banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

Rolls Royce

1903 baut der Ingenieur Henry Royce 3 Autos, die von seiner auf den Bau und Vertrieb von Elektroanlagen ausgerichteten Firma Royce Ltd. finanziert werden. Diese drei Prototypen namens Royce 10 begeistern mit Fahrverhalten und Qualität auf Anhieb, einer überstand die erste Probefahrt am 01. Aprol 1904 über eine 50 km lange Strecke ohne irgendwelche Probleme. Einer der Aktionäre von Royce Ltd. stellt daraufhin den Kontakt zwischen Henry Royce und dem Luxusautoverkäufer Charles Rolls her. Auch Rolls fährt einen der drei Wagen zur Probe und ist umgehend interessiert, weil er mit seinem bisherigen Deauville 10 HP sehr unzufrieden war. . Rolls und Royce gehen per Handschlag eine Partnerschaft ein: Rolls verkauft die Autos, die Royce baut.

Bis 1906 sollte es noch dauern, bis der erste Rolls Royce 40/50 HP zum Verkauf angeboten wurde. Die beiden Firmen der Namensgeber hatten in Manchester inzwischen zur Rolls Royce Ltd. fusioniert.

Doch das Warten der Kunden hatte sich gelohnt: Der in London präsentierte 40/50 HP und ab 1907 als "Silver Ghost" bezeichnete Wagen wurde gleich zum Markenzeichen des jungen Unternehmens und diente fast 20 Jahre weitestgehend als einziges Modell (in verschiedenen Ausführungen) von Rolls Royce – ab 1911 auch mit der berühmten Kühlerfigur „Spirit of Ecstasy“.

Die Kühlerfigur stellt eine Frau dar, für die Miss Eleanor Velasco Thornton dem Bildhauer Charles Sykes Modell gestanden haben soll. Im deutschsprachigen Raum wird sie „Emily“ genannt, ein Name, der für Eleanor Thornton nie gebraucht wurde.

Während des Ersten Weltkriegs entwickelte Rolls Royce dann sein zweites Standbein neben den seit dem Silver Ghost mancherorts als beste Autos der Welt geltenden Limousinen, von dennen bis 1928 6.173 Exemplare gebaut wurden: die Entwicklung und Produktion von Flugzeugmotoren. Der Ingenieur Royce, der eigentlich von seinen Produkten überzeugt hätte sein sollen, bestieg der Legende nach trotzdem nie ein Flugzeug. Verdenken kann man es ihm nicht, denn seinem Partner Rolls wurde die Liebe zum Fliegen 1910 zum Verhängnis, als er bei einem Umfall ums Leben kam. Als Sir Henry Roye 1933 starb, wurden die bis dahin auf dem Kühler in rot gezeigten Markenbuchstaben "RR" auf Neufahrzeugen nur noch in schwarzer Farbe abgebildet, um die Trauer über den Tod des Firmengründers auszudrücken.

Expansion zwischen den Weltkriegen

Der nachhaltige Erfolg des Unternehmens ebnete den Weg zur Expansion: 1919 wurde eine eigene US-Niederlassung in Springfield/Massachusetts gegründet, die seit 1923 auch eigene Autos herstellte. In erster Linie unterschieden sich diese von ihren englischen Verwandten allerdings lediglich durch die Seite des Lenkrades. 1931 wurde der bisherige Rivale Bentley übernommen, der durch die Weltwirtschaftskrise ins Straucheln gekommen war. Zwar wurden weiterhin getrennte Modelle angeboten, diese waren jedoch bis auf kleine Details nahezu identisch.

Im Rolls Royce Portfolio ersetzte der Phantom 40/50 HP den Silver Ghost als dominierende Produktlinie und half dem Unternehmen bei seiner Legendenbildung. Die wichtigste Verbesserung war ein neuer Reihen-Sechszylinder mit hängenden Ventilen, dessen Zylinder paarweise zusammengegossen waren und über abnehmbare Zylinderköpfe verfügten. Mit einer Bohrung von 107,9 mm und einem Hub von 139.7 mm hatte dieser Motor über 7.668 ccm und leistete 95 PS, womit bis zu 145 km/h möglich waren.

