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25.05.2010

Auf ins Bayerische Venedig

Wir starten den Tag nach einem gemütlichen Frühstück im Hotel Parkschlössl zu Thyrnau und machen uns auf den Weg zu unserer heutigen Rundtour durch den bayrischen Wald. Diese wird uns am Nachmittag nach Passau führen. Von Thyrnau aus wäre die Dreiflüssestadt Passau zwar auch in wenigen Minuten zu erreichen, die zauberhafte Landschaft lässt uns jedoch einen großen Bogen fahren.

Dieser führt uns über Büchlberg und Hutthurm durch eine von Landwirtschaft geprägte Gegend. Inmitten eines Ozeans von Feldern und Wäldern begegnen uns die einzelnen Ortschaften praktisch wie Inseln. Perlesreut, Saldenburg und Schöfweg heißen die Stationen, bevor die Landschaft zunehmend bergiger und der Wald immer dichter wird und wir nach ca. 80 km idyllischer Fahrt Schöllnach erreichen. An den Flanken des Brotjacklriegels (1016 Meter ü NN), dem Hausberg der alten Marktstadt, blitzen mitten im dichten Wald immer wieder bunte Bergwiesen auf. Dabei flankieren kleine Bäche, die artenreiche Quellmoore speisen, unseren Weg. In Hofkirchen erblicken wir dann den größten der drei Flüsse, der Passau seinen Spitznamen gegeben hat - die majestätische Donau.

Unser weiterer Weg führt uns parallel zur Donau an Windorf vorbei nach Otterskirchen. Nach einem kleinen Schlenker über Ruderting erreichen wir schließlich Passau, wo wir parken, uns die Beine ausschütteln und uns voller Vorfreude in eine Stadt begeben, die mit Recht als bayrisches Venedig bezeichnet wird.

Passau verzaubert

Die alte Bischofsstadt liegt am Ufer dreier Flüsse. Die blaue Donau, der grüne Inn und die schwarze Ilz bilden ein farbenfrohes Wasserspiel, das sich sowohl ganz nah am Ufer, aber noch eindrucksvoller vom höchsten Punkt der Stadt, der Veste Oberhaus, bewundern lässt. In der mittelalterlichen Burg ist das Oberhausmuseum untergebracht, das sich mit der Geschichte Passaus und Bayerns beschäftigt. Die Archtektur Passaus ist ansonsten vom Barock geprägt: Italienische Meister des 17. Jahrhunderts schufen malerische Plätze, romantische Flusspromenaden und verwinkelte Gassen. Nach einem gemütlichen Rundgang durch die zauberhafte Altstadt ist unser nächstes Ziel der Dom St. Stephan. Wie die drei Flüsse präsentiert sich auch St. Stephan mit seinen beeindruckenden Fresken äußert farbenfroh. Doch auch die Ohren sind vom vollen Klang entzückt, wenn die größte Domorgel der Welt erklingt.

Satirisches Kellerschmankerl

Abschließen wollen wir unseren Passau-Ausflug mit einem guten Essen und dazu wählen wir das Scharfrichterhaus. In diesem schon recht alten, aber gut erhaltenen Bau präsentiert uns die Stadt Passau ein weiteres Schmankerl: die Kombination von bitterböser Satire und Kabarett mit einer herausragenden Küche begeistert prompt und hat in den einladenden Kehlergewölben des Scharfrichterhauses eine Heimat gefunden.

Da es inzwischen schon recht spät geworden ist, überlegen wir, ob wir den Rest der Tour verkürzen und direkt in unser Hotel nach Thyrnau zurückkehren wollen. Wir besinnen uns aber eines Besseren, legen noch die restlichen ca. 40 km über Obernzell zurück, und kehren bei schon einsetzender Dämmerung ins Parkschlössl zurück.

Fazit: Auf knapp 170 km führt uns diese Tour die Schönheit des südöstlichen Bayrischen Walds vor. Der Aufenthalt in Passau setzt einen kulturellen städtischen Kontrapunkt zur romantischen Landschaft. Die Fahrt im Oldtimer durch die dichten Wälder, weiten Wiesen und ruhigen Städtchen lohnt sich aber nicht nur für Romantiker, sondern wird jeden Oldtimerfahrer begeistern.

Ihre Tour auf einen Blick:

Michael Wahl

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