banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

Wanderer

1885 gründeten Johann Baptist Winklhofer und Richard Adolf Jaenicke die „Chemnitzer Velociped-Depot Winklhofer & Jaenicke“. Diese begann erst mit der Wartung von Fahrrädern, entwickelte aber schon bald eigene Zweiräder und landete über die Produktion von Schreib- und Rechenmaschinen 1905 schließlich bei der Autoproduktion. Nach ersten Prototypen wurde 1911 Serienreife erreicht.

Der Name Wanderer leitete sich vom englischen Rover ab und wurde bereits zuvor in der Fahrradproduktion benutzt. Der Wanderer 5/12 PS Typ W1 war als Zweisitzer konstruiert, wobei Fahrer und Beifahrer hintereinander saßen. Der im Volksmund „Puppchen“ genannte Kleinwagen wurde in verschiedenen Weiterentwicklungen bis 1926 produziert. Ein Nachfolger wurde bei Ferdinand Porsche in Auftrag gegeben – dieses Projekt konnte zwar nicht realisiert werden, aber in gewisser Weise handelt es sich damit beim W1 um einen der Vorläufer zum Volkswagen.

1932 endete dann die eigenständige Automobilgeschichte von Wanderer. Gemeinsam mit anderen Deutschen Herstellern wie Horch, Audi oder DKW wird die Auto Union gegründet, unter deren Label bis 1941 weitere Wanderer produziert werden, danna ber kriegsbedingt eingestellt werden. Aus dieser Zeit erwähnt werden soll hier insbesondere das 2-türige Cabriolet des Wanderer W 24, von dem lediglich 300 Modelle produziert wurden. Der W24 wurde zwischen 1937 und 1940 produziert und war damit neben dem W26 und dem W23 eines der letzten produzierten Modelle.

Da lediglich die Automobilsparte in der Auto-Union aufging, hatte das Unternehmen Wanderer AG auch weiterhin Bestand und konzentrierte sich auf die Kernbereiche Fahrräder und Schreibmaschinen. In Westdeutschland wurde Wanderer nach dem Krieg in München neu gegründet und existiert noch bis 2009 als Finanzdienstleister. Für die unter dem Label Wanderer produzierten Fahrräder tritt man zudem als Lizenzgeber auf.

Modelle des Herstellers

NR. 2

Baujahr: 1904

Bild Wanderer Nr.2 1904 1

Vorgänger: Wanderer Nr. 1, von dem allerdings in den Jahren 1901/1902 nur das Fahrgestell bei Wanderer in Chemnitz gebaut wurde.

Der Wanderer Nr. 2 ist also das erste Fahrzeug, das komnplett bei Wanderer montiert wurde. Die karosserie kam von der Fa. Kühlstein. Der Wagen blieb jedoch ein Protoyp. Die serienmäßige Produktion nahm Wanderer erst 1911 mit dem Typ 5/12 auf, "Puppchen" genannt.

(Quelle: Verkehrsmuseum, Dresden)

Ab 1913 wurde "Puppchen" zum W8 5/15 PS weiter entwickelt und bis 1926 gebaut.

SROMLINIE SPEZIAL

Baujahr: 1938

Bild Wanderer Stromlinie Spezial 1938 1

Nach dem erfolgreichen Engagement im Grand-Prix Rennsport der 1930er Jahre nahm die Auto Union seit 1933 auch anseinerzeit beliebten Langstrecken- und Geländefahrten teil. Dafür wurden Audi, DKW, Horch und Wanderer Serienwagen mit speziellen karosserien für den sportlichen Einsatz ausgestattet.

1938 und 1939 beteuiligte sich die Auto Union an der Fernfahrt Lüttich - Rom - Lüttich. An den Start brachte sie drei zweisitzige Roadster mit Aluminiumkarosserie, die auf Wanderer-Technik basierten. Der von Ferdinand Porsche für Wanderer konstruierte 2-Liter-Sechszylinder-Leichtmetallmotor wurde dabei mit drei Vergasern auf eine Leistung von 60 PS gebracht. 1939, im zweiten Jahr der Teilnahme, konnte die Auto Union mit diesem Fahrzeug den Mannschaftspreis erringen.

(Quelle: AUDI AG, Techno Classica Essen 2014)

W 10/I 8/40 PS

Baujahr: 1925 - 1927

Der im Dezember 1925 erstmals vorgestellte Wanderer W 10/I war ein moderner Mittelklassewagen, dem alle Neuerungen der Automobiltechnik mitgegeben wurden.

W 10/II 8/40 PS

Baujahr: 1927 - 1928

Bild Wanderer W 10/II 8/40 PS 1

1927 erschien der W 10/II mit einem 40-PS-Vierzylinder-Motor.

W 10/IV

Baujahr: 1930 - 1932

Bild Wanderer W 10/IV 1930-1932 1

Die Stückzahl bezieht sich auf die gesamte Serie W 10/IV und alle Varianten (Limousine, Kombinationslimousine, Roadster und Gläser-Sportcabriolet). Die Limousine kostete im Jahr 1932 4.850 RM. Die Automobilproduktion bei Wanderer wurde 1941 kriegsbedingt eingestellt.(Quelle: Verkehrsmuseum Dresden)

W 15

Baujahr: 1932

Wanderer brachte in die Auto Union eine wertvolle Mitgift ein: Den von Ferdinand Porsche Anfang der 30er Jahre entwickelten Sechszylindermotor mit 1,7 und 2 Litern Hubraum.

W 21

Baujahr:

Der Motor wurde vom frisch gegründeten Konstruktionsbüro Ferdinand Porsches in Stuttgart entwickelt.

W 22

Baujahr: 1935

Der Motor wurde vom frisch gegründeten Konstruktionsbüro Ferdinand Porsches in Stuttgart entwickelt und auch im Audi Front eingesetzt.

W 23

Baujahr: 1937 - 1942

Bild Wanderer W 23 1

Die Stückzahl bezieht sich auf Limousinen und Cabriolets.

Der Wanderer W 23 zeigt die typischen Baukastenmerkmale innerhalb der Auto Union in den späten 1930er Jahren. Die Karosserien entsprachen ab der Windschutzscheibe exakt denen des Audi 920. Auch das Fahrgestell war in seinen konstruktiven Elementen mit denen des Audi identisch.

W 23 CABRIOLET

Baujahr: 1937 - 1942

Bild Wanderer W 23 Cabriolet 1937-1942 1

Wir danken Michael Meier, Köln, für das Foto Nr. 5 und Dieter Baumhoff, Köln, für die Fto Nr. 7 - 9!

Der Wanderer W 23 zeigt die typischen Baukastenmerkmale innerhalb der Auto Union in den späten 1930er Jahren. Die Karosserien entsprachen ab der Windschutzscheibe exakt denen des Audi 920 Cabriolet Gläser. Auch das Fahrgestell war in seinen konstruktiven Elementen mit denen des Audi identisch.

Katalogsuche

Detail-Suche

zum Seitenanfangzum Seitenanfang