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09.07.2017

1. Schloss Bensberg Supersports Classics

Neues Konzept: alte, aber auch neue Sportwagen

Die bisherigen "Schloss Bensberg Classics" (SBC), die es von 2009 bis 2016, also immerhin 8 Jahre lang gab, wurden in diesem Jahr durch die "Schloss Bensberg Supersports Classics" ersetzt. Zu sehen waren alte, aber auch moderne Sportwagen. Zulassungskriterium war vor allem die 2-Türigkeit: "eine klassische Rallye nur für Sportwagen, in Kombination mit einem Concours, flankiert von einer exklusiven Sonderschau mit aktuellen Sportwagenmodellen."

Wir waren gespannt auf das, was uns erwartete!

Vorweg: Schloss Bensbrg bleibt Schloss Bensberg! Die unverwechselbare Schlossanlage hoch über den Dächern von Bensberg mit Blick durch das Einfahrtstor bis hin zum Kölner Dom ist einfach einmalig! Aber: es war natürlich alles ein wenig anders. Außer prachtvollen Vehikeln aus den 1930er Jahren wie dem Invicta 4.5 L von Felix Opheis oder einem Bently R-Type Continental Fastback Bj. 1954 mit Stefanie-Rose Bastock sah (und hörte!) man auch modernere Sportwagen wie den Ferrari Prototype Sbarro, der auf dem Genfer Automobilsalon von 2005 vorgestellt worden war. Der stand trotz leichten Regenschauern am Sonntag offen und etwas vereinsamt im Schlosshof, sein Fahrer Philippe Renault hatte sich offenbar irgendwo untergestellt und überließ das teure Stück ungeschützt den Regentropfen...

Die beiden Ford GT 40 Bj. 1968 von Christopher Stahl und Verena Janssen einerseits und Titus Dittmann andererseits lieferten sich mehrfach mit bei Vollgas aufheulenden Motoren ein Klang-Duell, sodass es den Gästen unter den Lauben des Restaurants fast das Mittagessen vom Teller gepustet hätte. Uns gefiel der Klang des Autos von Titus Dittmann, der einst das Skateboard in Deutchland bekannt machte, besser. Die Hersteller moderner Sportwagen wie BMW mit dem V6 (2014), Mercedes-Benz mit dem AMG GT-C-Roadster (2017), Porsche mit dem GT3 (2017) und eigentlich alle anderen bedeutenden Marken nutzen die Chance aber auch, um die neuesten Podukte ihrer Häuser vorzustellen. Dadurch entstand ein ganz gelungener Kontrast.

Aber der Reihe nach: das Barbecue am Freitag fand bei schönstem Wetter statt, und die Teilnehmer, die sich natürlich zum Teil von den SBC der Vorjahre kannten, genossen das Wiedersehen und Kennenlernen. Am Samstag hatte Petrus kein Nachsehen für die Rallye Historique: "Es hat nur einmal geregnet, aber das vom Anfang bis zum Ende" berichtete uns Jörg Viebahn, der zu den Siegern gehörte. Er war trotzdem begeistert, dass die Länge der Rallye auf knapp 300 kurvenreiche Kilometer ausgedehnt worden war und er mit seinem Porsche 356 "fast alle Kurven quer", aber heil absolvieren konnte. Seine beiden Töchter schlugen sich in einem blauen Porsche Targa ebenfalls hervorragend! Auch Klaus Ludwig hat es Spaß gemacht, obwohl er seine Platzierung mit "sicher nicht unter den ersten 50" einschätzte. Zum Trost genehmigte er sich nach der Rallye erst mal ein Glas Veuve Cliquot.

Diejenigen, die im "Vendôme" speisten, waren in prominenter Gesellschaft: Königin Sylvia von Schweden, die anlässlich der Hochzeit einer Nichte in Bensberg war, hatte sich das 3-Sterne-Restaurant ebenfalls ausgesucht.

Am Sonntag fand dann der Concours d'Élégance im Schlosshof statt. Die hochrangig besetzte Jury bestand aus Designer Martin Smith (Vorsitzender), Peter Bazille von der B&F Touring Garage in Troisdorf, Opel-Veredler Erich Bitter, ADAC-Oldtimer-Koordinator Jürgen Cüpper, Pirelli-Deutschland-Geschäftsführer und FIVA-Präsidiumsmitglied Frank Delesen, Scuderia-Colonia-Vorsitzender Hans-Joachim Droste, "Autozeitung" und "Classic Cars"-Chefredakteur Volker Koerdt, Tatort-Kommissar und Porsche-Cup-Pilot Richy Müller sowie Oldtimer-Gutachter Herbert Schulze. Martin Smith trafen wir am Montag zum Mittagessen bei Luciano in der Kölner Marzellenstraße wieder, wo er sich für die Weiterreise an die Cote d'Azur stärkte. Er nahm dafür aber nicht seinen Austin Healy 3000, den er derweil in einer sicheren Einzel-Garage abgestellt hatte, sondern das Flugzeug, erzählte er uns.

Die bisherige Übermacht der VW-Group rückte im neuen Konzept in den Hintergrund. Vermisst haben wir Gerd Kamps, der bei den SBC mit seinem Porsche Zentrum Bergisch Gladbach zu den treuen Sposoren zählte. Er hätte mit seiner Porsche-Targa-Flotte, die er bisher immer an den Start brachte, gut ins neue Konzept gepassst. Offenbar hatten die neuen Organisatoren versäumt, ihn anzusprechen.

Franz Althoff, Chef der Althoff Hotel Collection äußerte sich sehr zufrieden mit dem Konzeptionswechsel. Weniger Edel-Chrom und -Lack, dafür mehr Sportlichkeit, PS und Streckenkilometer tragen dazu bei, dass die SBSC sich gegenüber ähnlichen Veranstaltungen besser abgrenzen und sich ein eigenes Profil ersrbeiten können. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns auf 2018!

Gert Meyer-Jüres

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