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28.03.2011

Oldtimer & Leasing

Ein taugliches Modell?

Rund 80 % aller Neufahrzeuge werden heutzutage von den Kunden über Haus- und Herstellerbanken finanziert oder geleast. Dabei gerät gerade das Leasing in all seinen verschiedenen Varianten bei den Privatkunden oft in Verruf. Zu Recht? Inzwischen gibt es immer mehr Dienstleister, welche Leasing auch für Oldtimer anbieten.

"Nur Bares ist Wahres" hat es einmal geheißen. Gründe, sein neues Auto jedoch nicht gleich bar und auf einen Schlag zu bezahlen, gibt es viele. Und Alternativen dazu sowieso. Sie heißen zumeist Leasing oder Finanzierung. Man mag darüber denken wie man will, alles hat nun mal seine Vor- und seine Nachteile.

Noch relativ jung ist das große Angebot von Dienstleistern, welche sich mit Leasing von Oldtimern beschäftigen. Der Markt ist groß! Das Thema Oldtimer erfreut sich stetig wachsender Beliebtheit, und immer mehr Fahrzeuge erreichen ein Alter, welches das historische Kennzeichen ermöglicht.

Herkömmliches Leasing bietet Vorteile wie unverminderte Liquidität, Bilanzneutralität, Planungssicherheit und Auschlussmöglichkeit des Verwertungsrisikos. Deshalb werden so viele Firmenwagen geleast.

Die Leasingraten für Fahrzeuge berechnen sich nach der Laufzeit und der Wertdifferenz zwischen Übernahme und Rückgabe. Genau hier liegen die Vorteile des Leasings bei Oldtimern, denn der kalkulatorische Wertverlust bei Oldtimern ist wesentlich geringer als bei Neuwagen.
Meist erfahren Oldtimer sogar nicht nur keinen Wertverlust, sondern oft sogar einen Wertzuwachs. Diesen Effekt lassen die Leasing-Firmen bei der Berechnung der Leasingrate außer Ansatz, denn bei Vertragsabschluss kann noch niemand wissen, wie der Wert des Fahrzeugs bei Ende der Laufzeit sein wird. Durch geschicktes Verhandeln lässt sich aber eine Option zur Übernahme des Fahrzeugs am Ende der Vertragslaufzeit zu dem vorher angesetzten Restwert vereinbaren. Liegt der tatsächliche Marktwert am Laufzeitende darüber, kann man durch die Übernahme ein gutes Geschäft machen. Es kommt also bei der Auswahl des Oldtimers auch auf dessen Wertsteigerungspotenzial an, wenn man außer dem Spaß am Auto auch Spaß an den Gewinnmöglichkeiten haben will.

Ein anderer Vorteil ist die 1%-Regelung zur Bemessung des sogenannten geldwerten Vorteils, der bei Firmenwagen mit privater Nutzung zu versteuern ist. Als Bemessungsgrundlage wird der Brutto-Listenneupreis angesetzt, Restaurierungskosten werden nicht berücksichtigt. Der Listenpreis ist im Vergleich zu Neuwagen bei einem über 30 Jahre alten Auto natürlich häufig schwindend gering. Allerings warnt Steuerberater Rainer Gansen aus Köln-Braunsfeld: "Das funktioniert nur, wenn dem Nutzer nicht neben dem Oldtimer noch ein weiterer, moderner Firmenwagen zur Verfügung steht. Denn dann wird das Finanzamt vorzugsweise dieses teurere Auto bei der Bemessung des geldwerten Vorteils zugrunde legen."

Welche Erfahrungen haben Sie mit Oldtimerleasing gemacht? Gab es Probleme am Ende der Laufzeit, oder waren Sie vollends zufrieden und können diese Zahlungsart weiterempfehlen? Schreiben Sie uns an info@classi-car.de oder antworten Sie direkt durch einen Kommentar auf diesen Beitrag. Herzlichen Dank und allzeit gute Fahrt!

Ihr

Alexander Müller

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