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10.12.2017

Retro Classics Cologne

Toller Start!

Endlich eine Oldtimermesse in Köln, es wurde aber auch wirklich Zeit, denn im Großraum Köln gibt es schon lange eine starke Oldtimer-Szene. Um so verwunderlicher, dass es so lange gedauert hat, bis sich die Kölner Messe endlich auch für dieses Thema interessierte. Zarte Fühler waren schon seit ein paar Jahren während der "Cologne Fine Art" ausgestreckt worden, auf der immer auch ein paar ausgesuchte Oldtimer gezeigt wurden. Vielleicht ist aufgefallen, dass Kunst-Interessierte sich auch an diesen Sammlerstücken ausgiebig erfreuten. Jedenfalls lag der Gedanke nahe, parallel zur CoFA eine Oldtimermesse stattfinden zu lassen. Damit konnten sowohl Oldtimerfans nebenbei ein bisschen Kunst schnuppern als auch Kunst-Investoren ein neues Betätigungsfeld finden. Die Kombination beider Messen war jedenfalls eine gute Idee!

Über die Messe als solche ist bereits hinreichend berichtet worden. Wir konzentrieren uns deshalb auf ein paar Themen aus dem Messe-Umfeld.

Noch ein weiteres Ereignis befügelte die Kölner Messepläne: im alten Flughafengelände "Butzweiler Hof" hat "Motorworld" einen neuen Standort gefunden und baut diesen zu einem Ausstellungsgelände mit gläsernen Garagen, Restaurierungs-Gewerbe- und Gasronomiebetrieben um. "Motorworld" war deshalb auf der Retro Classics Cologne mit einem großen Stand vertreten. Die Gesellschafter Prof. Dr. Christian Genzow und Werner Krupp, Präsident des Allgemeinen Schnauferl-Clubs (ASC)e.V. Rheinland waren vor Ort und informierten über den Start, der für Frühjahr 2018 vorgesehen ist.

FORD Köln nutze die Chance, außer Fahrzeugen von Club-Mitgliedern auch werkseigene Schätzchen auf einem großen Stand zu zeigen und so die Bedeutung der Marke für den Kölner Raum gerauszustellen. Die umfangreiche Geschichte von Köln für die Entwicklung des Automobils ist weitgehend unbekannt: dass FORD und DEUTZ hier ansässig sind weiß natürlich jeder, aber auch der Otto-Motor wurde in Köln von Nicolaus August Otto erfunden, Ettore Bugatti, August Horch, Wilhelm Maybach, Gottlieb Daimler und Carl Benz haben hier gearbeitet, Citroen und Toyota Deutschland haben bzw. hatten ihren Sitz in Köln! Zahlreiche Motorradhersteller und Sonderkarosseriebauer wie Deutsch waren hier aktiv. Der ASC-Präsident Werner Krupp sagte während der Pressekonferenz: "Köln ist die Mutter aller Autostädte", was allerdings beim Rennfahrer Jochen Mass und dem Stuttgarter Restro-Classics-GF Karl Ulrich Herrmann ein Schmunzeln hervorrief.

Außer Oldtimern wurden aber auch unter dem Motto "Neo Classics" modernere Fahrzeuge gezeigt. Auch die neuzeitliche Tendenz zu Fahrzeugen mit Elektroantrieb war durch den "Microlino", eine schweizer Weiterewicklung des BMW-Isetta-Designs präsent. Und auch die Gründer der neuen App "fuelish.de" waren mit einem Stand vertreten und konnten sich über großes Imteresse freuen. Es gab also für alle etwas zu sehen, und der von der Kölner Bezirksregierung veranstaltete Rummel über die Öffnung am Sonntag (Volkstrauertag) sorgte zusätzlich für die Bekanntmachung der Messe. Wir sind sicher, dass die 5-jährige Testphase der Retro Classics Cologne zu einer bleibenden Einrichtung führen wird.

Dr. Carl-Wilhelm Freischem

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