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15.06.2011

Mutters Benz

Inge Meysel und Ihr Mercedes 250 CE

Wenn Werner Vermeegen seinen Benz aus der Garage holt, dann denkt er an Mutter. Weniger seine leibliche Mutter als an die „Mutter der Nation“: Inge Meysel.

Vor 41 Jahren schenkte sich die Schauspielerin das 250 CE/8 Coupé zum 60. Geburtstag. Kostenpunkt 1970: Rund 20 000 Mark.

Zwei Dinge machen den Oldtimer interessant: Auf der Motorhaube ist eine bronzene Eidechse verschraubt - der Glücksbringer der Meysel - und das Coupé ist als 6-Sitzer zugelassen. Ein kleines Zusatzkissen kommt zwischen die Vordersitze und schafft so Platz für drei Personen vorne... Die Lenkradschaltung machte das möglich.

Ausgestattet ist der Wagen mit allem, was Anfang der 70er Jahre Stand der Technik war: Elektrische Fensterheber und ein ebenso ausgestattetes Schiebedach, Leder und ein Becker- Radio - mit Tasten zum Drücken. Unter der Haube surrt ein 6-Zylinder mit 2470 ccm. Die Leistung von 150 PS beschleunigte auf 190 Sachen.

23 Jahre lang hat Inge Meysel den Wagen gefahren. Im Alter von 83 übergab sie den Mercedes ihrer Ärztin mit der Auflage, sie zu chauffieren, wenn sie einmal mobil sein wollte. Drei Jahre später ging das Fahrzeug nach Ratzeburg und wechselte dort nochmals den Eigner. Dieser meldete den Wagen ab und restaurierte ihn komplett. Heute wird dem 250 CE die Zustandsnote 1 zugesprochen.

Werner Vermeegen „stolperte“ im Internet über das Fahrzeug und kaufte den Wagen sofort.

„WL-JM 1“ war des erste Kennzeichen das der Wagen trug, als Inge Meisel noch selbst fuhr. Damals gab es für Kennzeichen noch kein „I“, deshalb entschied sich die Mimin für ein „J“.

Im November 1968 wurde der Mercedes- Benz 250 CE der Presse vorgestellt. Die Bezeichnung Mercedes-Benz /8 resultiert aus dem Vorstellungsjahr 1968. Bis zur Windschutzscheibe unterschieden sich Limousine und Coupé in der Karosserieform nicht, sondern bauten auf ein und derselben Plattform auf.

Und die Eidechse? Inge Meysel kam nach einem erfolgreichen Dreh aus dem Studio, und auf ihrem /8 sonnte sich eine Echse. Die Schauspielerin war entzückt und deklarierte fortan Echsen zu ihren Glücksbringern. Um das zu unterstreichen ließ sie kurzum eine Bronze-Echse auf dem Blech verschrauben.

Quelle: duerener.info

Heute steht Mutters Benz zum Verkauf. Er wird wohl einer Pagode weichen.

Wer Kontakt zum Eigentümer aufnehmen möchte, kann sich an AHG-Mosel GmbH in Enkirch wenden.

Alexander Müller

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