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27.11.2012

Verwirrung um den echten Mercedes-Benz 500 K von König Ghazi I. des Irak

Original oder Nachbau? 500 oder 540 K?

Lange Zeit hieß es, der im Technik Museum in Speyer ausgestellte und hier abgebildete, silberne Mercedes-Benz sei eine Einzelanfertigung für Ghazi I., den damaligen König des Irak. Er bestieg den irakischen Thron am 08.09.1933 im Alter von 21 Jahren, regierte aber nur knapp sechs Jahre, da er am 04.04.1939 bei einem Autounfall starb - angeblich wegen Manipulation der Bremsen seiner Staatslimousine durch den irakischen Geheimdienst.

Verschiedene Quellen berichteten jedoch, dass das in Speyer ausgestellte Fahrzeug ein Nachbau sei. Wir sind der Geschichte auf den Grund gegangen.

Foto Nr. 2: © 1983, Yann Saunders
Foto Nr. 3: Sebastian Nast

Mercedes-Benz Passion schreibt, Basis für den 1936 fertiggestellten 500 K sei das Fahrgestell eines Fahrzeugs gewesen, das 1934 bei der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin vorgestellt worden war. Das Originalfahrzeug von König Ghazi I. sei Jahrzehnte nach dessen Tod von Saddam Hussein (1979 bis 2003 Staatspräsident des Irak) beim Jordanischen König Hussein gegen einen Mercedes-Benz 770 getauscht worden. König Hussein von Jordanien habe den 500 K in Deutschland restaurieren lassen und gleichzeitig den Auftrag erteilt, alle Karosserieteile originalgetreu nachzubauen und auf das Original-Fahrgestell eines Mercedes 500 K aus den 1930er Jahren zu montieren. Den Original-Mercedes-Benz 500 K von König Ghazi I. habe König Hussein von Jordanien dann 1998 an den Irak zurück geschenkt, der Verbleib des Fahrzeugs sei ungewiss. (Quelle: Mercedes-Benz Passion)

Demnach müsste es also den Original 500 K Baujahr 1936 und ein Duplikat aus den 1980er Jahren geben. Ein "normaler" Mercedes-Benz 500 K Spezial-Roadster kostete 1936 rd. 28.000 Reichsmark (2010 wären das knapp 100.000 Euro), der für König Ghazi I. dürfte wegen der Erdmann & Rossi-Sonderkarosserie noch etwas teurer gewesen sein. In der "Welt am Sonntag" vom 20.07.2008 ist zu lesen, dass der Roadster von König Ghazi I. nach einer wechselhaften Geschichte in sein Heimatland Deutschland zurückgekehrt sei und nun bei "E. Thiesen Automobile Raritäten" im Berliner Meilenwerk zum Verkauf angeboten werde. Karl-Helmut Larkamp von Thiesen soll jedoch schon 2008 bestätigt haben, dass es sich bei dem im Kundenauftrag angebotenen Fahrzeug um einen Nachbau handele. Selbst der sollte aber 2008 schon 3,8 Mio. Euro kosten!

2003 entdeckten angeblich amerikanische Soldaten während des Golf-Krieges nach ihrem Einmarsch in den Irak in einer bis dahin geheimen Tiefgarage unter dem Regierungspalast die Luxus-Karossensammlung von Saddam Hussein, ließen sie aber zunächst unbeachtet. Bis 2007 ließ sich wegen der Wirren im Irak leicht behaupten, das in Deutschland befindliche Fahrzeug sei das Original des Königs. Dann aber wurde der Inhalt der Tiefgarage unter dem Regierungspalast in Bagdad die Sammlung der ziemlich herunter gekommenen und von Wasserschäden stark mitgenommenen, alten Edel-Karossen (u.a. Jaguar, Mercedes-Benz, Rolls Royce) genauer unter die Lupe genommen. Im Internet kursierten einige Fotos, auf denen anhand der Spuren auf den Reifen auch zu sehen war, dass die Fahrzeuge offenbar längere Zeit ca. 20 cm tief im Wasser gestanden haben. Möglicherweise hat Saddam Hussein die Sammlung, von deren Existenz er ja gewusst haben muss, so geheim gehalten, dass die Autos fast im unterirdischen Verlies verrottet wären.

