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Wendax

Die Firma "Dr. Alpers Draisinenbau" wurde 1900 in Hamburg-Hammerbrok in der Wendenstrasse gegründet und stellte zunächst Draisinen her. Die von Karl Drais erfundenen, zunächst zweirädrigen und motorlosen Karren wurden später zu von Menschen- oder Motorkraft angetriebenen, vierrrädrigen Schienenfahrzeugen weiter entwickelt.

Ab 1930 wurde die Herstellung des "Wendax-Eilrad" aufgenommen, einem dreirädrigen Lasten-Moped mit einem Transportkasten auf der zweirädrigen Vorderachse. Der Name "Wendax" war an den Straßennnamen des Firmensitzes "Wendenstraßsse" angelehnt und führte später zu einer Auseinandersetzung mit dem Zahnpastahersteller "Blendax". der darin eine zu große Ähnlichkeit mit seiner Marke sah. 1949 folgte ein frontgetriebener Transporter mit 1,5 Tonnen Nutzlast und VW-Motor und der Roadster Aero WS 700. Da sich die 1950 erschienene Limousine WS 750 wegen schlechter Qualität und Verarbveitung nicht gegen die Konkurrenz von Mercedes und Opel durchsetzen konnte, begann der Niedergang, der 1951 zur Einstellung der Produktion und 1955 zur Schließung der Firma führte.

Modelle des Herstellers

AERO WS 700

Baujahr: 1947 - 1950

Im Frühjahr 1947 bestellte der Lübecker Prof. Möbius bei Wendax in Hamburg, die bis dahin nur Lasten-Dreiräder und Transporter gebaut hatten, ein offenes Auto, das mit einem 150 ccm-Motoradmotor von ILO bestückt sein sollte. Daraus entstand der Aero WS 700, dessen erstes Exemplar im Herbst 1947 fertiggestellt wurde.

EILDRAD

Baujahr: 1930 - 1951

Dreirädriges Liefer-Moped mit einem Transportkasten auf der zweirädrigen Vorderachse. Es war in Ausführungen für 2,5 und 4 Zentner erhältlich. Nach dem Krieg machte Dr. Alpers mit dem Wendax Lieferdreirad und einer Tragkraft von 125 kg erste Versuche, die Produktion wieder aufzunehmen. Dies mißlang, 1951 wurde die Herstellung beendet.

LIEFERDREIRAD

Baujahr: 1949

Bild Wendax Lieferdreirad 1949 1

In der entbehrungsreichen Nachkriegszeit waren die meisten LKW entweder zerstört oder durch die Siegermächte beschlagnahmt worden. Neue LKWs waren weder liefer- noch bezahlbar. Also produzierte die Draisinenbau Dr. Albers in Hamburg rund 20 dringend benötigte Vorderlader-Liefer-Dreiräder mit einem Triumph Doppelkolben-Motorradmotor. Sie dienten vor allem der Auslieferung von Kleinwaren wie Zeitungen, Brötchen usw..

Das gezeigte Fahrzeug ist vermutlich das letzte, noch erhaltene Exemplar.

(Quelle: Brermen Classic Motorshow 2014)

TRANSPORTER

Baujahr: 1949 - 1951

Frontantrieb, die Motoren waren überholte Gebrauchtmotoren aus VW-Kübelwagen des Afrika-Feldzuges, was zu eioner Klage-Androhung seitens Volkswagen führte. (Quelle: Aurobild Klassik 4/2012)

WS 750

Baujahr: 1950 - 1951

Der Motor kam von ILO, die Karosserie von Böbel in Laupheim bei Ulm.

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