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Maserati

Die fünf Brüder Alfiero, Bindo, Carlo, Ernesto und Ettore Maserati gründeten das Familienunternehmen 1914. Sportwagen für den Renneinsatz waren das einzige Geschäftsfeld, reich werden konnten die Brüder also nicht. Und so kam es denn auch wie es kommen musste. Erfolgen auf der Rennstrecke standen ständig leere Kassen gegenüber, 1937 wurde Graf Orsi neuer Besitzer Maseratis.

In seiner Obhut konnte Maserati die Rivalität mit Ferrari pflegen, den letztlich ging es bei Maserati eigentlich immer nur darum, besser zu sein, als der Rivale mit dem springenden Pferd. Mehr Erfolge auf der Rennstrecke und mehr verkaufte Autos in den Geschäftsbüchern sollten es sein. Denn Graf Orsi hatte 1946 damit begonnen, Serienautos herzustellen, A6 hieß das Premierenfahrzeug. Da es zudem in der Formel-1 zu Weltmeister-Ehren reichte, war die Maserati-Welt in den 50er und 60er Jahren in Ordnung.

Dies änderte sich auch nach der Übernahme durch Citroën 1968 erstmal nicht, aber in den 70er Jahren wurden für Maserati die Zeiten schwer. Das Erfolgsmodell Biturbo, ein Zweisitzer, wurde 1981 gerade noch rechtzeitig zur Marktreife gebracht, um das Überleben zu sichern.

1993 wurde Maserati in den Fiat-Konzern eingegliedert und dort als Marke geführt. So weit, so gut, aber 1997 wurde Maserati dann ausgerechnet dem Erzrivalen Ferrari unterstellt und zählte nun als Ferrari-Marke. Was könnte es schlimmeres für einen eingefleischten Maserati-Enthusiasten geben? Deren Leiden wurden 2005 gelindert, seitdem tritt Maserati als eigenständige AG auf und hat damit innerhalb der Fiat-Gruppe denselben Status wie Ferrari.

Modelle des Herstellers

150 GT SPYDER

Baujahr: 1957

Bild Maserati 150 GT Spyder 1957 8

Der Maserati 150 GT Spyder ist so rar, dass er selbst Kennern bisher verborgen geblieben ist. Das bedeutet, dass es wahrscheinlich nur ein enzige Exemplar davon gibt. Im Dezember 1954 kündigte Maserati neben dem kraftstrotzenden 300S auch den kleineren Typ 150S an. Als Basis diente beiden die Technik des 250F. Doch während der 300S einen 3-Liter-Sechszylinder mit 250 PS besaß, verfügte der 150S über einen auf 4 Zylinder reduzierten Motor, der sich eng an das Grand-Prix-Triebwerk anlehnte.
Der gesamte Doppel-Nockenwellen-Motor bestand aus Aluminium, und für die Beatmung des 1484 cm³ großen Triebwerks sorgten zwei Weber Doppelvergaser. Das Ergebnis waren 140 Cavalli (PS), die mit einem voll synchronisierten Vierganggetriebe an die Hinterachse entlassen wurden, wo sie nicht zuletzt dank des geringen Gewichts von 650 kg ihren Teil zu den 230 km/h Höchstgeschwindigkeit beitrugen.

Am 28. August 1955 gewann Jean Behra mit einem 150S auf Anhieb das 500-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring. Danach überlegte man, aus dem 150S einen sportlichen und straßentauglichen Spyder zu entwickeln. Rasch entstand - auf der Basis eines modifizierten 200S-Rahmens mit einem deutlich alltagstauglicheren Triebwerk, das nun über 130 PS verfügte - ein Prototyp. Für die Karosserie wurde die Carozzeroia Fantuzzi gewählt, die sich eng an eine Vorlage der Carozzeria Frua hielt. Doch es gab keine Interessenten für einen verkappten Rennwagen mit Spyder-Karosserie. Nachdem der 150 GT Spyder einige Jahre in der Fabrik ein unbeachtetes Dasein fristete, ging er in die Hände eines Conaisseurs über, der erkannt hatte, welcher Schatz da stand: die einzige Straßenversion des nur in 28 Exemplaren gebauten 150S!

(Quelle: Schloss Bensberg Classics 2014)

150S

Baujahr: 1955 - 1956

Bild Maserati 150S 1956 1

Zum Erfolg dieses Autos trug bei, dass die amerikanischen Soldaten des Zweiten Weltkriegs Gefallen an kleinen und mittleren Sportwagen gefunden hatten und es liebten sie zu fahren. Aber auch beim ersten Rennen, an dem dieser Typ am 28. August 1955 auf dem Nürburgring teilnahm, schlug er sich nicht schlecht.

2000 SPORT

Baujahr: 1930

Bild Maserati 2000 Sport 1930 1

Noch in den 1960er Jahren fuhr dieser Wagen in Bern. Ein Polizist hielt ihn wegen des heiseren Motorengeräusches an, verzichtete dann aber gegen eine Spazierfahrt auf einen Strafzettel.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

200S

Baujahr: 1955

Bild Maserati 200S 1955 1

Vorgänger: Maserati A6GCS. Der Motor des 200S war 1959 die Basis für die sehr erfolgreichen Typen 60 und 61 "Birdcage"

200 SI

Baujahr: 1955 - 1957

228i

Baujahr: 1986 - 1992

250F

Baujahr: 1954

Bild Maserati 250F 1954 1

Der 250F war zwischen 1954 und 1958 die wichtigste Waffe Maseratis im Kampf um die Grand Prix Meisterschaft. Neben einigen Werkswagen lieferte Maserati den Typ auch an Privatleute. Das hier zu sehende Exemplar wurde 1954 an das berühmte Van Wall Racing Team ausgeliefert. Unter deren Flagge wurde der Wagen von Mike Halfthorme und Sterling Moss gefahren und half Van Wall, die Weltmeisterschaft von 1959 zu gewinnen. Der berühmteste aller 250F-Fahrer war Fangio, der damit zahlreiche Siege errang. Andere Berühmte Fahrer waren Ascari, Behra und Musso. (Quelle: Franschhoek Motor Museum, Franschoek, Süd-Afrika)

300S

Baujahr: 1955 - 1958

Bild Maserati 300S 1955-1958 1

Die Karosserie wurde von Carozzeria Fantuzzi entworfen.

300S REPLICA

Baujahr: 1966

Bild Maserati 300S Replica 1966 1

Die gezeigte Replica wurde 1966 auf der Basis eines Maserati Mistral mit einer handgefertigten AluminiumKarosserie aufgebaut.

3500 GT

Baujahr: 1957 - 1964

Bild Maserati 3500 GT 1957-1964 1

Das Design für diesen Typ stammt von der Carozzeria Touring, die zu ihrer Blütezeit auch den Aston Martin DB4 kreierte. Der Typ wurde 1957 beim Genfer Automobilsalon vogestellt. Touring hatte ein Patent auf die "Superleggera"-Methode, die ein möglichst niedriges Fahrzeuggewicht erreichte.

Der Motor des 3500 GT ist eine Weiterentwicklung des legendären Langstreckenmotors des Maserati 300 S. dessen PS Wert auf 230 reduziert wurde.. Er hat zwei oben liegende Nockenwellen, die über eine Steuerkette angetrieben werden, außerdem eine Doppelzündnalage. Ab 1961 hatten die Autos vier Scheibenbremsen.

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