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23.07.2015

7. Schloss Bensberg Classics

Chrom und Lack zum Träumen

Die 7. Schloss Bensberg Classics waren wieder vom Wetter verwöhnt: der Freitag und die Rallye Hisrorique am Samstag fanden bei herrlichem Sommerwetter statt, und auch der Concours d'Élégance am Sonntag wurde nur von einem kurzen, aber erfrischenden Nieselregen begleitet.

Die VW Group hat ihre Schatzkiste weit geöffnet: ein offener Laurin & Klement 110 aus dem Jahr 1925 und verschiedene Skodas waren im Park hinter dem Schloss ausgestellt, auch ein DKW 3=6 Monza Coupe (1956-1958), ein Audi Malzoni GT von 1956 und ein Wanderer W25 Cabriolet waren dabei. Alles Autos, die man - wenn überhaupt - nur sehr selten zu sehen bekommt.

Der Freitag wird mehr und mehr zu einem Stelldichein für Prominenz aus dem Renn- und Schauspielbusiness. Neben Jacky Ickx und "Striezel" Stuck waren u.a. die Schauspieler Charly Hübner, Heribert Kraup, Axel Pape und Erol Sander anwesend. Die meisten von ihnen nahmen auch in Fahrzeugen des VW-Konzerns an der Rallye Historique teil.

Wir waren sehr gespannt, wie sich der Mittagsstopp gestalten würde, nachdem ja Schloss Lehrbach dafür leider nicht mehr zur Verfügung stand, da die Althoff-Gruppe die Bewirtschaftung zum 31.12.2014 aufgegeben hatte. Zum Glück konnten wir feststellen, dass der Garten von Schloss Ehreshoven in Engelskirchen durchaus ebenbürtig ist und mit seinen weiß gedeckten Tischen und einem im Freien aufgebauten Buffet einen tollen Rahmen bot.

Nachdem VW ja nicht mehr nur die Schloss Bensberg Classics, sondern als Hauptsponsor auch die Classic Days auf Schloss Dyck fördert, gab es im vergangenen Jahr Gerüchte, dass sich Bensberg auf den Concours und Dyck auf das Rennen konzentrieren sollten, um die Sponsoren-Kosten in Grenzen zu halten. Erfreulicherweise sind diese Pläne inzwischen ad acta gelegt, wie uns ein für die Organisation zuständiger VW-Manager versicherte. Man habe erkannt, dass beide Events eigentlich nicht miteinander zu vergleichen sind und deshalb beide ihre Daseinsberechtigung haben und auch behalten sollen.

Am Concours d'Élégance am Sonntag nahmen wieder Raritäten teil, welche die Reise nach Bensberg schon allein lohnend machen, z. B. ein Astro-Daimler ADR Bergmeister von 1932, ein Bentley Speed Six Blue Train von 1930, ein Goliath Sport GP 700 S Coupé von 1953, ein Lancia Flaminia Loraymo Coupé von 1960 oder ein Opel Admiral Sport Cabriolet aus dem Jahre 1938. Selbst der Ghia 16.4, der einmal Dean Martin gehörte, hatte den Weg nach Bensberg gefunden. Allerdings scheint der Hauptsponsor, die VW-Group, zunehmend Einfluss auf die Platzvergabe zu nehmen: Der Inhaber eines Lancia Astura Cabriolets Bj. 1939 berichtete, er sei schon telefonisch informiert worden, dass sein Fahrzeug von der Jury prämiert werden sollte. Dann sei aber plötzlich festgelegt worden, dass ein konzernfremdes Fahrzeug doch besser einem aus dem VW-Konzern weichen sollte, und er sei letztendlich leer ausgegangen... Wenn das stimmt, entwickelt sich hier eine sehr bedenkliche Tendenz, die dem Event insgesamt sehr schaden dürfte. Frei erfunden ist aber offenbar das Gerücht, dass es 2016 keine Schloss Bensberg Classics mehr geben würde. Der Organisator Andreas Schmitt zu diesem Thema: "Ich bin derjenige, der seit 2009 zuständig ist für die Schloss Bensberg Classics. So ist es auch für 2016."

Fazit: Alles in Allem hat derjenige, der nicht da war, viel Schönes und Seltenes verpasst!

Gert Meyer-Jüres

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