banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

Riley

Seit 1907 beschäftigte sich Percy Riley mit der Entwicklung von Motoren und gründete 1913 die Riley Motor Manufacturing Company, um sich der Automobilproduktion zu widmen. Was sich so einfach liest, war letztlich wesentlich komplizierter. Mehrere Riley-Familienmitglieder hatten diverse Firmen gegründet, die allesamt in irgendeiner Form mit dem Bau von Autoteilen beschäftigt waren. Percy Riley unternahm 1918 den Versuch, diese zu bündeln, was letztlich dazu führte, dass die ursprünglich von seinem Vater geleitete Riley Limited, die ihre Ursprünge weit im 1896 als Bonnick Cycle Company hatte, die Automobilproduktion übernahm (geleitet von Percys Bruder Stanley), während die Riley Motor Manufacturing Company (geleitet von Alan Riley, einem weiteren Bruder) sich um die Karosserien kümmerte. Percy selbst leitete die für die Motoren-Entwicklung zuständige Riley Engine Company.

In dieser Konstellation schickte sich die Riley-Familie also an, die Automobilwelt zu erobern. Im Motorsport konnten hervorragende Ergebnisse erzielt werden, die aus den Sportwagen entwickelten Straßenmodelle wussten zudem mit ihren eleganten Karosserien zu gefallen. Die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bescherte Riley 20 goldene Jahre. In diesen produzierte man eine schier unübersehbare Masse an diversen Modellen und Typen – eine Strategie, die nur bei reiner Massenproduktion erfolgreich sein kann. Nach dem Zweiten WSeltkrieg sammelte u.a. der sätere Formel-1-Weltmeister Mike Hawthorn seiner ersten motorsportlichen Erfolge mit einem Riley. Bei Riley setzte man aber auf Qualität, was eine sehr kostspielige Produktion erfordert. Lange Rede, kurzer Sinn: Die Kosten fraßen Riley auf.

Die Folge war 1939 die Übernahme durch die Morris Motor Company und der damit verbundene Übergang in die Nuffield Organisation. Ende 1949 wurde die Produktion von Coventry ins MG-Werkl nach Abington verlagert, 1952 erfolgte die Integration in die neu gegründete British Leyland.

Das Schicksal, das viele in der British Leyland zusammengefasste Marken früher oder später ereilte, traf Riley etwas früher: Die Konturen der Marke gingen verloren, es gab keine erkennbare Abgrenzung zu Wolseley- oder Morris-Modellen. 1969 wurde der letzte Riley hergestellt. Die Markenrechte liegen heute bei BMW, Gerüchte über eine Wiederbelebung haben sich bislang nicht bestätigt.

Modelle des Herstellers

105 TRANSFORMABLE COUPE KOENG

Baujahr: 1949

Bild Riley 105 Transformable Coupe Koeng 1949 1

Das Auto wurde als Einzelstück auf der Basis eine Riley 2.5 Litres-Chassis vom Baseler Karosseriehersteller Walter Koeng gebaut. Das Design stand bei anderen Konstruktionen Pate, so zum Beispiel das Dach bei der späteren Chevrolet Corvette.

12/4 LYNX

Baujahr: 1936

Bild Riley 12/4 Lynx 1936 1

12/4 RACING SPORTS

Baujahr: 1936

Bild Riley 12/4 Racing Sports 1936 1

Laut Inhaberangaben ist das rote Fahrzeug ein Einzelstück. Vielleicht eine Einzel-Replica? Das blaue Fahrzeug wirkt nämlich authentischer, oder?

12/4 SPORT SPECIAL

Baujahr: 1935 - 1936

Bild Riley 12/4 Sport Special 1935 1

Das auf den Fotos 11 und 12 gezeigte Fahrzeug wurde 1936 als Kestrel-Ausführung gebaut. Ind en 1970er Jahren kaufte ein Engländer das Chassis, kürzte es und ließ eine Spezialkarosserie dafür bauen. Außerdem bekam de Motor damals eine Leistungssteigerung. Mit dem Wagen nahm er in den 1980er Jahren immer wieder an historischen Rennen in England teil. Später wurde der Wagen nach Deutschland verkauft, wo ihn 2014 der heutige Besitzer erwarb. (Quelle: Inhaberinformation Classic Days Schloss Dyck 2015)

1.5 LITRE

Baujahr: 1957 - 1965

1.5 LITRE KESTREL SALOON

Baujahr: 1935 - 1938

1.5 LITRE RMA

Baujahr: 1946 - 1952

Bild Riley 1.5 Litre RMA 1946-1952 1

1.5 LITRE RME

Baujahr: 1952 - 1955

Bild Riley 1.5 Litre RME 1952-1955 1

Der RME ist die Weiterentwicklung des während des Krieges heimlich entwickelten und deshalb bereits 1945 vorrgstellten RMA. Die Karosserie hat daher auch noch einen mit Blech überzogenen Holzrahmen. Das Design des gesamten Vorderwagens ist schon vor dem Zweiten Weltkrieg in enger Kooperation mit BMW entstanden und ähnelt deshalb etwas dem BMW 327. Parallele Stilelemente sind die geknickte Frontscheibe und die halb in deie Kotflügel eingelassenen Scheinwerfer.

16/4 BIG FOUR SPECIAL

Baujahr: 1936

Bild Riley 16/4 Big Four Special 1936 1

Der mit einem Hub von 120 mm sehr langhubige Vierzylinder-Motor des "Big Four" besticht durch ein hohes Drehmoment, hat aber noch seitengesteuerte Ventile, was seine Höchstdrehzahl auf 550 Touren begrenzt. Das gezeigte Fahrzeug ist ein sog. "Special" mit Bootsheck-Karosserie, der mit seinem Vorwahlgetriebe als "Drehmomentkönig" bei historischen Rennen wie dem AvD-Histo Cup gute Chancen hat. (Quelle: Inhaberinformation IAA Frankfurt 2015)

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang