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Jensen

Die Brüder Richard und Alan Jensen haben bereits seit 1928 ihre eigenen Karosserien auf bestehende Fahrgestelle aufgebaut. 1935 enstand Jensen Motors, indem sie die Fabrik Karosseriefirma W. J. Smith übernahmen, in der sie tätig waren.

1936 entstand der erste, eigene Wagen auf der Basis eines modifizierten Ford-Fahrgetsells. Nach Ende des Krieges wurde die Produktion verstärkt, doch es sollte noch einmal ca. 10 Jahren dauern, bis Jensen seinen kommerziellen Durchbruch schaffte. Mit glasfaserverstärktem Kunststoff als Karosseriematerial gelang es, ein extrem leichtes aber dennoch stabiles Autos zu bauen, den Jensen 541. In Kombination mit sehr leistungsfähigen Motoren wie dem 4-Liter Reihen-Sechszylinder mit 130 PS von Austin baute das Unternehmen somit äußerst schnelle Fahrzeuge.

Jensen blieb auch weiterhin innovativ, Scheibenbremsen und Allradantrieb wurden verwendet und spektakuläre Designs wurden vorgestellt. 1956 kam der stärkere 541 R auf den Markt, Ende 1960 der nochmals überarbeitete 541 S, der als eines der ersten Fahrzeuge serienmäßig 4 Sicherheitsgurte hatte. 1962 wurde der in die Jahre gekommene 6-Zylinder durch enen 6-Liter-V8-Motor von Chrysler, und mit diesem begann eine neue Ära, die dann zum Interceptor führte.

Aufgrund der aufwendigen Bauweise blieben die Stückzahlen jedoch sehr gering, zu gering, um auf Dauer überlebensfähig zu sein.Der neue Besitzer (ab 1970) Kjell Qvale erkannte dies und wollte Änderungen. Gemeinsam mit Donald Healey wurden neue Modelle entworfen, die Produktionszahlen für die Jensen-Healey wurden nach oben geschraubt, nun sollte es für Jensen also endgültig vorwärts gehen. Doch dies blieb ein Wunschtraum: die Verkaufszahlen blieben deutlich hinter den Erwartungen zurück, gepaart mit den hohen Ausgaben führte dies 1976 zum Konkurs von Jensen Motors.

Seit dem kam es zu dem einen oder anderen Versuch, die Marke wiederzubeleben, zu mehr als einer Kleinserie im Jahre 2008 hat es bislang aber nicht gereicht.

Modelle des Herstellers

541

Baujahr: 1954

Vorgänger: Jensen "Early" Interceptor (im Gegensatz zum Inerceptor I ab 1966), Nachfolger: Jensen 541 R

Die Typenbezeichnung setzte sich zunächst aus dem Erscheinungsjahr (1954) und der Seriennummer (1) zusammen. Folgerichtig hätte das Nachfolgemodell der Serie 2 also eigentlich 542 und die Serie 3 543 heißen müssen. Trotzdem behielten die Nachfolgemodelle 541 R (Serie 2) und 541 S (Serie 3) die "541" als Typenbezeichnung bei.

Insgesamt wurden 480 Jensen 541 gebaut, davon 52 als 541, 190 als 541 R und 127 als 541 S.

541 R

Baujahr: 1954 - 1960

Bild Jensen 541 R 1954-1960 2

Vorgänger: Jensen 541, Nachfolger: Jensen 541 S

Insgesamt wurden 480 Jensen 541 gebaut, davon 52 als 541, 190 als 541 R und 127 als 541 S.

Mechanik und Fahrwerk stammten vom Austin A70.

541 S

Baujahr: 1960 - 1962

Bild Jensen 541 S 1960-1962 1

Vorgänger: Jensen 541 R

Insgesamt wurden 480 Jensen 541 gebaut, davon 52 als 541, 190 als 541 R und 127 als 541 S.

Der 541 S war äußerlich durch den stehenden Kühlergrill vom Vorgänger 541 R zu unterscheiden.

C-V8 MK I

Baujahr: 1962 - 1964

Der erste Jensen C-V8 hatte eine Kunstsoff-Karosserie, der Motor kam von Chrysler.

C-V8 MK III

Baujahr: 1965 - 1966

DUAL COWL PHAETON

Baujahr: 1937

Bild Jensen Dual Cowl Phaeton 1937 7

FF

Baujahr: 1966 - 1971

Bild Jensen FF 1966-1971 1

Der Jensen FF wurde auf der Basis des Jensen Interceptor gebaut. Der FF hatte allerdings serienmäßig Vierrad-Antrieb, ABS und einen um 10 cm verlängerten Radstand. Äußerlich war er vom Inerceptor auch an zwei Luftauslässe an jedem der vorderen Kotflügel zu erkennen, während der Interceptor nur einen pro Kotflügel hatte. Der Motor kam von Chrysler. "FF" steht für "Ferguson Formula", das ist die Firma des Traktorherstellers Harry Ferguson und des Le Mans-Siegers von 1953, Tony Rolt, die schnell laufende Allrad-Antriebe entwickelt hat.

HEALEY 2.0 DHC

Baujahr: 1972 - 1975

Bild Jensen Healey 2.0 DHC 1972-1975 1

Die Offizielle Typenbezeichnung lautete 1120.

HEALEY GT
'Jensen GT'

Baujahr: 1975 - 1976

Nachfolger des Jensen-Healey als Sport-Kombiversion

INTERCEPTOR CONVERTIBLE

Baujahr: 1950 - 1957

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