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30.03.2010

Fahrt durch die Ardennen

Gleich durch zwei Länder führt uns diese Tour. Wir brechen in aller Frühe von unserem Hotel im belgischen Burg-Reuland auf und machen uns über die N62 auf den Weg nach St. Vith, welches wir nach 14 km erreichen. Vor uns liegen nun rund 60 km durch eine Ardennenlandschaft, die sich hier eher von ihrer hügeligen, grünen Seite zeigt. Die welligen Ausläufer des hohen Venn eignen sich gut zum Einrollen für die Tour durch das deutsch-belgische Grenzgebiet.

Hinter Sourbrodt nähern wir uns langsam der Grenze und steuern auf deutschem Gebiet Monschau an, wo wir uns ein wenig die Füße vertreten. Das malerische Städtchen verfügt über jede Menge Charme und auch einige Sehenswürdigkeiten wie das rote Haus, einem Museum, welches die Wohnkultur des 18. bzw. 19. Jahrhunderts zum Gegenstand hat. Unser Ausflugsziel ist allerdings Hellenthal, und so begeben wir uns wieder in unsere Autos, um die verbliebenen 30 km zurückzulegen.

Das Reich der Greifvögel

In Hellenthal ist der Olefstausee unser erstes Ziel. Von der alten Staumauer aus scheint der See zunächst nicht allzu groß. Die wirkliche Ausdehnung des Stausees wird aber erst hinter einer nicht gut einsehbaren Biegung deutlich. Erst von hier hat man einen eindrucksvollen Blick auf den gesamten, idyllisch gelegenen See. Ein wunderschönes, völlig unbebautes und von Wäldern umgebenes Seeufer lädt zu einem Spaziergang ein, auch wenn eine komplette Runde um den Olefstausee zu weit für den heutigen Tag erscheint.

Jenseits des Olefstausees nehmen wir den Anstieg zum örtlichen Wildgehege in Angriff. Hierbei soll angemerkt sein, dass 60 PS schon vorhanden sein sollten, sonst könnte der Motor doch ein wenig überhitzen. Im oberhalb des Stausees gelegenen Tierpark findet sich neben einer großen Anzahl an heimischen Wildtieren auch eine spektakuläre Greifvogelschau. Die Symbiose, die diese mächtigen Vögel mit der beeindruckenden Natur eingehen, ist atemberaubend und führt zu reihenweise offenen Mündern bei jung und alt. Ein kleines Mittagessen im angeschlossenen Restaurant rundet unseren Besuch in Hellenthal ab.

Wunderbar klare Luft

Durch zahlreiche kleine Eifelorte führt uns nun unser Rückweg nach Belgien, und wir stellen fest, dass man in dieser Gegend eigentlich mit dem Cabrio unterwegs sein sollte. Die wundervolle, klare Luft lässt das Atmen zum Ereignis werden. Die verbleibenden 100 km strecken wir daher auf drei Stunden und kommen erst am Abend wieder in unserem Hotel in Belgien an.

Fazit: Die gut 200 km lange Tour ist ein eindrückliches Erlebnis. Ausgehend von den herrlich zu fahrenden Hügeln der Ardennen entwickelt sich die Fahrt zu einem Tagestripp, den man mit allen Sinnen genießen kann. Insbesondere die zweite Hälfte der Tour durch verschlafene Eifeldörfer zurück nach Burg-Reuland wird uns lange in Erinnerung bleiben.

Ihre Tour auf einen Blick:

Michael Wahl

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