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Messerschmitt

Die Messerschmitt AG wurde 1938 als Unternehmen zum Bau von Flugzeugen von Willy Messerschmitt gegründet. Als in Folge des 2. Weltkrieges keine Flugzeuge in Deutschland gebaut werden durften, einigte sich Messerschmitt mit dem Ingenieur Fritz Fend darauf, im Messerschmitt-Werk Regensburg Fends Rollermobil, den so genannten Fend Flitzer in Serie zu bauen. Hatte der Fend Flitzer zuvor nur einen Sitz, so wurde dies von Messerschmitt prompt geändert. 1952 wurden erste Prototypen des nunmehrigen Zweisitzers vorgestellt, der auf den Namen Messerschmitt-Kabinenroller getauft wurde, im Volksmund allerdings rasch als Schneewittchensarg Bekanntheit erlangte.

Das Engagement Messerschmitts im Automobilbau hielt allerdings nur vier Jahren. 1956 durfte er wieder mit dem Flugzeugbau beginnen und stellte die Produktion des Kabinenrollers ein. Fritz Fend führte diesen weiter und hatte dazu die Fahrzeug- und Maschinenbau Regensburg GmbH gegründet. Auch wenn also der TG 500 nicht mehr bei Messerschmitt entstand, werden die Namen Kabinenroller und Messerschmitt immer miteinander verbunden bleiben.

Modelle des Herstellers

KR 175
'Schneewittchensarg'

Baujahr: 1952 - 1955

Bild Messerschmitt KR 175 1952-1955 1

Vorgänger: Messerschmitt FK 150 Prototyp

Es handelt sich bei dem Fahrzeug um ein Rollermobil, entwickelt durch den deutschen Ingenieur Fritz M. Fend. Die ersten Fahrzeuge nannten sich "Fend-Flitzer" und wurden in Rosenheim hergestellt, bevor im Januar 1953 die Serienproduktion des KR 175 im Messerschmitt-Werk Regensburg begann. Die ersten Fahrzeuge (KR 175 I) hatten noch einen Kick-Starter, wie er bei Motorrollern und -rädern üblich war. Der Scheibenwischer wurde per Handhebel hin und her bewegt. Die Achsen hingen in Gummilaschen, wodurch es schwer war, den Kabinenroller in der Spur zu halten. Der Typ IIa bekam dann aber neu konstruierte Vorder- und Hinterrad-Aufhängungen mit Hohlblock-Gummipuffern, der Typ IIb außerdem einen Rückwärtsgang. (Quelle: Technik Museum Speyer)

Nachfolger: Messerschmitt KR 200

KR 175 ROADSTER

Baujahr: 1953 - 1955

Bild Messerschmitt KR 175 Roadster 1952-1955 1

KR 200
'Schneewittchensarg, Wheeler'

Baujahr: 1955 - 1956

Bild Messerschmitt KR 200 1955-1956 1

Vorgänger: Messerschmitt KR 175

Das weiße Fahrzeug mit dem roten Streifen und den seitlichen Ski-Haltern ist einer der ersten KR 200, die gebaut wurden.

Durch die 1955 geschlossenen Pariser Verträge durften in Deutschland wieder Flugzeuge gebaut werden. Prof. Willy Messerschmitt zog sich daraufhin aus der Fahrzeugproduktuion zurück, und es entstand die Regensburger Stahl- und Metallbaugesellschaft RSM, wo der von Fritz M. Fend als "Flitzer" zunächst mit 175 ccm als KR 175, dann mit 200 ccm als KR 200 bis 1957 weiter gebaut wurde. Nach Übernahme des Messerschmitt-Werkes in Regensburg durch die "Fahrzeug- und Maschinenbau GmbH Regensburg" (FMR) durfte der Name "Messerschmitt" nicht mehr verwendet werden. Der bisherige "RSM Messerschmitt KR 200" wurde deshalb als "FMR KR 200" weiter gebaut.

KR 200 ROADSTER
'Schneewittchensarg, Wheeler'

Baujahr: 1956 - 1957

Bild Messerschmitt KR 200 Roadster 1955-1957 1

Es handelt sich bei dem Fahrzeug um ein Rollermobil, entwickelt durch den deutschen Ingenieur Fritz M. Fend. Die ersten Fahrzeuge nannten sich "Fen-Flitzer" und wurden in Rosenheim hergestellt, bevor im Januar 1953 die Serienproduktion des KR 175 im Messerschmitt-Werk Regensburg begann.

Das Fahrzeug hat kein Lenkrad, sondern eine Art Motorradlenker mit Drehgas-Griff, der ohne Lenkgetriebe über zwei Spurstangen direkt auf die Lenkachse wirkt. Quelle: Thiesen, Hamburg

KR 200 SUPER

Baujahr: 1955

Bild Messerschmitt KR 200 Super 1955 Schneewittchens. 1

Am 29. August 1955 wurden mit einem Messerschmitt KR 200 Super an einem Tag 25 Weltrekorde aufgestellt, darunter etliche Durchschnittsgeschwindigkeits-Weltrekorde über verwschiedene Distanzen.

Das hier gezeigte Modell ist ein Nachbau des Rekordfahrzeugs von 1955, das 1960 von der Nachfolgefirma FMR mit einem serienmäßigen Fichtel & Sachs 1-Zylinder-Motor mit 10 PS gebaut wurde. Der Original-Motor des Weltrekordwagens ist bis heute verschollen.

(Quelle: Technik Museum Speyer)

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