen. Dass sich Hotchkiss auch immer wieder militärischen Objekten widmete, machte sich an den PKW durchaus positiv bemerkbar. Leistungsstärke und Zuverlässigkeit wurden zu wesentlichen Merkmalen der Hotchkiss-Autos.

Übernahmen vor und nach dem Krieg

Das Unternehmen florierte und setzte auf Expansion. Vor dem Krieg Amilcar und nach dem Krieg Delahaye hießen die Aquisitionen. Kurz- und mittelfristig halfen diese Veränderungen dem Konzern, langfristig zogen jedoch düstere Wolken auf. Im Automobilsektor waren die Konkurrenten zu stark und im Rüstungsbereich gingen die Aufträge nach Ende des Krieges wieder zurück. Bis zuletzt versuchte Hotchkiss jedoch beide Bereiche zu kombinieren. Im Rahmen einer Kooperation mit dem amerikanischen Unternehmen Willys-Overland wurde deren Topprodukt, der Jeep, in Lizenz für den französischen Markt hergestellt. Naturgemäß zählte die Armee hierbei zu den größten Abnehmern.

Das Jeep-Segment blieb auch nach der Übernahme durch den Mischkonzern Brandt 1956 erhalten, die weitere PKW-Produktion wurde hingegen eingestellt. 1971 stellte der neue Besitzer Thomson dann auch diese Linie ein und besiegelte das Ende der Marke Hotchkiss.

Modelle des Herstellers

20/50 ANJOU

Baujahr: 1950 - 1954

20/50 ANJOU CABRIOLET

Baujahr: 1950 - 1954

3.5 LITRE CABOURG

Baujahr: 1937

3 LITRE 17 CV FIX

Baujahr: 1927

Bild Hotchkiss 3 Litre 17 CV Fix 1927 1

411

Baujahr: 1933 - 1935

Ab 1933 änderte Hotchkiss die Typenbezeichnungen von Buchstaben/Zahlenkombinationen in dreistellige Zahlen, wobei die erste Ziffer die Zylinderanzahl und die zweite und dritte Ziffer die französischen Steuer-PS-Werte in CV darstellten. "411" bedeutete also 4 Zylinder, 11 CV. Das Fahrzeug hatte einen Bugatti-ähnlichen Kühlergrill.

686 BERLINE CABOURG

Baujahr: 1948 - 1949

686 GS COUPE MEGEVE

Baujahr: 1939

Bild Hotchkiss 686 GS Coupe Megeves 1939 1

846 S 49

Baujahr: 1940

Bild Hotchkiss 846 S 49 1940 1

AM 80 TOURER

Baujahr: 1929

Bild Hotchkiss AM 80 Tourer 1929 1

Dieser originale Hotchkiss-Werksrennwagen verfügt über eine lange Hinterradübersetzung, hat mit den Piloten Helaers und Damay 1930 zwei mal am 12-Stundenrennen von Spa teilgenommen und wurde 7. im Gesamtplacement. (Quelle: Sports and Classics Historische Fahrzeuge GmbH, Düsseldorf)

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