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Zündapp

Fritz Neumeyer gründete 1917 mit finanzieller Unterstützung einiger Konzerne die Zünder- und Apparatebaugesellschaft Nürnberg. Nachdem anfangs Dampfmaschinen produziert wurden, startete Zündapp 1920 mit der Herstellung von Motorrädern. Diese waren neben Nähmaschinen bis 1984 der Schwerpunkt des Unternehmens.

Wie bei anderen Motorradherstellern dieser Zeit auch, wurde die Thematik Automobilproduktion immer wieder erörtert, aber nur zweimal konkret angegangen. Ende der 20er/Anfang der 30er Jahre wurden in Lizenz Rover-Kleinwagen hergestellt. Einmal Blut geleckt, wollte sich Zündapp in diesem Segment festsetzen und zeigte starkes Interesse am damals aufkeimenden Volkswagen-Projekt von Ferdinand Porsche. Letztlich wurde aber klar, dass Zündapp nicht über die nötigen Ressourcen verfügen würde. Damit war das Thema Auto für gut zwanzig Jahre beendet.

1956 sah man sich für die Serienproduktion gewappnet und stellte mit dem Janus ein durchaus interessantes Auto vor, welches mit seiner an der Front befestigten Tür ein unverwechselbares Merkmal aufwies. Die Kundschaft wunderte sich – und zog weiter zum nächsten Anbieter. Mit anderen Worten, der Markt folgte dem Konzept nicht, der Janus war ein wirtschaftlicher Misserfolg.

Dieser hallte noch einige Zeit nach und war wohl auch ein Mitgrund für den Abstieg des Unternehmens in den Folgejahren. Mit diversen Kooperationen versuchten die Nachfahren des Firmengründers das wirtschaftliche Überleben zu sichern. Bis 1984 gelang dies auch, aber dann waren Zündapp die Probleme über den Kopf gewachsen. Der Enkel Neumeyers, Dieter, musste die Zahlungsunfähigkeit erklären, Folge war ein Insolvenzverfahren und das Ende der Firma.

Modelle des Herstellers

JANUS 250
'Das rasende Trapez'

Baujahr: 1956 - 1958

Bild Zuendapp Janus 250 1956-1958 1

Das Auto hat seitlich keine Türen, sondern nur an der Front und am Heck horizontal öffnende, große Klappen und sieht deshalb von vorne und hinten fast gleich aus. Der Name soll deshalb an den doppelköpfigen, griechischen Gott erinnern. Durch die bei den Türen können die Passagiere die Sitzbänke erreichen, wobei die hintere Passagiere entgegen der Fahrtrichtung platziert sind.

Von der Seite betrachtet hat das Auto in etwa eine Trapez-Form, was ihm seinen Spitznamen verlieh.<(p>

TYP 12 PROTOTYP

Baujahr: 1932

Das Fahrzeug wurde vom frisch gegründeten Konstruktionsbüro Ferdinand Porsches in Stuttgart entwickelt und war mit seinem Heckmotor und rundlichen Karosserieformen ein Vorläufer des VW-Käfers. Er ging aber bei Zündapp nicht in Serie.

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