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27.04.2015

Techno Classica 2015

Fast alle Rekorde gebrochen!

190.000 Besucher, 1.250 Aussteller (auch aus Nord- und Südamerika sowie China), 25 Hersteller-Marken, über 2.500 Fahrzeug-Angebote, 220 Clubs (dazu gehörte auch "querlenker", der erste schwule Oldtimerclub Deutschlands!): Alles, was in der Oldtimer-Szene Rang und Namen hat, traf sich wieder in Essen, um andere Enthusiasten und Experten zu treffen, sehr seltene Autos zu sehen - und oft genug auch zu kaufen. Von einem kleinen Seat Panda, der im Herbst 1982 Papst Johannes Paul II während seines Spanien-Besuches als Papamobil diente bis zum Alfa Romeo, mit dem Benito Mussolini und seine langjährige Freundin Carletta Petacci im April 1945 zu fliehen versuchten, waren sehr, sehr viele, ausgesprochen seltene Stücke und Kuriositäten zu sehen.

Erstmalig stand unter der Halle 1 die Halle 1 A zur Verfügung, in welcher der "Top Salon Exclusiv" mit auserlesenen Sammlerautomobilen stattfand. Hier war auch unser Favorit, ein schwarzer Ferrari 212 Inter 2+2 Convertible Bj. 1952 zu sehen. Über den Preis für dieses sehr seltene Auto, von dem nur 3 Stück gebaut wurden und das einem zurückgezogen lebenden Sammler gehört, war nur zu erfahren, dass er mit einer "3" beginnen sollte. Und es ist zu vermuten, dass es sich nicht um eine 6-stellige, sondern um eine 7-stellige Zahl handelt.

Mit der Halle 1 A wurde aber auch die Ausstellungsfläche von bisher 120.000 m² erweitert. Wohl auch, um Stuttgart (2015: 120.000 m²) zu übertrumpfen? Stuttgart hat die Zahl der Aussteller mit 1.500 angegeben und liegt damit 2015 höher als Essen (1.250). Die Behauptung, die Retro Classics sei die "größte Oldtimermesse Europas" trifft also nur auf die Aussteller-Anzahl zu. Nach allen anderen Kriterien hat Essen sich als "größte Oldtimermesse weltweit" (und damit natürlich auch Europas) behauptet. Aber es kommt ja auch nicht nur auf die Masse, sondern auch auf die Klasse an, und diesebzüglich hat die Retro Classics durchaus keine Nachteile!

Schade ist nach wie vor, dass die Hallenordnung in Essen sehr unübersichtlich ist. Vielleicht sollte man überlegen, die Hallen einmal neu durchzunummerieren, damit man sich einfacher merken kann, wo man schon war und wo noch nicht.

Bei der Preisentwicklung war wieder nichts vom Platzen einer Blase zu hören. Im Gegenteil: sie bewegten sich munter weiter aufwärts! Das ist natürlich auch darauf zurückzuführen, dass man bei den Banken kaum noch Ertrag für seine Geldanlagen bekommt und deshalb alternative Anlagearten wie Immobilien Kunst, Antiquitäten und eben auch Oldtimer sucht - und auch findet. Ein gut erhaltenes VW Käfer-Cabriolet kann inzwischen gut und gerne 30.000 Euro, ein Mercedes 280 SE 3.5 Cabriolet (W 111) auch schon 600.000 Euro kosten, wenn es nicht ein ursprüngliches Coupé, das zum Cabriolet umgebaut wurde, ist. Schon gegen 11 Uhr, also 3 Stunden vor dem offiziellen Beginn des Preview-Tages hingen an einigen Ausstellungsstücken "Verkauft"-Schilder. Wir sind wie immer gespannt, wo die Reise bis zum nächsten Jahr hingeht. Die nächste Techno Classica findet vom 09. bis 12.03.2016 in Essen statt.

Gert Meyer-Jüres

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