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Mercedes-Benz

Gegründet wurde das Unternehmen 1926 als Daimler-Benz AG. Die beiden Namensgeber Gottlieb Daimler und Carl Benz hatten unabhängig voneinander 1886 ihre Unternehmen gegründet und die Entwicklung der ersten Automobile in erstaunlich schnellem Tempo vorangetrieben. Bei der Daimler Motoren Gesellschaft (DMG) zeichneten dafür Persönlichkeiten wie Wilhelm Maybach und Ferdinand Porsche verantwortlich, die beide jeweils als Chefkonstrukteure tätig waren.

Nach dem Zusammenschluss war das nunmehr entstandene Grossunternehmen in der Lage, eine äußerst breite Produktpalette anzubieten. Neben Sport- und Luxuswagen lag der Schwerpunkt auf Nutzfahrzeugen und mittelgroßen Personenwagen. Insbesondere bei letzterem Segment wurde die Entwicklung vorangetrieben. Kleinere, immer leistungsfähigere Motoren wurden konstruiert und dienten als solider Antrieb für die inzwischen bereits als Mercedes bekannten Autos. Mercedes war der Kosenamen der Tochter des ehemaligen Daimler-Großaktionärs Emil Jellinek, auf dessen Wunsch hin bereits zur Jahrhundertwende eine (nach damaligen Maßstäben) Großserie von gut 70 Fahrzeugen unter dem Namen Daimler-Mercedes produziert wurde. Da dieser Fahrzeuge auch im Motorsport Verwendung fanden, wuchs der Bekanntheitsgrad des Namens enorm – Daimler sicherte sich die Markenrechte, womit eine Legende ihren Anfang nahm.

Der Silberpfeil – ein Mythos des Motorsports

Bereits vor dem Krieg feierte Mercedes große Erfolge im Motorsport, die gefürchteten Silberpfeile dominierten die Rennstrecken Europas. Der Name entstand 1934 als die für das Eifelrennen auf dem Nürburgrennen gemeldeten Boliden das zulässige Gesamtgewicht von 750 kg um 1 kg überschritten und daraufhin über Nacht abgeschliffen wurden. Eine dünner Silberfarbfilm wurde aufgetragen, womit ein Look entstand, der noch heute unverwechselbar ist, der Brite Lewis Hamilton wurde 2008 Formel-1-Weltmeister in einem silbernen McLaren-Mercedes. Ab 2010 wird zudem die Deutsche Motorsport-Ikone Michael Schumacher den Silberpfeil steuern.

Darüber hinaus sorgte die Daimler-Benz AG in der Nachkriegszeit mit der Produktion der 300SL Flügeltürer und der „Adenauer-Limousinen“ für besonderes Aufsehen.

Zu einem massiven Einschnitt in die Firmengeschichte schien es 1998 gekommen zu sein. Der seinerzeit als Fusion kommunizierte Zusammenschluss mit dem US-Hersteller Chrysler zur DaimlerChrsyler AG sollte jedoch nicht einmal 10 Jahre halten. Bereits 2007 wurden die Chrysler Anteile wieder verkauft, das Unternehmen firmiert seitdem als Daimler AG.

Die Marke Mercedes findet sich in dem Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars wieder. Mercedes-Autos prägen also in diversen Formen unter diversen Namen seit mehr als hundert Jahren unser Straßenbild. Selbst der markante Stern kann bereits auf 100 Jahre zurückblicken – er wurde erstmals 1910 verwendet.

Modelle des Herstellers

10/50 PS STUTTGART 260

Baujahr: 1928 - 1935

Bild Mercedes-Benz 10/50 PS Stuttgart 260 1928-1935 2

Die interne Werksbezeichnung lautet W 11, für die Langversion W 11 L.

10/50 PS STUTTGART 260 OT

Baujahr: 1928 - 1934

Bild Mercedes-Benz 10/50 PS Stuttgart 260 OT 1928-1934 1

Die interne Werksbezeichnung lautet W 11, für die Langversion mit einem Radstand von 308 cm W 11 L.

