Packard
1899 gründeten die Gebrüder James und William Packard in Ohio die Packard Motor Car Company und bauten ihr erstes Auto, den Typ A mit einem Zylinder und vier Sitzen. Einmal auf den Geschmack gekommen verlegten sie die Fa. 1903 nach Detroit und bauten dort im gleichen Jahr auch eine neue Fabrik, wodurch Packard im Hinblick auf den Produktionsprozess keine Grenzen gesetzt waren. Diese Tatsache nutzen die Brüder und bauten Autos, die vom Anspruch und der Ausstattung her keine Vergleiche scheuen mussten. Da dies seinen Preis kostete waren die Packard vom Start weg eher für die Oberschicht bestimmt. Prominente, Vermögende und Großgrundbesitzer, hohe Regierungsbeamte und gar Präsidenten, aber auch Gangsterbosse fuhren Packard.
Bis hin zur Weltwirtschaftskrise, die im Anschluss an den 1. Weltkrieg ausbrach, liefen die Geschäfte somit gut für Packard, doch Anfang der 30er Jahre gingen auch hier die Verkäufe zurück. Packard reagierte einerseits, in dem die Autos noch exklusiver und damit noch teurer wurden. Diese Strategie war durchaus erfolgreich, zwar gelangen keine gigantischen Umsätze, aber das Unternehmen überlebte die schwierige Zeit. Andererseits wurde die Packard Elektronik-Sparte, die von den Brüdern schon lange vor Gründung der Packard Motor Company geführt wurde und auf Kabelbäume spezialisiert war, an General Motors veräußert.
1935 wurde die Firmenstrategie schließlich doch an die Marktlage angepasst und mit Clipper eine eigene Marke eigens für den niedrigen bzw. mittleren Preissektor kreiert.
Während des Krieges werden Rolls-Royce gebaut
Ab 1941 ruht bei Packard bis Ende des Krieges die Autoproduktion. Stattdessen wurden in Lizenz Rolls-Royce-Flugzeugmotoren für die US-Streitkräfte hergestellt. Die Dekade nach Kriegsende war für Packard eine Zeit der Orientierung, nur leider keine erfolgreiche. Erst versuchte man sich daran, die Clipper Reihe auszubauen, da man auf dem mittleren Segment größere Umsätze erhoffte. Im Preiskrieg gegen die drei Giganten Ford, GM und Chrysler hatte man allerdings keine Chance und wollte sich nun daran machen, die fast komplett an Cadillac verlorene Oberschicht als Käufer zurück zu gewinnen, was aufgrund mangelnder Qualität ebenfalls scheiterte. Dem inzwischen finanziell schwer angeschlagenen Unternehmen blieb scheinbar nur noch die Fusion, wobei hier Studebaker, Hudson und Nash ausgeguckt waren. Nash und Hudson verfolgten jedoch andere Pläne, so dass Packard 1954 schließlich Studebaker übernahm.
Der ehemalige Konkurrent war jedoch in einer noch schlechteren finanziellen Verfassung als Packard selbst und zudem deutlich größer. Die Studebaker Probleme schienen nun auch langsam Packard zu erdrücken. Unklares Design und minderwertige Teile sorgten für einen weiteren Niedergang der Traditionsunternehmen, die 1958 die Zusammenarbeit einstellten. Packard stellte daraufhin die Geschäfte ein.
Modelle des Herstellers (Einträge 21-30)
CLIPPER
Baujahr: 1955
CLIPPER
Baujahr: 1952
CLIPPER
Baujahr: 1956
CLIPPER CLUB SEDAN
Baujahr: 1954
CLIPPER COUNTY WAGON
Baujahr: 1957
CLIPPER SEDAN
Baujahr: 1953
CONVERTIBLE
Baujahr: 1932 - 1934
Der Komiker Bob Hope fuhr diesen Typ, einen Baujahr 1932 und einen Baujahr 1934.
Der aus vielen französischen romantischen Spielfilmen bekannte Schauspieler Charles Boyer und der amerikanische Schauspieler Robert Taylor ("Quo Vadis" 1951 und "Ivanhoe" 1952) waren Besitzer eines solchen Autos mit dem Baujahr 1935.

