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Oldsmobile

Der Name Oldsmobile könnte im Zusammenhang mit Oldtimern Programm sein, aber überraschenderweise bezieht er sich tatsächlich auf den Firmengründer Ransom E. Olds und seine „Olds automobiles“, die schließlich zu Oldsmobile verschmolzen ist. 1897 gründete Olds sein Unternehmen, lediglich einige wenige Hersteller wie Daimler oder Peugeot widmeten sich schon früher dem Automobilbau. Der Patron selbst verblieb allerdings nur 7 Jahre in seinem Unternehmen, aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zum Thema Geld verließ Olds den Autobauer bereits 1904.

Zuvor hatte er sich jedoch mit einem wahren Geniestreich Zugang zu den Geschichtsbüchern verschafft: Oldsmobile war nämlich der erste Autobauer, der am Fliessband produzierte, noch vor Ford. Dieser Vorsprung verhalf Oldsmobile zu starken Verkaufszahlen. Dass diese scheinbare Erfolgsgeschichte kein Happy-End fand, lag an mehreren Faktoren. Zum einen verkaufte Olds das Unternehmen bereits 1899 an Samuel Smith und fungierte danach als Vize-Präsident und Firmenleiter. Als Smith jedoch seinen Sohn Fred mehr und mehr ins Unternehmen einbezog, nahmen die Streitereien zwischen Smith junior und Olds stark zu und belasteten die Produktionsabläufe. Der Ausgang der Streitereien ist bekannt.

Zum anderen wurde Oldsmobile 1901 durch einen Brand im neuen Werk in Detroit in seiner Entwicklung stark zurückgeworfen. Zahlreiche Prototypen wurden zerstört, lediglich einer, der des berühmten Curved Dash, konnte gerettet werden.

Turbulenzen führten zum Verkauf

Konsequenz aus dieser Entwicklung war die Übernahme durch General Motors 1908. GM nutzte das Label Oldsmobile fortan als Qualitätsmerkmal für technische Entwicklungen. Die Einführung des Automatikgetriebes und die Wiederbelebung des Frontantriebes sind Meilensteine in der Konzerngeschichte.

Mehr und mehr erlitt Oldsmobile aber das Schicksal einiger anderer Marken, die in Großkonzernen aufgegangen waren – der individuelle Aspekt ging verloren. Anfangs in einem ähnlichen Segment wie der DeSoto platziert, verwendete GM Oldsmobile ab den 60er Jahren als Bindeglied zwischen Buick und Pontiac. Ähnlichkeiten sowohl in die eine als auch in die andere Richtung häuften sich, taten den Verkaufszahlen aufgrund der hohen Popularität und des als äußerst zuverlässig geltenden V8 Motors vorerst noch keinen Abbruch.

Mitte der 80er Jahre erreichte Oldsmobile Verkaufszahlen von ca. 1 Millionen Einheiten. In den 90er Jahren sollte es aufgrund einer Umstellung der Konzernpolitik jedoch abwärts gehen. Die Rolle des Oldsmobile im Markenportfolio übernahm Chevrolet, der Oldsmobile wurde stattdessen sporadisch als Vorführmodell für technische Entwicklungen benutzt.

2000 wurde schließlich ein 4-Jahres-Plan veröffentlicht, der sein Ende in der Produktion des letzten Oldsmobile fand. Der Alero wurde direkt aus der Produktionshalle ins Museum überführt und beendete damit symbolisch die 107jährige Markengeschichte.

Modelle des Herstellers

4-4-2

Baujahr: 1971

4-4-2 CONVERTIBLE

Baujahr: 1971

4-4-2 CONVERTIBLE

Baujahr: 1969

66 SEDAN

Baujahr: 1947 - 1948

Bild Oldsmobile 66 Sedan 1947-1948 1

76 CLUB SEDAN

Baujahr: 1946

78 CLUB SEDAN

Baujahr: 1947

78 CLUB SEDAN

Baujahr: 1946

88

Baujahr: 1956

88 CONVERTIBLE

Baujahr: 1950

88 DELTA HARDTOP SEDAN

Baujahr: 1976

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