10/50 PS STUTTGART 260 ROADSTER

Baujahr: 1930 - 1935

Die interne Werksbezeichnung lautet W 11.

10/50 PS STUTTGART LANG

Baujahr: 1932 - 1935

Die interne Werksbezeichnung lautet W 11 L.

Die normale Limousine (W 11, Radstand 281 cm) kostete 8.680 Reichsmark, ab 1931 wurde der Preis auf 7.180 RM rerduziert.

Berühmte Besitzer waren Prinz Albrecht von Hohenzollern, Prinz Johann Georg Herzog zu Sachsen, der österreichische Tenor Richard Tauber (geboren als Richard Denemy) und sein polnischer Kollege Jan Kierpura, außerdem Eduard Rothschild.

12/55 PS 300

Baujahr: 1926 - 1927

Generalfeldmarschall von Hindenburg bekam einen 6-sitzigen Mercedes-Benz 300, kurz nachdem er 1925 im Alter von 78 Jahren zum Reichspräsidenten gewählt worden war.

Die Tänzerin Marianne Winkelstein hatte die offene Limousine des Mercedes 300. In einem offenen Tourenwagen wurde auch der bayrische Pilot Hermann Köhl bei einer Parade durchs Brandenburger Tor gefahren, nachdem er 1928 mit der Junkers W-33 L "Bremen" den Nordatlantik von Europa nach Amerika überquert hatte.

Die Filmschauspielerin Olga von Belajeff, Siegerin bei einer Schönheitskonkurrrenz Bad Saarow, ließ sich in einem Mercedes-Benz 300 Cabriolet spazieren fahren. Auch die amerikanische Sängerin Elisabeth Rethberg von der Metropolitan Opera in New York fuhr ein Cabriolet dieses Typs.

12/55 PS 300 OTW PULLMAN-LIMOUSINE

Baujahr: 1926 - 1928

Bild Mercedes-Benz 12/55 PS 300 OTW Pullm.Limo.1926-28 1

Der Mercedes-Benz 12/55 PS OTW mit Sindelfinger Karosserie ist ein äußerst seltenes Fahrzeug mit abnehmbarem Pullman-Limousinen-Aufsatz.

12/55 PS PULLMAN-LIMOUSINE

Baujahr: 1926 - 1928

Bild Mercedes-Benz 12/55 PS Pullman Limous.1926-1928 1

Der Typ 12/55 PS ist 1926 -zusammen mit dem Zwei-Liter-Wagen 8/38 PS- das erste PKW-Modell der neu gegründeten Daimler-Benz AG, das unter dem Markennamen Mercedes-Benz auf den Markt kommt. (Quelle: Mercedes-Museum)

130 HECK

Baujahr: 1934 - 1936

Bild Mercedes-Benz 130 Heck 1934-1937 1

Die interne Werksbezeichnung lautet W 23.

Mit diesem Modell sammelte Mercedes-Benz Erfahrungen mit einem Heckmotor-Modell, worauf die Typenbezeichnung hinweist. Die Bauart setzte sich jedoch nicht durch, so dass die Produktion bald eingestellt wurde. Dementsprechend selten ist dieser Typ heute.

Die Stückzahl bezieht sich auf Limousinen und Cabriolets.

130 HECK CABRIO-LIMOUSINE

Baujahr: 1934 - 1936

Die interne Werksbezeichnung lautet W 23.

14/30 PS GLÄSER

Baujahr: 1909

Bild Mercedes-Benz 14/30 PS Glaeser 1

Dieser Mercedes-Benz 14/30 ist das Werk des deutschen Karosseriebauers Gläser, der sich vor allem zwischen den beiden Weltkriegen einen Namen als Karosseriebauer für Luxuswagen machte.(Quelle: Collection Schlumpf, Mulhouse, Frankreich)

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