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17.04.2013

Die weltweit größte Oldtimer-Messe hatte Jubiläum

25. Techno Classica 2013

Zum 25. Mal begeisterte die Techno-Classica in der Messe Essen unter dem Motto „Share the Passion“ Besucher, Händler und Hersteller aus der ganzen Welt mit ihrer automobilen Vielfalt. Die Leidenschaft für historische Fahrzeuge und die hohe Anerkennung klassischer Automobile als Wertanlagen spiegelten sich in sehr guten Verkaufsresultaten. Tatsächlich prangte schon am Samstag auf sehr vielen Fahrzeugen der Hinweis "Verkauft", was für durchweg zufriedene Gesichter sorgt. Die Erwartungen der Händler – so die einhellige Meinung – wurden weit übertroffen. Insgesamt 1.250 Aussteller aus über 30 Nationen präsentierten in den ausgebuchten Hallen und im Freigelände ihr umfassendes Angebot an Oldtimern, Classic- & Prestige-Automobilen, Motorsport, Motorrädern, Ersatzteilen und Restaurierung. 193.400 Besucher – 6 Prozent mehr als im Vorjahr - reisten aus ganz Europa, aber auch aus Asien, Russland, Südamerika, Kanada und den USA an und bestätigten die Bedeutung der Messe als international wichtigstes Kontakt- und Handelszentrum.

Noch immer sind Klassische Automobile eine gute Geldanlage; um durchschnittlich 4,2 Prozent stieg die Wertentwicklung historischer Kraftfahrzeuge im vergangenen Jahr. Wichtig ist ein deutlich erkennbarer Trend: sehr gut bis gut erhaltene, noch nicht resaturierte Oldtimer mit etwas Patina werden höher bewertet als von Grund auf restaurierte, "wie neu" erscheinende Fahrzeuge. Erstmalig hat ein Porsche-Besitzer, dessen gutes Stück von einem Restaurateur "kaputt-restauriert" wurde, gerichtlich einen Schadenersatzanspruch wegen Zerstörung der Patina seines Fahrzeuges zugesprochen bekommen.

Natürlich hat man bei einem Scheunenfund meist keine andere Wahl, als das, was davon übrig ist, zu zerlegen und alle schadhaften oder verlorenen Teile durch meist neue zu ersetzen. Es gibt aber Tendenzen, für die ohnehin kostspielige Restaurierung zum Beispiel für die Sitzbezüge Materialien zu verwenden, die aus der entsprechenden Zeit stammen. Auch ein verchromter Kühler muss nicht so glänzen, wie es heute möglich ist, sondern sollte möglichst genau so aussehen, wie es zu Zeiten seiner Entstehung üblich war. Das ist zwar teurer, steigert den Wert des Oldtimers aber noch einmal erheblich.

A propos Scheunenfund: Auf dem Mercedes-Stand war ein blau-matallic 600 zu sehen, der schon in seinem bisherigen Leben 32 Jahre lang nicht bewegt wurde. Einmal stand er 20 Jahre, ein anderes Mal 12 Jahre lang, weil sein Düsseldorfer Besitzer ihn warum und vor wem auch immer vesteckt hatte. Nun war erschön restauriert und wurde mit einer für sein Alter überraschend niedrigen Laufleistung zum Kauf angeboten. Und er fand auch einen neuen Eigentümer, der aber angeblich das Schicksal des Fahrzeugs nicht ändern wollte: der 600 soll weiterhin nur selten fahren, ansonsten aber als Teil einer Sammlung vor allem stehen. Dieses Auto ist also weniger als "Fahrzeug", sondern eher als "Stehzeug" einzustufen!

Anton Leon Franssen, Geschäftsführer des Veranstalters S.I.H.A.: „Der Markt für Young- und Oldtimer wächst seit zehn Jahren stetig und wird es auch in Zukunft tun. Es geht schließlich um die Leidenschaft für historische Fahrzeuge, ihre Originalität und die wunderschönen Details.“ Und Eduard Michel Franssen, Veranstalter S.I.H.A., ergänzt: „Außerdem erkennen immer mehr Länder die Bedeutung des automobilen Kulturgutes. Das eröffnet den Händlern und auch der Techno-Classica neue Perspektiven in Ländern wie zum Beispiel China, Brasilien oder Indien. Immer mehr Kunden aus Übersee, von Südamerika bis Asien, kommen als Käufer zur Techno-Classica.

Mit 25 Fahrzeugmarken präsentierten sich so viele Hersteller wie nie zuvor auf der Techno-Classica. Viele von ihnen brachten ganze Ahnenreihen mit zur Messe und stellten aktuelle Modelle historischen Fahrzeugen gegenüber. Besondere Fahrzeuge ehrte die Techno-Classica im „Concours d’Élégance“- Wettbewerb. Als „Best of Show“ der Messe wurde ein Ferrari Tubo Scocca von 1951 ausgezeichnet, von dem weltweit nur zwei Exemplare gebaut wurden.

Überhaupt waren Einzelstücke, die an Seltenheit nicht zu überbieten sind, zahlreich vorhanden, vor allem auf dem Stand des Messeveranstalters SIHA in Halle 6. Hierzu zählte aber auch ein Bentley Coupe, dessen Besitzer sich trotz bei einer Coys-Auktion gebotenen 300.000 Euro nicht von seinem Fahrzeug trennen wollte. Da diese Raritäten selten zu sehen sind, haben wir unsere Fotostrecke auch in diesem Jahr wieder darauf konzentriert.

Einen großen Beitrag für den hohen Stellenwert und das positive Bild von historischen Fahrzeugen leisten die zahlreichen Oldtimer-Clubs. Rund 230 von ihnen präsentierten sich und ihre Aktivitäten meist aufwändig und fantasievoll in der Messe Essen.

Die nächste Techno-Classica findet vom 26. (Happy View Day) bis zum 30. März 2014 in der Messe Essen statt.

Quelle: SIHA-Information

Gert Meyer-Jüres

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