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04.01.2010

Mit dem Oldtimer durch den Schwarzwald

Vom Hotel Vier-Jahreszeiten in Schluchsee aus starten wir unsere Tour durch den Hochschwarzwald. Der größte See im Schwarzwald ist Namensgeber für die malerisch gelegene Gemeinde, die heute unser Start- und Zielort ist. Die erste Etappe führt uns über die B 500 sowie die K 6555 bzw. K 6566 knapp 40 km südöstlich durch den Südschwarzwälder Naturpark bis nach Weilheim.

Die Fahrt durch das Auf- und Ab des Hochschwarzwaldes führt uns eine beeindruckende Landschaft vor Augen. Vom Schluchsee (930 m über NN) aus führt unser Weg durch das bergige Hochland mit seinen luftigen Höhen und tiefgrünen Tälern mit rauschenden Bächen. An den Hängen kann man die Entstehungsgeschichte dieser atemberaubenden Landschaft an den unterschiedlichen Gesteinsschichten ablesen. Nach 20 weiteren km auf der B 500 erreichen wir Waldshut-Tiengen, welches uns mit seiner malerischen Innenstadt zu einem kleinen Spaziergang und einer Tasse Kaffe einlädt. Die nächsten 30 km führen uns parallel zur Deutsch-Schweizer Grenze durch das dichte Grün des Waldes bis zu dem kleinen Örtchen Albbruck, von wo aus wir uns wieder nordwestlich wenden. Nach gut 20 km sind wir wieder fast am Schluchsee angelangt, halten allerdings in Sankt Blasien, von wo aus wir uns später westlich in Richtung französische Grenze halten werden, um erst am Ende unserer Ausfahrt an den Schluchsee zurückzukehren.

Kultur und Erholung im Schwarzwald

In Sankt Blasien machen wir Station, um uns den Dom St. Blasius in Ruhe anzuschauen. Der Kuppelbau wurde dem berühmten Petersdom nachempfunden. Das beeindruckende Gotteshaus gilt als die größte Kuppelkirche nördlich der Alpen. Neben der beeindruckenden Architektur lädt Sankt Blasien aber auch zu einem künstlerischen Spaziergang im Skulpturengarten ein. Geschnitzte Holzskulpturen bringen Stimmungen und Eindrücke internationaler Künstler zum Ausdruck. Über die Jahre hat sich Sankt Blasien zu einem Mekka der Holzbildhauerei entwickelt. Überall in der Stadt, aber besonders im Skulpturengarten, zeugen zahlreiche Skulpturen von diesem Kunsthandwerk.

Diese Impressionen im Gepäck, begeben wir uns auf den Weg in das 45 km entfernte Schopfenheim. Von dort aus sind es noch knapp 40 km bis Badenweiler, wo wir einkehren werden.

Das Panorama-Restaurant im Grandhotel Römerbad zu Badenweiler ist uns wärmstens empfohlen worden, und in der Tat wurden wir hier über die Maßen verwöhnt. Überhaupt versteht sich Badenweiler auf Verwöhnen und Erholung. Badenweiler ist Kurort und hat einen idyllischen Park rund um die Therme anzubieten. Das Römerbad selbst sieht sich dieser Tradition ebenfalls verpflichtet und bietet eine breite Palette an entspannenden Angeboten. Nach kurzer Rast verlassen wir diese Oase der Ruhe nicht ganz ohne den Wunsch, doch noch ein bisschen länger zu verweilen.

Rückweg mit spektakulärem Ausblick

Knapp 40 km trennen uns noch von unserer letzten Station, dem Belchen. Der Belchen liegt in der Nähe des Örtchens Präg und ist mit seinen 1.414 Meter über NN der vierthöchste Berg des Schwarzwaldes. Der Name Belchen stammt von den Kelten und bedeutet so viel wie „der Strahlende“. Auch die Kelten schienen schon die atemberaubende Aussicht von dort oben genossen zu haben, die sich nun auch uns bietet: Vom Belchen aus reicht der Blick über das gesamte südliche Oberrheintal und bei klarer Sicht kann man biss zu den Westalpen blicken. Von dort oben fahren wir die letzten 30 km durch die ruhige Abendstimmung des Schwarzwaldes zurück nach Schluchsse.

Fazit: Vom Fahrersitz aus hat sich der Hochschwarzwald uns von seiner schönsten Seite gezeigt. Natur pur haben wir nicht nur beim Fahren, sondern auch während der ruhigen Spaziergänge erleben dürfen. Ruhe und Entspannung zeichnete auch den Aufenthalt im Kurort Badenweiler aus. Auf jedem der 265 Kilometer schien die Zeit ein bisschen langsamer zu verrinnen. Ein Gefühl, wie es schöner für eine Sonntagsfahrt nicht sein kann.

Ihre Tour auf einen Blick:

Michael Wahl

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