In der Sammlung befand sich auch ein Mercedes 500 K mit Erdmann & Rossi-Karosserie und Standartenhaltern, angeblich das Fahrzeug von König Ghazi I. Das in Bagdad wiedergefundene Auto war silber lackiert, während es unter König Hussein von Jordanien zeitweise zweifarbig, nämlich cremefarben mit dunkelgrün/blauen Absetzungen lackiert gewesen sein soll. Eins der wenigen Fotos, die von dem Fahrzeug in dieser zweifarbigen Lackierung existieren, ist das zweite Foto in unserer Serie, das uns der Hamburger Künstler Oliver Kossatz geschickt hat. Fotograf war 1983 Yann Saunders, der uns die Veröffentlichung freundlicherweise genehmigt hat. Es ist zwar nicht von besonders guter Qualität, weil der Wagen etwas verdeckt von einer Säule und in einem unzugänglichen Ausstellungsraum, der von bewaffneten Wachen abgeschirmt wurde, von außen aufgenommen worden ist. Es hat aber Seltenheitswert, weil es wohl nun noch ein weiteres Foto gibt, welches das Auto noch zweifarbig lackiert auf dem Hof von Reifen Wagner in Landshut zeigt, bevor der Wagen 1986 restauriert und neu lackiert wurde. Dieses Foto hat "TommyK" im Coachbuilder-Forum veröffentlicht. Wir bemühen uns um die Erlaubnis, das Foto in diesem Bericht zu zeigen. Ansonsten existieren von dem Wagen im Internet nur Fotos mit der silbernen Lackierung. Bis auf das Foto von Yann Sanders zeigen alle anderen Fotos, die hier in unserer Serie zu sehen sind, das normalerweise in Speyer ausgestellte Fahrzeug.

Das Original-Fahrzeug von König Ghazi steht laut Darstellung offizieller, irakischer Stellen in Bagdad angeblich normalerweise im irakischen Staatsdepot in der inzwischen renovierten Tiefgarage unter dem Regierungspalast. Der Wert des Originals wurde 2008 auf über 8 Mio. US $ geschätzt. Im Oktober 2012 wurde es neben anderen Fahrzeugen aus dieser Sammlung anlässlich einer alljährlich stattfindenden Ausstellung in einem Kulturzentrum in Bagdad gezeigt. Der Berliner Dolmetscher und Übersetzer für Arabisch, Dr. Günther Orth war im Herbst 2012 in Bagdad, hat dort Zeitschriftenberichte über diese Ausstellung gelesen und sich daraufhin mit dem Direktor des betreffenden Kulturzentrums unterhalten. Nach dessen Bericht habe es drei Autos dieses Typs gegeben: den von König Ghazi I., der ihm von Hitler geschenkt worden sei, einen zweiten, den Hitler Mussolini geschenkt und einen dritten, den Hitler für sich selbst behalten hätte.

Auch die Tagesschau vom 05.10.2012 berichtete über die Ausstellung in Bagdad, wonach das Auto (hier als Baujahr 1932 bezeichnet) ein Geschenk von Hitler an den Irakischen König Ghazi I. gewesen sei.

