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18.12.2013

2013: 6,5 Mio. Old & Youngtimer in Deutschland

Umsatzvolumen für Wartung und Reparatur: Über 14 Mrd. Euro/Jahr!

Wer in Deutschland kann schon kontinuierliches Umsatz-Wachstum von 8 % in den letzten 5 Jahren vorweisen? Wovon viele Branchen nur träumen, ist im Markt für die Reparatur und Instandhaltung klassischer Fahrzeuge Wirklichkeit. Dabei wurden im Umsatzvolumen von über 14 Mrd. Euro/Jahr noch nicht einmal die Anschaffungskosten für die Fahrzeuge mitgerechnet, sondern nur "Ausgaben für Kfz-Versicherungen, Reifen, Felgen und angrenzende Produktbereiche wie etwa Kleidung, Automobilia oder die monatlichen Unterstellkosten und Ausgaben im touristischen Bereich." Dies berichtete Gerd Heinemann, Geschäftsführer der BBE Automotive GmbH, ^welche die Studie "Wirtschaftsfaktor Young- und Oldtimer" im Auftrag von VDA, VDIK, ZDK, Bosch, Vredestein, FSP (Partner von TÜV Rheinland), Württembergische Versicherung, Santander, dem Fachmagazin "Oldtimer Markt" und dem Automobilclub AvD erstellt hat. Die Altersgrenze für Youngtimer wurde dabei allerdings von 20 auf 15 Jahre reduziert, das Mindestalter für Oldtimer beträgt unverändert 30 Jahre. Die Zulieferwirtschaft für den Old- und Youngtimermarkt geht in den kommenden Jahren von weiterem Wachstum aus.

Aus der Studie wird laut Robert Rademacher, Präsident des ZDK (Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes) natürlich auch deutlich, dass klassische Fahrzeuge einen erhöhten Unterhaltsaufwand beanspruchen. Bei ca. 620.000 Oldtimern sind es durchschnittlich 5.300, bei ca. 1,94 Mio. "Freizeit-Youngtimern" 2.900 gegenüber 3,98 Mio. "Youngtimern, die täglich gefahren werden" mit 1.300 Euro/Jahr. Diese Werte stehen aber in einem gesunden Verhältnis zum Wert der Fahrzeugarten: die Oldtimer haben einen Durchschnittswert von 19.600 Euro, bei "Freizeit-Youngtimern" sind es durchschnittlich 11.400 Euro und bei "Youngtimern, die täglich gefahren werden", 2.050 Euro. Die durchschnittlichen Laufleistungen pro Jahr betragen in den drei Gruppen 2.600 bzw. 6.900 und 11.600 km.

Gerd Heinemann betonte: "Das Segment der Autofahrer, die ihren Youngtimer täglich nutzen, macht zwar 61 Prozent des Fahrzeugbestands aus, ihr Anteil an den Gesamtausgaben beträgt jedoch nur 37 Prozent. Fast zwei Drittel (63 Prozent) des Ausgabenvolumens tätigen die Besitzer der Oldtimer und Freizeit-Youngtimer: Sie betrachten ihr Auto mit leidenschaftlicher Emotionalität und begründen die Ausgaben als lohnenswerte Investition in ihr Lieblingshobby."

"Der Faszination klassischer Automobile könne sich niemand entziehen", so ZDK-Präsident Rademacher. "Das erlebt man jedes Jahr bei den zahlreichen Oldtimer-Rallyes und Ausfahrten im Frühjahr und Sommer, das erlebt man auf den Fachmessen, und das spiegeln die Aktivitäten der Markenclubs und der Hersteller mit ihren faszinierenden Museen wider."

Diese Investitionen werden belohnt, wie man am DOX erkennt: der von Classic Data entwickelte "Deutscher Oldtimer Index" stieg von 1999 (=100) auf über 170 Punkte in 2013, während der DAX (Deutscher Aktienindex) im gleichen Zeitraum auf 80 Punkte fiel. Auch das beweist: Oldtimer sind eine durchaus attraktive Geldanlage, die außer Wertzuwachs auch sehr viel Spaß bringen kann!

Quelle: VDA Pressemitteilung v. 16.12.2013

Gert Meyer-Jüres

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