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Porsche

Als Ferdinand Porsche 1931 in Stuttgart ein Konstruktionsbüro gründete, hatte er zu diesem Zeitpunkt bereits nachhaltige Fußspuren in der deutschen Automobilindustrie hinterlassen. Austro-Daimler in Wien und die spätere Daimler-Benz AG in Stuttgart waren die langjährigen Arbeitgeber des begabten Ingenieurs. Auch in den ersten Jahren der Selbstständigkeit verschaffte Porsche einer Reihe von anderen Autoherstellern zu gelungenen Entwürfen – der erste eigene Porsche war da noch lange nicht in Sicht. Zündapp, Auto Union und Wanderer waren Auftraggeber, bevor 1934 der Auftrag ins Büro flatterte, der zu einem der bekanntesten Autos weltweit führte, dem Käfer. Um diesen zu produzieren wurde unter Regie Porsches Volkswagen gegründet.

Der erste Porsche wurde hingegen erst 1947 gebaut. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Ferdinand Porsche in Kriegsgefangenschaft, das Konstruktionsbüro wurde von seinem Sohn Ferry geleitet. Der 356 wurde in Österreich hergestellt, die Firma Porsche kehrte erst einige Jahre später nach Stuttgart zurück. Recht bald folgte mit der Verwendung der so genannten Knickscheiben (durch eine Leiste zweigeteilte Frontscheibe) ein erstes Erkennungsmerkmal, welches jahrelang wie die Signatur der Porsche 356 wirkte. Während der 356 noch bis 1965 produziert wurde (unter anderem als Carrera), beginnt mit dem Markteintritt des 901 (wurde wegen eines Rechtstreits mit Peugeot in 911 umbenannt) 1963 ein neues Zeitalter. Ein 6-Zylinder-Motor versorgt den Renner mit 130 PS und lässt nicht nur Privatbesitzer- sondern auch Rennfahrer-Herzen höher schlagen.

Erfolge im Motorsport als Basis für die Legende

Porsche tritt in diversen Motorsportserien weltweit an und sorgt mit zahlreichen Siegen für genügend Prestige um die zahlende Kundschaft weiterhin von der nicht gerade geringen Investition in eine der Luxus-Boliden zu überzeugen. Porsche war daher schon immer ein Unternehmen, dem es vergleichsweise gut ging. Ende der 80er Jahre hielt auch hier eine finanzielle Krise Einzug, die aber schon nach wenigen Jahren überwunden war. Nichtsdestotrotz sind es neben den teilweise atemberaubenden Formen und Pferdestärken immer wieder finanzielle oder konzernpolitische Aspekte, die Porsche in die Schlagzeilen bringen. Die oben dargestellte Verbindung zwischen den Häusern Volkswagen und Porsche und die gegenseitige Einflussnahme haben schon viele Geschichten erzählt. Interessanterweise hat die erste Erbengeneration, bestehend aus Ferry und seiner Schwester Louise (heiratete 1928 Anton Piëch, Vater von Ferdinand Piëch) diese Probleme schon früh erkannt und wollte mit der AG-Gründung Porsches 1972 eine allzu starke Einflussnahme der zahlreichen Familienmitglieder der Porsche-/Piëch-Dynastie vermeiden. Die Ereignisse der Jahre 2008 und 2009, die letztlich zum Rücktritt des über ein Jahrzehnt amtierenden und überaus erfolgreichen Vorstandsvorsitzenden Wiedeking führten, zeigen jedoch, dass dies nicht ganz gelungen ist.

Mit Ferdinand Piëch, Aufsichtsratsvorsitzender der Volkswagen AG, wird nach dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen nun doch wieder ein Familienmitglied die höchste Kontrollfunktion über Porsche ausüben.

Modelle des Herstellers

1300 CABRIOLET

Baujahr: 1948 - 1955

1600 SPEZIAL COUPE BEUTLER

Baujahr: 1957 - 1959

Bild Porsche 1600 Spezial Coupe Beutler 1957-1959 10

Bei der Fa. Beutler gebauter Coupe-Prototyp mit einem Porsche 1600-Motor.

Vor allem das Heck erinnert stark an den Renault Floride, der ab 1959 gebaut wurde.

329

Baujahr: 1965

Bild Porsche 329 1965 8

356/2 COUPE

Baujahr: 1948 - 1948

Bild Porsche 356/2 Coupe 1948 1

Leichtmetall-Coupe, das von Ferry Porsche und seinem Team als Nachfolger des Roadster-Prototyp "Nummer 1" entwickelt und in einer Kleinstserie von 52 Stück in Handarbeit gebaut wurde.

356/2 GMÜND CABRIOLET

Baujahr: 1948 - 1949

Bild Porsche 356/2 Gmuend Cabriolet 1948-1949 1

Die Fertigung erfolgte in Handarbeit im österrreichischem Gmünd.

356 A 1500 COUPE
'Knickscheibe'

Baujahr: 1948 - 1955

Der Porsche 1500 "Knickscheibe" (im Gegensatz zum "pre A mit geteilter Scheibe) war das erste Modell, das eine durchgehende, gebogene Windschutzscheibe hatte. Die Serie wurde im Auftrag von Porsche beim Karosseriebauer Reutter in Stuttgart gefertigt.Der Motor basierte - wie viele andere Teile - auf weiter entwickelten VW-Motoren. Der Typ hatte schon das Zündschloss links vom Lenkrad, bis heute eine Besonderheit von Porsche-Fahrzeugen (Quelle: Classic Days Schloss Dyck 2015). Der Sinn davon war, dass bei Autorennen die rechte Hand schon während des Anlassens frei sein sollte, um den Gang einlegen zu können.

356 A 1600 COUPE

Baujahr: 1955 - 1956

Bild Porsche 356 A 1600 Coupe 1955-1956 1

Vom Porsche 356 wurden innerhalb von 17 Jahren (1948 - 1965) in allen Karosserie- und Typvarianten etwas über 75.000 Stück gebaut.

356 A 1600 S CABRIOLET

Baujahr: 1956 - 1959

Bild Porsche 356 A 1600 S Cabriolet 1956-1959 1

In der Variante 1600 S ("S" steht für "Super") kam die ganze Sportlichkeit zum Ausdruck.

356 A 1600 S COUPE

Baujahr: 1956 - 1957

Bild Porsche 356 A 1600 S Coupe 1956-1957 1

1956 wurde der 10.000. Porsche ausgeliefert, ein 356 A. In der Variante 1600 S ("S" steht für "Super") kam die ganze Sportlichkeit zum Ausdruck.

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