banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

Triumph

Bereits 1886 gründete der Deutsche Siegfried Bettmann im englischen Coventry die Firma Triumph. Vom Handel mit Nähmaschinen und Fahrrädern über die Herstellung letzterer und von Motorrädern bis hin zur Produktion der ersten Autos dauerte es immerhin 37 Jahre. Doch schon ein Jahr später, 1924, gelang es Triumph mit einer spektakulären Neuerung für Aufsehen zu sorgen: Alle Räder des neu vorgestellten 13/35 wiesen Hydraulikbremsen aus – für die damalige Zeit ein erstaunliches Merkmal.

Diese Bremsen blieben dann aber auf Jahre hinaus die einzige technische Besonderheit der Triumph Autos. Die hochpreisigen Sportwagen beeindruckten mehr durch ihr Design. In den Vorkriegsjahren reichten die schönen Formen allerdings nicht mehr aus, um wirtschaftlich erfolgreich zu arbeiten. Der Verzicht auf Kleinwagen und der Verkauf der Fahrrad-Sparte erwiesen sich als Fehler, hätte man mit Einnahmen in diesen Segmenten doch eventuell ausgeglichene Bilanzen vorweisen können. Ohne diese Möglichkeit setzte Triumph ganz auf den Rennsport, um hier entsprechende Werbung machen zu können. Zwar gelangen einige bemerkenswerte Erfolge – für die Rettung war es allerdings zu spät. 1939 wurde Konkurs angemeldet.

Wiederbeginn oder Neuanfang?

Ab 1946 wurden dann wieder Triumph-Autos produziert. Die Standard Motor Company hatte zwei Jahre zuvor die Namensrechte erworben und stellte den 1800 „Town and County“ Saloon vor. Da die ehemalige Produktionsstätte von Triumph im Krieg jedoch völlig zerstört worden war, handelte es sich bei diesem Roadster letztlich um einen Standard im Triumph Mantel.

So sehr sich alte und neue Triumph auch voneinander unterschieden, in zweierlei Hinsichten blieb alles beim Alten: Triumph Sportwagen waren schnell und teuer. Standard versuchte mit seinem Triumph, dem Rivalen Jaguar Marktanteile abzunehmen, entsprechend exklusiv sollten die Autos dann eben auch sein. Dass sie nicht ganz so hochpreisig vermarktet wurden wie die Vehikel mit der berühmten Raubkatze, versteht sich von selbst. Den 1962 vorgestellten Triumph Spitfire als „Jaguar E-Type für Arme“ zu bezeichnen, war jedoch gleichermaßen falsch.

Ein Jahr bevor der Spitfire der Öffentlichkeit präsentiert wurde, holte auch die Firma Standard das Schicksal zahlreicher britischer Automarken ein, sie ging in der Leyland Gruppe auf.

1980 wurde der letzte Triumph produziert (der bis 1984 vertriebene Triumph Acclaim war ein in England montierter Honda), aber da die Hoffnung bekanntlich zuletzt stirbt, können Nostalgiker doch noch ein wenig träumen: BMW veräußerte bekanntlich 2000 nahezu den gesamten Bestand an britischen Marken- und Namensrechten, den die Münchener 1994 erworben hatten. Lediglich drei Namen behielt BMW: Mini, Riley und eben Triumph. Wäre ja auch schade um den siegbringenden Namen, den der Nürnberger Siegfried Bettmann vor mehr als 120 Jahren für sein Unternehmen wählte.

Modelle des Herstellers

1300

Baujahr: 1965 - 1970

1300 TC

Baujahr: 1966 - 1968

1500

Baujahr: 1970 - 1973

1800 ROADSTER

Baujahr: 1946 - 1948

Bild Triumph 1800 Roadster 1946-1948 1

Nachfolger: Triumph 2000 Roadster (ab 1948)

Diese Roadster-Serie war das erste Nachkriegsauto der Triumph-Motor Company. Die Karosserie bestand aus einem Eschenholz-Gestell mit Aluminiumverkleidung. Nur die vorderen Kotflügel waren aus Stahl, und das Fahrgestell wurde aus Stahlrohren zusammen geschweißt. (Quelle: Classic Remise Saisoneröffnung März 2014)

Die hinteren beiden Sitze sind sog. "Schwiegermuttersitze" unter der Heckklappe. Die Schwiegermutter ist vermutlich nur bei schönem Wetter mitgefahren, da das Cabriolet-Verdeck nur über die Frontsitze spannbar ist.

1800 TOWN & COUNTRY

Baujahr: 1946 - 1948

2000 MK I

Baujahr: 1963 - 1969

2000 MK I ESTATE

Baujahr: 1965 - 1969

2000 MK II

Baujahr: 1969 - 1977

2000 MK II ESTATE

Baujahr: 1969 - 1977

2000 ROADSTER

Baujahr: 1948 - 1949

Bild Triumph 2000 Roadster 1948-1949 13

Vorgänger: Triumph 1800 Roadster (1946-1948)

Diese Roadster-Serie war das erste Nachkriegsauto der Triumph-Motor Company. Die Karosserie bestand aus einem Eschenholz-Gestell mit Aluminiumverkleidung. Nur die vorderen Kotflügel waren aus Stahl, und das Fahrgestell wurde aus Stahlrohren zusammen geschweißt. (Quelle: Classic Remise Düsseldorf, Saisoneröffnung März 2014)

Die hinteren beiden Sitze sind sog. "Schwiegermuttersitze" unter der Heckklappe.

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang