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Lagonda

Der Amerikaner Wilbur Gunn, Opernsänger mit schottischen Vorfahren und technische Interesse, gründete Lagonda 1906 in England. Lagonda ist der indianische Name eines Flusses in Gunns Heimat in Springfield, Ohio. Angefangen hatte Gunn mit dem Bau von Schiffen, dann von von Motorrädern, die über Erfolge im Motorsport beworben wurden. Dieses Konzept war recht einträglich, und so konnte Gunn mit dem erworbenen Kapital 1907 sein erstes Auto produzieren. Es hatte einen Hubraum vonn 1,1 Litern und 11 PS. Da er dieses erfolgreich bei einem Langstreckenrennen zwischen Moskau und St. Petersburg einsetzte, folgte sogleich der erste größere Auftrag aus Russland.

Über die nächsten 15-20 Jahre setzte Lagonda seine stetige Entwicklung fort und nutzte dabei auch weiterhin den Rennsport zu Werbezwecken. Folglich waren auch die Autos, die in dieser Zeit entstanden in erster Linie Rennwagen. Der M 45 Rapide (45 steht für 4,5 Liter Hubraum) war ab 1934 das erfolgreichste Modell, das 1935 sogar die berühmten 24 Stunden von Le Mans gewann.

Trotzdem geriet Lagonda in finanzlle Schwierigkeiten. Alan Good kaufte 1935 die Fa. Lagonda aus einer Konkursmasse und machte W.O. Bentley zu seinem technischen Direktor, nachdem dieser sein Unternehmen an Rolls Royce verkauft hatte. Sie entwickelten 1936/1937 auf der Basis eines neuen Fahrgestells einen Luxuswagen mit einem 12-Zylinder-V-Motor, einem Hubraum von 4,5 Litern und 175 PS. Parallel dazu wurde der bewährte 4,5-Liter-Reihen-Sechszylinder überarbeitet und als LG 6 angeboten.(Quelle: Schloss Bensberg Classics 2015)

W.O. Bentley hat wesentlich an der strategischen Ausrichtung der Marke mitgewirkt. Lagonda sollte nicht in direkten Wettbewerb zu Rolls Royce und Bentley gestellt, sondern mit einer moderneren, kleineren und leichteren Konstruktion dynamischer und preiswerter sein. Die konstruktiven Ziel hat er zwar erreicht, aber die Kosten bekam er nicht in den Griff. Dadurch blieb der Lagonda preislich nur knapp unter dem vergleichbaren Rolls Royce, war aber etwa doppelt so teuer wie der Jaguar MK VIII.

Dass Bentleys Arbeit bei Lagonda nicht so erfolgreich war, wie man sich das gewünscht hatte war einer der zwei Gründe dafür, dass die Erfolgsgeschichte in den 40er Jahren ins Stocken kam. Der andere war der Produktions- (und Verkaufs-) stopp während des Krieges.

Lagonda kam danach trotz neuer Führung nicht mehr richtig in Gang, und so blieb letztlich nur der Verkauf an den Traktorenhersteller David Brown, der das Unternehmen in Aston Martin integrierte und den Namen zuweilen auch für viertürige Baureihen benutzte. 1990 wurden die letzten serienmäßigen Lagondas gefertigt, dann verschwand die Marke endgültig aus dem Produktprogramm.

Modelle des Herstellers

14-60

Baujahr: 1927 - 1929

Bild Lagonda 14/60 1927-1929 1

16/80 OPEN TOURER

Baujahr: 1934

Bild Lagonda 16/80 Open Tourer 1935 1

2,5 LITRE

Baujahr: 1947 - 1953

2,5 LITRE DHC

Baujahr: 1949 - 1952

2.5 LITRE DHC

Baujahr: 1949 - 1952

Bild Lagonda 2.5 Litre DHC 1949-1952 1

2 LITRE SUPERCHARGED LOW CHASSIS T3 TOURER

Baujahr: 1930 - 1932

Bild Lagonda_2_ Litre_Sup.ch.Low_Chass.T3 Tour.1930-32 1

"Supercharged" wurde später durch "Blower" ersetzt und bedeutet, dass das Fahrzeug mit Kompressor ausgestestattet ist.

3.0 LITRE TOURER

Baujahr: 1928 - 1934

Bild Lagonda 3.0 Litre Tourer 1928-1934 1

Der Fahrzeugtyp ist ein "Blower", d.h., er hat einen Kompressor. Er ist Teilnehmer der Mille Miglia.

3 LITRE

Baujahr: 1953 - 1958

3 LITRE

Baujahr: 1955 - 1958

3 LITRE DHC

Baujahr: 1953 - 1956

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