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09.02.2014

PROTOTYP Hamburg-HafenCity

Viel mehr als ein Automuseum: "Personen. Kraft. Wagen."

Das PROTOTYP in der Hamburger HafenCity ist eine gelungene Mischung aus allem, was mit dem Auto zu tun hat: geniale Ingenieure und Konstrukteure leistungsstarker Motoren, formschöne Sport- und Rennwagen bedeutender Karosserie-Designer und waghalsige Rennfahrer werden in Exponaten, Beschreibungen und ausführlichen Filmen in einem renovierten, historischen Fabrikgebäude eindrucksvoll präsentiert. Nicht alle Exponate sind Prototypen - das Museum versteht sich dagegen selbst als Protoyp!

Copyright Foto 1: Automuseum Prototyp, Hamburg, alle anderen classi-car

Die beiden Oldtimerfans Dipl.-Ing. Thomas König und Dipl.-Kfm. Oliver Schmidt haben seit 2008 auf der Basis ihrer bis dahin privaten Sammlung eine Ausstellung von Renn- und Sportwagen, frühen Porsche-Konstruktionen, Eigenbauten und Rekordfahrzeuge der frühen Nachkriegszeit aufgebaut. Rund 2.500 qm über drei Ebenen bieten ausreichenden Platz für ca. 50 Exponate, Schautafeln zu ihrer Geschichte und eine Vielzahl an dazugehörigen Gebrauchsgegenständen aus der jeweiligen Zeit.

Besonders gut gefallen haben uns das Modell eines BMW K4 Jg. 1940 (Foto Nr. 2) von Prof. Wunibald Kamm . Der betrieb an der Universität Stuttgart das FKFS (Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart), entwarf und testete Stromlinien-Karosserien für mehrere Hersteller wie Adler, BMW oder Hanomag. Ein Borgward 1500 Sportcoupe Bj. 1954 (Foto Nr. 3) zeigt mit seiner einmaligen, etwas wie ein Alfa Romeo anmutenden Schönheit, wie schade der Untergang von Borgward war . Ein Dannenhauer & Strauss Spezial VW-Cabriolet von 1953 (Foto Nr. 4) sieht vorne wie ein Porsche und hinten wie ein Käfer-Cariolet dieser Zeit aus. Ein Denzel 1500 S aus dem Jahr 1954 (Foto Nr. 5) zeigt einen der vielen gelungenen Versuche, auf VW-Käfer-Basis sportliche Coupés oder Cabriolets zu bauen . Vom Hanomag Sturm Bj. 1936 (Foto Nr. 6) ist wiederum ein Modell von Prof. Kamm zu sehen. Der Monoposto MA01 von Mathé (Foto Nr. 7) mit einem Porsche-Motor ist als "Fetzenflieger" bekannt geworden. Zwei Porsche 356 pre A, ein Coupé und ein Cabriolet (Foto Nr. 8), die 1950 noch in Gmünd in Österreich gebaut wurden, zeugen von den ersten Anfängen dieses Erfolgsmodells. Ein viersitziger Porsche 754 "T7" Prototyp (Foto Nr. 9) mit Design von Ferdinand Alexander Porsche und seinem Team war die Basis des späteren 911ers. Der Denzel WD Sport aus dem Jahr 1949 (Foto Nr. 10) wurde ebenfalls auf VW-Käfer Chassis gebaut, genau so wie ein VW Papler 18 A aus 1951 (Foto Nr. 11), welcher der Polizei diente. Schon futuristisch wirkt dagegen der NSU-Weltrekordwagen aus 1951 (Foto Nr. 12). Dies stellt jedoch nur eine kleine Auswahl der Exponate im Prototyp dar.

Für themenbezogene Sonderausstellungen -wie von 11/2013 bis 03/2014 die zum 50. Jubiläum des Porsche 911- ist eine eigene Etage reserviert, außerdem können auch Privatpersonen oder Firmen weitere Räume in auto-durchtränkter Atmosphäre für individuelle Veranstaltungen wie Geburtstage oder Jubiläen buchen.

Wer noch nicht da war, hat etwas verpasst und sollte sich das "Prototyp" bald auf seine Agenda schreiben!

Weitere Informationen unter www.prototyp-hamburg.de

Gert Meyer-Jüres

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