Erstmals in ein etwas schiefes Licht geriet der bis dahin makellose Markennamen 1971. Bedingt durch Probleme bei der Entwicklung eines Flugzeugsmotors musste man Konkurs anmelden. Um so eine Entwicklung nach der vorübergehenden Verstaatlichung zu verhindern, wurden Auto- und Flugzeugmotorenproduktion getrennt. 1980 wurde erst das Rüstungsunternehmen Vickers, 1998 nach einer Übernahmeschlacht mit VW schließlich BMW Besitzer der Autosparte. Bentley wurde als Teil der Übernahmemodalitäten dem VW-Konzern einverleibt.

Schon in wenigen Jahren wird sich daran aber wohl niemand mehr erinnern, was bleiben wird ist die Strahlkraft der Marke und des Namens Rolls Royce.

Modelle des Herstellers

20/25 HP

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP 1929-1936 1

Vorgänger: Rolls Royce 20 HP(1922-1929)

1929 löste der Rolls Royce 20/25 HP den "Twenty" ab und galt schon bald als einer der besten Rolls Royce. Er war relativ klein und wahrscheinlich der Zuverlässigste von allen bis dahin erschienenen Modellen. (Quelle: Technik Museum Speyer)

Die Gesamtzahl aller RR 20/25 HP in allen Karosserieformen betrug 3.827 Exemplare.

20/25 HP 4-D 6L SALOON MULLINER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP 4-D 6L Sal.Mulliner 1929-36 1

"4-D" in der Typenbezeichnung steht für "4 doors", "6L" für "6 (front) lights". "Mulliner" für den Karosseriebauer.

20/25 HP ALL WEATHER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP All Weather 1929-1936 1

20/25 HP BARKER-TICKFORD CABRIO-LIMOUSINE

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Bark.Tickf.Cab.lim.1929-36 1

Der Begriff "Cabrio-Limousine" wurde für Autos geprägt, die zwar ein aufklappbares Cabriolet-Verdeck hatten, trotzdem aber über einen zur Karosserie gehörenden Rahmen über den Seiten-Fenstern verfügten. Von manchen Fans wurden diese Typen nicht als "Voll-Cabriolet" anerkannt, da auch bei herunter gelassenen Seitenscheiben deren Rahmen stehen blieben.

20/25 HP DHC

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Convertible 1929-1936 10

20/25 HP DHC GRABER

Baujahr: 1932

Bild Rolls Royce 20/25 HP DHC Graber 1932 1

20/25 HP DHC MULLINER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP DHC Mulliner 1929-1936 1

20/25 HP LWB SPORTS SALOON HOOPER

Baujahr: 1929 - 1936

20/25 HP SALOON HOOPER

Baujahr: 1929 - 1936

Bild Rolls Royce 20/25 HP Saloon Hooper 1929-1936 1

1929 löste der Rolls Royce 20/25 HP den "Twenty" ab und galt schon bald als einer der ebsten Rolls Royce. Er war relativ klein und wahrscheinlich der Zuverlässigste von allen bis dahin erschienenen Modellen.

Die siebensitzige Aluminiumkarosserie dieses Modells stammt von Hooper. Das Chauffeurabteil ist mit schwarzem Leder ausgestattet, Fubnktionlität hatte Vorrang. Um so prunkvoller istd er Salon. Schwere Brokatstoffe und Vorhänge zeichneten den Innenraum für die Herrschaften aus. Ebenso gehörte die eingebaute Bar zu den Selbstverständlichkeiten für die exklusive Kundschaft dieser Zeit.

(Quelle: Technik Museum Speyer)

20 HP KASTENWAGEN PARK WARD
'Twenty'

Baujahr: 1922 - 1929

Bild Rolls Royce 20 HP Kastenw. Park Ward 1922-29 1

Dieser Rolls Royce "Twenty" wurde von der Karosseriebaufirma Park Ward zu einem Kastenwagen umgenaut. Ende der 1970er Jahre wurde er vom schweizer Modehaus Kofler übernommen und als Auslieferungsfahrzeug, später dann als Showobjekt genutzt. (Quelle: Technik Museum Sinsheim)

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang