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26.10.2009

Gestern - Heute - Morgan, Teil 2

In Teil 1 unseres Morgan-Portraits wurde die Entstehungsgeschichte der Firma und der Bau der ersten Threewheeler beschrieben. In Teil 2 können Sie nun erfahren, wie die Entwicklung des ersten vierrädrigen Autos verlief.

Ab 1934 kam als „Volkswagen“ ein Vierzylinder-Ford mit ganzen 10 PS ergänzend hinzu. Diese sogenannte Baureihe F mit größerer Karosserie ist der Vorgänger der vierrädrigen Morgan, die als Zweisitzer, Viersitzer und in einer Sportversion produziert wurden. Etwa ab 1936 baute man den im Dreirad verwendeten Coventry-Climax-Vierzylinder auch in Vierrad-Fahrgestelle ein, die ab 1938 durch den 1267ccm-Standard-Motor aus Coventry ergänzt wurden - der klassische Morgan war geboren. Trotzdem baute man das Dreirad weiter - der letzte originale Morgan-Threewheeler wurde erst 1952 produziert. Und weil die Threewheeler so bekannt waren, spielte die Bezeichnung 4 für Vierrad seitdem bei Morgan eine ganz wichtige Rolle, sie grenzte die „richtigen Autos“ von den Dreirädern ab, die ersten Modelle heißen folglich 4 - 4, Vierzylinder mit vier Rädern.

Die Grundlage ist immer gleich: auf einem Z-förmigen Stahlrahmen sitzt ein Eschenholzrahmen, der nach alter Stellmacherkunst entweder mit Stahl- oder Aluminiumblechen beplankt ist. Motor und Getriebe können je nach Baujahr und Ausführung variieren. Man unterscheidet die frühen Modelle leicht durch die flache Kühlermaske, den „flat-radiator“, und die geteilte vordere Stoßstange. Ab etwa 1955 gab es die portalförmige Kühleröffnung mit den gebogenen Rundstäben, die heute noch Kennzeichen aller Morgan-Modelle sind, allerdings zunächst wegen des hoch bauenden Kühlers noch unter einer höheren Verkleidung.

Firma bleibt in Familienbesitz

Nach dem Tod des Firmengründers im Jahre 1959 übernahm dessen Sohn Peter die Geschäftsführung und blieb den traditionellen Prinzipien treu. Als Peter Morgan am 20. Oktober 2003 verstarb übernahm sein Sohn Charles das Unternehmen, dessen Geschicke er schon seit 1999 leitete.

Der Vierzylinder-Morgan wurde mit vielfältigen Motoren gebaut, es soll sogar Varianten mit FIAT-Technik geben. Hauptsächlich aber kamen britische Ford oder Triumph-Motoren in Kombination mit unterschiedlichen Getrieben und Achsen zum Einsatz, um die Wagen den jeweiligen Märkten und gesetzlichen Bestimmungen anzupassen.

Neben dem klassischen Roadster, der nur Einsteck-Seitenfenster und ein leichtes Verdeck besitzt, gab es von 1938 bis 1968 das sog. Drophead-Coupé. Die Briten wollen mit dieser Bezeichnung (abgekürzt DHC) deutlich machen, dass man sowohl völlig geschlossen, als auch mit geöffneten Seitenfenstern und natürlich auch ganz offen fahren kann. Typisch ist die mit einem starren Scheibenrahmen versehene Windschutzscheibe, das fest am Aufbau montierte klappbare Verdeck, Türen mit festen Scheibenrahmen und Schiebefenster. Auf Basis der Viersitzers wurde sogar 52 Exemplare als DHC gebaut.

In Teil 3 geht es weiter...

Johannes Hübner

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