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Lancia

Bevor Vincenzo Lancia 1906 gemeinsam mit Claudio Fogolin die Autofirma Lancia gründete, war er Technischer Inspektor und später Rennfahrer bei Fiat. Die beiden hatten sich von Anfang an darauf verständigt, die gesamte Palette des Automobilbaus zu bedienen und nicht nur auf PKWs zu setzen. LKW, Busse, Militärfahrzeuge und Sportwagen – es gab nichts, was es bei Lancia nicht gab. Der Hauptansporn war die Innovation: es solte kein Jahr geben, in dem nicht eine Innovation vorhestellt wurde.

Das erste Auto aus der Turiner Schmiede war der Tipo 51, später umbenannt in Lancia Alfa 12HP. Mehr als hundert Einheiten des Renners (90 km/h Spitzengeschwindigkeit) wurden 1908 gebaut und auch im insbesondere in Italien sehr wichtigen Motorsport wurde der Wagen eingesetzt.

1913 folgte mit dem Theta ein Auto, dessen elektrisches Licht und Startersystem revolutionär erschienen, der Lambda wurde 1922 bereits mit der Monocoque-Technologie produziert, hatte Einzelradaufhängung vorn und hydraulische Stoßdämpfer und war das erste Auto mit selbsttragender Karosserie. Typisch für Lancia waren kompakte V-Motoren mit sehr kleinen Winkeln (ca. 15°) zwischen den Zylindern. Die Lancia-Modelle überzeugten aber auch durch außergewähnliche Karosserie-Varianten und durch eine Besondere Auswahl der Materialien und Designs. Kurzum: "Höher, schneller, weiter, besser" war das Motto von Vincenzo Lancia, und so erwarben sich seine Autos schnell die Reputation, Luxus mit Ingenieurskunst zu verbinden.

Alberto Ascaris Tod als Lancia-Trauma

Bis 1955 konnte Lancia auf eine ganze Reihe von Erfolgen in diversen Motorsportserien zurückblicken. Teilnahme an der ersten Mille Miglia 1927, Teilnahme und Triumph (Lancia belegte die Plätze eins bis vier) beim Langstreckenrennen Targa Florio 1936 und schließlich die Teilnahme an der Rallye-WM und der Formel-1 mit so bekannten Fahrern wie Juan Manuel Fangio und Alberto Ascari. Dessen Tod 1955 in einem Lancia markierte das vorläufige Ende der Lancia-Motorsportaktivitäten, erst einige Jahre später kam die Marke wieder zu zahlreichen Erfolgen im Rallye-Sport. Ascaris Tod zog jedoch noch eine andere schwerwiegende Entscheidung nach sich: Gianni Lancia, der den Konzern nach dem Tod seines Vaters 1937 übernommen hatte, verkaufte seine Anteile und schied aus der Firma aus. Er erholte sich niemals ganz von der Tragödie und wanderte nach Südamerika aus.

Wie einer ganzen Reihe anderer Automobilhersteller auch war es Lancia also trotz der zahlreichen Errungenschaften und den exklusiven Autos nicht vergönnt, als eigenständige Marke zu bestehen. Erst die Italcementi und ab 1969 natürlich Fiat übernahmen den Konzern.

Fiat platzierte Lancia als zweite Top-Marke neben Alfa Romeo. Zwar ging damit die einst gepriesene Vielfalt abhanden (neben der Produktion verschiedenster Fahrzeuge ließ Lancia auch diverse Karosseriebauer immer wieder Hand an seine Modelle legen und individuelle Sonderserien anfertigen), der gute Ruf des Lancia blieb allerdings erhalten.

In der Marke Lancia werden heutzutage nur noch PKW gefertigt, selbst im Motorsport ist für Lancia im Fiat-Zeitalter kein Platz mehr. Da dies aber im Sinne von Gianni Lancia gewesen wäre, hat es Lancia mit der Eingliederung in den gigantischen Fiat-Konzern wohl ganz gut getroffen, der Geist der Marke lebt jedenfalls weiter.

Modelle des Herstellers

2000

Baujahr: 1971 - 1975

Bild Lancia 2000 1971-1975 1

2000 COUPE

Baujahr: 1971 - 1973

APPIA CABRIOLET

Baujahr: 1960 - 1963

APPIA GTE ZAGATO

Baujahr: 1960 - 1962

Bild Lancia Appia GTE Zagato 1960-1962 1

APPIA GTE ZAGATO

Baujahr: 1958 - 1959

APPIA GTZ COUPE

Baujahr: 1960

APPIA SERIE I

Baujahr: 1953 - 1956

APPIA SERIE I CABRIOLET

Baujahr: 1957 - 1959

APPIA SERIE II

Baujahr: 1956 - 1959

APPIA SERIE II COUPE

Baujahr: 1957 - 1959

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