banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

29.04.2014

2. Drive It Day des MAKK

Trotz regnerischem Wetter ein Riesenerfolg!

Das regenerische Wetter, das vor allem vormittags vielleicht manchen davon abgehalten hat, sich oder seinen Oldtimer zum Museum für Angewandte Kunst in Köln (MAKK) zu bewegen, konnte trotzdem nicht verhindern, dass ca. 10.000 Besucher die Präsentation von ca. 1.000 Fahrzeugen genossen haben. Hieran konnte auch die unverständliche Kritik des Metropolitankapitels (oh Gott!) des Kölner Doms, personifiziert durch den Domsyndikus Wolfgang Glöckner nichts ändern, der es als "respektlos" empfand, dass der Drive it-Day "vor dem Ende der Hauptzeit des 11-Uhr Gottesdienstes im Dom" begonnen hat. In welchem Zeitalter lebt der Mann??? Trotz seines Alters von gerade mal Anfang 60 wäre er wahrscheinlich besser zusammen mit Joachim Kardinal Meisner in Pension gegangen!

Da waren schon eher die Bendenken berechtigt, dass der Sonntags-Gottesdienst der Kroatischen Gemeinde in der neben dem Museum liegenden Minortitenkirche gestört werden könnte. Die Lautsärke der Kommentare zu den vor dem Museum vorgeführten Oldtimern wurde jedoch respektvoll in Grenzen gehalten. Petrus belohnte das dadurch, dass der Regen aufhörte, womit gleichzeitig wohl auch der Herrgott deutlich machte, dass er seinen Gläubigen auch außerkirchliche Freuden gönnt und die Innenstadt selbst sonntags eben nicht nur den Kirchen gehört!

Ab 10 Uhr konnten unter dem Motto "MINIMAL CARS" ca. 20 schon fast niedliche Kleinwagen aus der Nachkriegszeit bewundert werden, die rund um das Museum ausgestellt waren. Hierzu zählten ein Kleinschnittger F 125 Bj. 1951, dessen Besitzer aus Haan in seinem Roadster mangels funktionierendem Verdeck offen durch den Regen des frühen Morgens gekommen war. Da hatte es der Fahrer eines Meadows Frisky Convertible Sport aus dem Jahr 1958 schon besser, denn der hatte ein Verdeck und konnte es auch schließen, was wir übrigens erstmalig zu sehen bekommen haben. Das schlechte Wetter hatte also auch sein Gutes!

Eine von nur 15 gebauten BMW-Isetta Landaulet, bei der die Heckscheibe aus Kunststoff und herausnehmbar ist, war ebenso zu bewundern wie ein Gutbrod Superior 600 aus dem Jahr 1952. Immer wieder witzig anzusehen und deutlich zu hören ist auch der Abarth-Fiat Multipla der Initiatorin des Drive it-Day, der auch in diesem Jahr wieder Besuchern für Rundfahrten zur Verfügung stand.

Im Inneren des Museums war eine Leihgabe von Mercedes-Benz Classic, ein Silberpfeil W 196 aus dem Jahr 1954 ausgestellt. Da ein solches Auto im vergangenen Jahr für 21,8 Mio. Euro den Besitzer wechselte und der Typ damit der bisher teuerste Oldtimer überhaupt ist, wird verständlich, dass das Fahrzeug permanent bewacht und nur aus gebührendem Abstand zu betrachten war - Gott sei Dank jedoch ohne vor allem für Fotografen störende Seilabsperrung.

Ab 11 Uhr wurden die aus fast ganz Deutschland angereisten Oldtimer vorgeführt und von Oldtimerexperte Detlef Krehl kommentiert. Auch wenn sich ein Teil der Fahrzeug-Inhaber angemeldet und damit eine Vorbereitung möglich gemacht hatte, waren viele dabei, von denen Detlef Krehl vorher nichts wusste. Trotzdem konnte er wie schon vor 2 Jahren zu jedem Typ etwas Interessantes erzählen und überraschte von Neuem durch seine umfassende Kenntnis der Materie.

Das Mittags-Läuten der Dom-Glocken kam - vielleicht subjektiv empfunden - an diesem Tag besonders deutlich herüber zum Wallraf-Platz. Hat da vielleicht Domsyndicus Glöckner (nomen est omen!) besonders heftig an den Strippen gezogen? Doch auch das konnte Detlef Krehl nicht aus der Ruhe bringen...

Am besten gefiel uns das absolut seltene Fiat 1100 TV Coupe, welches das einzige, in Deutschland zugelassene ist. Aber auch ein Austin 30 Bj. 1955, ein Volvo PV445 Duett (1955-1960), ein MG Y Saloon (1947-1953), ein Rover 3.5 Liter P5B Coupe (1968-1975) und ein Opel 2 Liter Bj. 1934 waren neben vielen anderen Raritäten durchaus sehenswert. Ach ein Bruder des museumseigenen, von einem Bonner Gönner gestiftet und im Gebäude ausgestellten Mercedes-Benz 300 SL Flügeltürer fuhr über die Bühne.

Es war wieder ein schöner und ungewöhnlicher Tag, der sicher auch viele Besucher ins Museum gebracht hat, die es sonst nicht besuchen. Schade war nur, dass die bestellten Scheibenaufkleber des 2. Drive it-Day nicht zur Verfügung standen, weil sie nicht rechtzeitig geliefert wurden. Frau Dr. Breuer hat uns mitgeteilt, dass die Teilnehmer sich diese Aufkleber ab dem 05. Mai im Museum abholen können. Wir hoffen darauf, dass der Drive it-Day des MAKK noch viele Nachfolger bekommt und durch die Kombination von Kunst und Oldtimern den Leitgedanken unterstützt, dass Autos nicht nur Konsum-, sondern auch Kulturgüter sind.

Gert Meyer-Jüres

Kommentare (1)

John

Hey very cool blog!! Guy.. Beautiful.. Wonderful.. I will bookmark your website and take the feeds additionallyKI am satisfied to search out numerous useful information right here in the publish, we want develop more techniques on this regard.

von Smithd617 am 22.08.2014 um 04:42

Kommentieren Sie diesen Artikel.


Volltextsuche

Ihre Suche

Events

zum Seitenanfangzum Seitenanfang