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10.11.2009

2000 km durch Deutschland 2009, Teil 1

21. Oldtimer-Zuverlässigkeitsfahrt

Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein begleiteten den Auftakt zur diesjährigen Oldtimerrallye 2000 km durch Deutschland, der 21. Auflage dieser Klassiker-Zuverlässigkeitsfahrt. Unter dem Expo-Dach auf dem Gelände der Deutschen Messe in Hannover wurde der auch für Gaststarter offene Prolog am 4. Juli 2009 gestartet – rund 120 Fahrzeuge gingen auf den 63 Kilometer langen Rundkurs.

Internationales Starterfeld auf internationalem Kurs

Die Rallyeteilnehmer aus Deutschland, Neuseeland, Amerika, Belgien, Niederlande, Italien, Schweiz und Italien starteten am Sonntagmorgen zur deutschen Mille Miglia – mit der Startnummer 1: der Hispano Suiza H6 von Heidi Hetzer, Baujahr 1921. Über 50 weitere Motorräder und Autos sowie VW Busse und der 50 Jahre alte Setra-S9-Bus folgten. Nur einer zunächst nicht: Dieser Teilnehmer hatte im Roadbook versehentlich die Beschreibung des Prologs genutzt und bemerkte dies erst, als er wegen des Schützenfests in Hannovers Innenstadt steckenblieb. Man hetzte dann dem Feld hinterher. Nach gut 400 Kilometern Etap-penlänge war dann die Central Garage in Bad Homburg erreicht. Die Mannschaft des AvD hatte mit Reparaturen alle Hände voll zu tun, doch am nächsten Morgen konnten alle die Fahrt fortsetzen. Der vermeintliche kapitale Motorschaden an einem Porsche 356 erwies sich zum Glück nur als defekte Zündkerze. Durch den Spessart und das Taubertal führte die Strecke nach Künzelsau und über weitere herrliche Landsträßchen zum Tagesziel Ulm.

Der dritte Fahrtag führte ins Allgäu zur Mittagsrast nach Oberstaufen. Später traf das rollende Museum der 2000 km in Dornbirn beim Rolls-Royce-Museum ein. Am Abend wurde das Seeufer in Friedrichshafen erreicht. Zum zweiten Mal ins Ausland führte der Weg dann am vierten Tag: in die Schweiz. Die Fahrzeuge erreichten rund 1300 Höhenmeter, bevor es über Bregenz wieder zurück nach Friedrichshafen ging. Am Abend ein Highlight: Bootsfahrt auf dem perfekt restaurierten historischen Raddampfer Hohentwiel. An Bord gab es gute Stimmung, leckeres Essen und, wie jeden Abend, die Siegerehrung mit wertvollen Gutscheingeschenken für die Tagesbesten.

Am nächsten Morgen war eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf einer ehemaligen Bergrennstrecke zu absolvieren. Entlang am Rande des Schwarzwaldes ging es danach zur Oldtimersammlung Steim. Über Freudenstadt führte die Strecke weiter nach Tübingen zum Boxenstopp-Museum und schließlich ins Etappenziel Stuttgart. Am Freitag ging es durch das Neckartal nach Sinsheim und weiter nach Dreieichenhein zur Mittagspause zwischen schönen Fachwerkgebäuden. Ein weiterer Höhepunkt war die Durchfahrt durch die Sammlung klassischer Fahrzeuge im Opel-Werk. In Mainz besuchte der Tross die Redaktion Oldtimer Markt, dann rollte das Museum auf Rädern das Rheintal abwärts bis nach Bad Honnef. Dort spielte Jonny „Elvis“ Winter Livemusik. Der Fahrerverbindungsmann erhielt eine Ehrung für seine Arbeit, allerdings war dies mit einer Bedingung für den Tanzmuffel verknüpft: Er musste sich den Champagner ertanzen. Um seine weiblichen Fans nicht zu brüskieren, wählte er dann einen männlichen Tanzpartner. Der vorletzte Abend ist traditionell sehr hart – vor allem für die Leber: Bis morgens um 4 Uhr war Stimmung in der Bar, und der beliebte Magenbitter „Ramazotti“ ging zur Neige.

In Teil 2 geht es weiter...

Lars Döhmann

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