Im Mercedes-Benz-Exotenforum berichtet "Jörg 280TE A-M-G Stufe II" (statt des Nachnamens scheint hier als Pseudonym sein exotisches Auto angegeben zu sein) 2008 von zwei Exemplaren mit der betreffenden Erdmann & Rossi-Karosserie: dem von König Ghazi und einem zweiten, der auf ein 290er Chassis aufgebaut worden sein soll. Dies sei die Information beim Mercedes-Benz Kompressor-Club-Treffen 2007 gewesen. Auf der betreffenden Internet-Seite des Nast-Sonderfahrzeuge MB-Exotenforums sind auch Fotos zu sehen, die den 500 K im Jahre 2007 in jämmerlichem Zustand in der Tiefgarage zeigen, nachdem Saddam Husseins Sammlung als solche erkannt worden ist. Die Spuren des Hochwassers sind an den Reifen noch deutlich zu erkennen, die Ledersitze zeigen starken Schimmelbefall.

Dazu passt ein Bericht in der Coachbuilders Enzyclopedia über eine Äußerung von Johannes Beeskow, früherer Chef-Designer von Erdmann & Rossi: danach habe König Ghazi I. 1935 bei einer Ausstellung in Barcelona, bei der auch ein Mercedes-Modell mit der besagten Erdmann & Rossi-Karosserie präsentiert wurde, Interesse am Kauf dieses Autos bekundet. Mercedes-Benz habe das abgelehnt, weil das Exponat nur mit einem 2,9 Liter-Motor ausgestattet gewesen sei, aber angeboten, für den König ein identisches Auto mit einem 540er Motor und Kompressor (das wäre dann ein 540 K!) zu bauen. König Ghazi I. habe eingewilligt, und so sei das Auto (Bestell-Nr. 2698 vom 5. Dezember 1935, Motor-Nr. 123705) für ihn angefertigt und 1936 vor Verschiffung mit seinen Wappen auf den Türen versehen worden. Es gibt in einem Buch von Rupert Stuhlemmer über Erdmann & Rossi (The Coachwork of Erdmann & Rossi, Berlin, Firmenhistorie, Daltton Ltd., London, 1979) auch ein Foto, das kurz vor der Auslieferung des Autos entstanden sein soll, auf dem es mit dem Königswappen am Kühlergrill und einfarbig lackiert vor dem damaligen Firmengebäude von Erdmann & Rossi zu sehen ist. In diesem Buch ist auch ein Foto des erwähnten Mercedes 290 zu sehen, der allerdings nach den Erdmann & Rossi-Unterlagen nicht in Barcelona (wie von Johannes Beeskow berichtet), sondern in Madrid ausgestellt war. Dort wird auch erwähnt, dass das Auto auf vielen Ausstellungen zu sehen gewesen ist und in dem Film "Das Schloss in Flandern" von dem bekannten Schauspieler Georg Alexander gefahren wurde.
Beeskow habe befürchtet, dass der Wagen den Golf-Krieg nicht überlebt habe. Dann habe er aber erfahren, dass der Wagen zwischenzeitlich im Besitz des damals noch freundschaftlich mit dem Irak verbundenen König Hussein von Jordanien gewesen sei, der es 1986 zur Restaurierung nach Deutschland geschickt habe. 2002 sei das Original vermutlich wieder in Jordanien gewesen, und zwar in der ursprünglichen, silbernen Lackierung wie bei Auslieferung im Jahr 1935. Oliver Kossatz habe ihm 2008 gesagt, dass das Auto inzwischen bei einem deutschen Händler ausgestellt sei. (Quelle: The Coachbuilders Enzyclopedia). (Korrektur: Die Auslieferung fand nach den E&R Geschäftsbüchern erst 1936 statt.)

