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09.02.2015

Bremen Classic Motor Show 2015

Eine Oldtimer-Messe mausert sich!

Die Bremen Classic Motor Show ist auf einem guten Weg, sich als die Oldtimermesse Norddeutschlands zu etablieren. Die Besucherzahl erreichte mit 44.750 zwar nicht ganz den Vorjahreswert von über 45.000, aber die Zahl der Aussteller hat von 600 in 2014 auf 650 zugenommen. Insgesamt machte die BCMS einen etwas geordneteren und übersichtlicheren Eindruck als noch im Vorjahr. Die Besucher kamen vor allem aus Norddeutschland und den nördlichen Nachbarstaaten, die Mittel, West- und Süddeutschen kommen wohl lieber auf die regional näher liegenden und größeren Messen in Stuttgart und Essen.

In den 8 Hallen (von denen allerdings nur die Hallen 5 und 6 PKW-Oldtimer beinhalteten) waren vor allem die 6 Sonderschauen interessant, in denen stilbildende Traumautos, Motorroller der 1950er und 1960er Jahre, seltene historische GT-Wagen derselben Epoche sowie handverlesene Youngtimer zu sehen waren. So waren ein Fiat 8V und ein Alfa Romeo 2000 Sportiva mit einer Karosserie von Bertone, beide Baujahr 1954 und ein Fiat Boano Giannini 1100 TV Sport Coupe von 1956 selten anzutreffende Exponate.

In Bremen findet man tatsächlich immer wieder Einzelstücke, die man sonst (fast) noch nie zu sehen bekommen hat:
- ein Adler Trumpf Junior Sport von 1935
- ein Aero 18 Cabriolet (1933-1934)
- ein EMW 327/2 Cabriolet (1952-1954)
- ein Funktionsmuster des Trabant P 50 aus 1954 oder
- ein Goliath GP 700 E Kombi von 1954.

Sehr viel Mühe gab man sich auch in diesem Jahr mit Kuriositäten: So war ein Mercedes-Benz Strich 8 ausgestellt, auf den ein Baum gefallen war, ebenso ein Messerschmitt-Kabinenroller, der einem Brand zum Opfer gefallen war.

Viele Hallen waren wieder von Ersatzteil-Anbietern belegt. Dieser Bereich ist in Bremen stärker vertreten als bei den anderen Oldtimermessen, die nicht spezielle Ersatzteil-Messen sind.

Die BCMS lohnt sich vor allem für Besucher aus den nördlichen Bundesländern und Nachbarstaaten, denn der Weg zur Retro Classics oder Techno Classica zu weit ist. Wir sind auf die Entwicklung im nächsten Jahr gespannt!

Gert Meyer-Jüres

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