banner AvD
Banner des AVD - Automobilclub von Deutschland

29.01.2010

Mit dem Oldtimer in Kapstadt

Unterwegs zum Kap der Guten Hoffnung auf der Garden Route

Luxus und ein Hauch von Abenteuer in Südafrika. Mit Oldtimern von Port Elizabeth auf der Garden Route westwärts in die Kap-Region und nach Kapstadt.

Luxus und ein Hauch von Abenteuer – wo sonst findet man diese unwiderstehliche Kombination als in Südafrika. Mit Oldtimern geht die Reise von der Küstenmetropole Port Elizabeth auf der Garden Route westwärts in die Kap-Region und nach Kapstadt.

Gleich hinter dem tiefblauen Ozean erheben sich stets die gezackten Berge, über die atemberaubende Pässe führen: der berühmte Swartberg Pass, Outeniqua oder die Seven Passes Road. Und so ist es nie weit vom weißen Traumstrand zur Weinprobe auf Weingütern der Spitzenklasse, zur Safari mit den >Big Five<, zu kolonialen Prachtbauten oder rustikalen Herbergen mit so zauberhaften Namen wie >Zauberberg Cottage<. Eine Genussreise auf vier Rädern – ob im edlen Cadillac mit Chauffeur, im zweisitzigen Alfa Spider-Flitzer oder ganz studentisch-nostalgisch im VW-Käfer aus den Sixties.

Wir nehmen den Austin, blitzeblank gewienert, selbstverständlich ein Cabrio. Rund tausend Kilometer liegen vor uns. Die schönsten Abschnitte der immergrünen Garden Route befinden sich zwischen Plettenberg Bay und Mossel Bay (wo man in die viel besungene Outeniqa Choo Tjoe-Dampflok umsteigen kann). Immer wieder verlockt bei Pausen ein Bad im Indischen Ozean, etwa an Plettenbergs weitem Strand. Unterwegs wird der Austin für kurze Zeit mit dem Jeep getauscht für einen Abstecher in tropische Nationalparks oder Game Parks mit Giraffen, schwarz-weißen Impalas, Elefanten, Nashörner und Geparden.

Es ist nur ein Wildkatzensprung in die beliebte Lagunenstadt und Touristenmetropole Knysna, die >Perle der Garden Route<: Trekkingstiefel oder Radlerhose, Golfschläger oder Fernglas fürs Whalewatching - hier hat man schon beim Kofferpacken die Qual der Wahl. Aber was spricht gegen eine Wanderung in den Urwäldern oder entlang der Steilküste, wenn am Abend das kleine Schwarze auf dem Sunset-Segeltörn bei Champagner und frischen Austern zur Geltung kommt!

Auf historischen Spuren wandelt man an der Küste in Mossel Bay, wo Bartolomeu Diaz anno 1488 erstmals südafrikanischen Boden betrat. Diaz wagte als erster die Seeroute um das Kap, an seiner Seite Bartolomeu Columbus (der Bruder des Großen Admirals). Im Seefahrer-Museum steht der originalgetreue Nachbau seiner verschollenen Karavelle, die in der tosenden See vor der Südspitze Afrikas gegen die heranrollende Wucht des Atlantiks kämpfte.

Endlich Kapstadt – die Metropole bietet für jeden Geschmack das Richtige: Sehen und Gesehenwerden entlang der Waterfront mit ihren Boutiquen, Bars und schicken Lokalen. Wandern auf dem herrlichen 1.086 Meter hohen Tafelberg oder ein bisschen politische Bildung auf der Gefängnisinsel Robben Island, wo Nelson Mandela 27 Jahre als politischer Gefangener verbrachte.

Die Kap-Halbinsel hinter Kapstadt ragt einer riesigen Kralle gleich ins Meer und ist der Höhepunkt einer Südafrika-Reise mit der >schönsten Küstenstraße der Welt<: Spektakulär schlängelt sich der Chapman´s Peak Drive (derzeit leider wieder gesperrt) zehn Kilometer um die Steilküste entlang der Hout Bay und sorgt hinter jeder seiner 114 Kurven für Atemstillstand angesichts der Szenerie mit bis zu 620 Meter hohen von der Gischt umtosten Klippen. Während der Wind durchs Haar weht, möchte man pausenlos auf die Bremse treten und Fotos schießen. Aber schön vorsichtig und immer schön links fahren! So geht es weiter bis Cape Point, wo die Halbinsel nach 57 Kilometern in einer wild-zerklüfteten Spitze endet. Bei Kommetjie am Ende der Kap-Peninsula erhebt sich unübersehbar der >Slangkop<-Leuchtturm von Peter Dennett, der Besuchern gerne sein privates Havarie-Museum zeigt.

Die berühmte Landzunge am Kap der Guten Hoffnung ist übrigens gar nicht die südlichste Spitze Afrikas. Am circa 150 Kilometer südöstlich gelegenen Cape Agulhas liegt - nachweisbar mit Infrarot-Fotos! - die Stelle, wo Atlantischer und Indischer Ozean aufeinander prallen und der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents: 34°50´58".

Info:

Bei Motor Classic kostet ein >Oldtimer-Paket< ca. 4000 € p.P. (ca. eine Woche, 1.200 km, Unterkunft der gehobenen Kategorie mit Halbpension), Wagen gibt es pro Tag ab ca. 120 € aufwärts (www.motorclassic.co.za).

Garden Route (N 2) und N 62:

1.000-1.500 Kilometer, Fahrtzeit auf der N 2 ca. eine Woche. Beim Rückweg oder als Alternative zur Garden Route verläuft die >Route 62< landeinwärts hinter den Bergen: mitten durch die Kleine Karoo-Halbwüste, die durch die küstennahen Langeberge begrenzt werden, in die Straußenkapitale in Oudtshoorn mit den Cango Caves, eine der schönsten Tropfsteinhöhlen der Welt, die Portweinmetropole Calitzdorp und das malerische Montagu mit seinen Heißen Quellen.

Alternativen für das Kap und den Chapman´s Peak Drive (CPD):

Falls die CPD-Küstenstraße aufs Kap weiterhin gesperrt ist, gelangt man über die M 4 (Simon's Town) oder die M 65 (Scarborough) auf die Kap-Halbinsel. Die Küstenstrasse östlich von Kapstadt von Somerset West über Gordons und Bettys Bay nach Hermanus ist ebenfalls atemberaubend.

Literaturtipp:

Nelson Mandela: Der lange Weg zur Freiheit (Fischer TB): 860 Seiten aus dem bewegten Leben des großen Politikers und Staatsmannes - lesenswert, packend und visionär.

Info:

South African Tourism, Friedensstraße 6-10, 60311 Frankfurt/Main, Tel. 069-929 12 90, Fax 28 09 50, www.southafricantourism.de, www.satour.de.

Internet:

www.kapstadt.de

www.kapstadt-guide.de

www.kapstadt-ferienhaus.de

www.gocapetown.co.za

www.chapmanspeakdrive.co.za

(alle Fotos © Martina Miethig, es gelten die AGB´s auf der Website von Martina Miethig: www.martina-miethig.com)

Martina Miethig

Kommentieren Sie diesen Artikel.


Volltextsuche

Ihre Suche

Events

zum Seitenanfangzum Seitenanfang