Zumindest die Information im letzten Satz im Coachbuider-Zitat muss falsch sein, denn Johannes Beeskow ist schon am 14.06.2005 verstorben. Oliver Kossatz hat uns inzwischen auch mitgeteilt, er habe 2008 nicht mit Johannes Beeskow, sondern mit dem Berliner Architekten Rupert Stuhlemmer gesprochen. Der habe die Firmenunterlagen von Erdmann & Rossi aufgekauft und das oben bereits erwähnte Buch über die Firmengeschichte, in dem auch das Foto des 500 K vor dem Erdmann & Rossi-Firmengebäude abgebildet ist, herausgegeben. Aus den im Buch veröffentlichten Bestellunterlagen sei ersichtlich, dass der Mercedes des Königs Ghazi definitiv ein 500 K und kein 540er sei. Rupert Stuhlemmer habe ihm auch berichtet, dass die Restaurierung des 500 K durch die Fa. Reifen Wagner in Landshut/Niederbayern durchgeführt worden sei. Oliver Kossatz hat dann im Zuge einer eigenen Recherche von deren Inhaber Rolf Wagner erfahren, die Replika sei auf dem Fahrgestell eines 500 K Cabriolet A Bj. ca. 1930 mit einem Original-Motor aufgebaut worden, so dass ein H-Kennzeichen für das Duplikat gerechtfertigt war. Das nachgebaute Auto unterscheide sich vom Original durch die fehlenden Standartenhalter und zwei zusätzliche Frontscheinwerfer, die beim Original nicht vorhanden sind.

Foto Nr. 3 von Sebastian Nast zeigt einen 500 K mit Erdmann & Rossi-Karosserie und dem deutschen Kennzeichen "LA-WR 2 H". Es bestätigt die Informationen von Oliver Kossatz. Inhaber des Autos soll der damalige Firmeninhaber Rolf Wagner sen. selbst gewesen sein, dessen Initialen sich ja auch im Kennzeichen widerspiegeln. Sein Sohn Rolf Wagner jun., 2012 Schriftführer des Mercedes-Benz Kompressor-Clubs, hat unsere Fragen zur Geschichte des Autos leider bisher nicht beantwortet. Rupert Stuhlemmer hat uns gegenüber aber richtig gestellt, dass die Anfertigung des Duplikates nicht im Auftrag des Königs Hussein von Jordanien, sondern als Eigeninitiative von Rolf Wagner sen. ausgeführt worden sei. Der habe das Duplikat auch gefahren, beispielsweise zu einem Treffen des Mercedes-Benz Kompressor-Clubs auf Schloss Fuschl bei Salzburg.

Rupert Stuhlemmer hat uns berichtet, dass er den 500 K in Landshut gesehen habe, als der aus Jordanien kam, also noch bevor er 1986 restauriert wurde. Damals sei das Auto zweifarbig, nämlich beige mit andersfarbigen Absetzungen lackiert gewesen (siehe Foto Nr. 2 von Yann Saunders). Die Restaurierung des Originals sei wegen Kapazitätsengpässen von Mercedes-Benz an die Fa. Reifen Wagner weitergegeben worden. Anhand der E&R-Firmen-Unterlagen und Informationen von Johannes Beeskow konnte Rupert Stuhlemmer der Fa. Reifen Wagner auch die ursprünglichen Farben nennen: "fischsilber" (vergleichbar mit dem heutigen Silber-Metallic) "mit einer Menge heraldischer Dekors, dunkelblaues Verdeck sowie mittelblaue Ledersitze und Innenauskleidung." Von einem Mitarbeiter der Fa. Reifen Wagner habe er erfahren, dass das Original des 500 K nach der Restaurierung nicht zurück nach Jordanien, sondern an eine Adresse in London geliefert worden sei, die zur Familie des mit einer Engländerin verheirateten Saddam Hussein gehörte. Ob das Original jemals wieder zurück in den Irak gekommen ist, sei wohl sehr fraglich.

Hierzu haben wir inzwischen recherchiert, dass weder Saddam Hussein noch König Hussein von Jordanien mit einer Engländerin verheiratet waren. König Hussein von Jordanien hat aber in vierter Ehe die (auch) in London lebede Amerikanerin Elizabeth Najeeb Halaby, spätere Königin Nūr al-Hussain von Jordanien, geehelicht. Das Auto scheint also damals nach der Restaurierung bei Reifen Wagner zunächst noch im Einflussbereich von König Hussein von Jordanien geblieben zu sein. Danach wäre auch die Information von Mercedes-Benz Passion plausibel, dass das Auto 1998 wieder von Jordanien an den Irak zurückgegeben worden ist. Die Vermutung von Johannes Beeskow dagegen, dass das Auto 2002 wieder bzw. noch in Jordanien gewesen sei, scheint nicht schlüssig.

Rupert Stuhlemmer arbeitet übrigens an der Neuauflage seines Buches über die Firmen-Geschichte von Erdmann & Rossi. Die hat damals nach jahrelangen Verhandlungen seit 1929 schließlich im Jahre 1933 die Fa. Jos. Neuss, welche für den Deutschen Kaiser Fahrzeuge hergestellt hatte, samt deren Mitarbeiter übernommen. Zu denen gehörten auch die Gebrüder Beeskow. Die Neuauflage des Buches sollte nach damaligen Informationen (2012) im Frühjahr 2013 erscheinen, ist aber unseres Wissens nach bisher nicht erfolgt.

Oliver Kossatz berichtet auch, dass 1934 bei der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin ein Opel mit einer ähnlichen Karosserie ausgestellt gewesen sein soll. Erdmann & Rossi hat ja nicht nur Karosserien für Mercedes-Benz, sondern auch für andere Marken entworfen. Mehrere Fotos dieses Opels sind ebenfalls in dem Buch von Rupert Stuhlemmer abgebildet, hier als Ausstellungsstücke bei der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin 1935 bezeichnet. Über den Verbleib der E&R-Opels ist leider nichts bekannt. Bei der Wahl zwischen Opel und Mercedes-Benz habe sich König Ghazi schon damals, also 1934 in Berlin für einen Mercedes entschieden. Vermutlich war das der Grund dafür, dass 1935 in Barcelona auch ein Mercedes-Benz mit der besagten E&R-Karosserie gezeigt wurde. Von Rupert Stuhlemmer haben wir erfahren, dass der Designer sowohl für den Opel als auch für den Mercedes 500 K Karl Beeskow, ein Bruder von Johannes Beeskow gewesen ist. Sehr ähnlich im Design ist ein Mercedes-Benz 540 K Roadster, der bei der Internationalen Automobil- und Motorradausstellung in Berlin 1938 gezeigt wurde und heute im der Cité de l'automobil (früher Schlumpf-Museum) in Mulhouse steht.

Im Buch von Rupert Stuhlemmer sind auch die Daten eines Mercedes 290 vermerkt, der 1936 in Berlin ausgestellt war: 6 Zyl., 11/68 PS, langes Chassis, Motor Nr. 128853 (7.600 RM) mit einem 2-sitzigen, 2-türigen Sport-Roadster-Aufbau (Mod. 1935) (6.000 RM), Komplettpreis inkl. Fracht (150 RM): 13.750 RM.

Nach allem wäre das königliche Original also ein 500 K Bj. 1936, der heute tatsächlich in Bagdad steht.
Zu dem Original hat es angeblich ein Schwestermodell mit 2,9 Liter-Motor (Bj. 1934 oder früher) gegeben, das wohl nicht mehr existiert. Möglicherweise ist auch nur der 2,9-Liter-Motor durch einen 5-Liter-Motor ersetzt worden, dann gäbe es aus dieser Zeit nur das eine Exemplar, dessen Chassis 1934 oder früher gebaut und 1936 mit einem 5-Liter-Motor versehen wurde. Das würde sowohl erlären, dass der 290er nicht mehr auffindbar ist als auch die unterschiedlichen Angaben zum Baujahr verständlich machen.
Außerdem gibt es noch den Nachbau ohne Stadartenhalter, aber mit zwei zusätzlichen Front-Scheinwerfern, entstanden vermutlich um 1986 bei Reifen Wagner in Landshut, der dann im Besitz von Rolf Wagner sen. war und 2008 über die Fa. Thiesen in Berlin zum Verkauf angeboten wurde. Offenbar hat der Wagen damals den Besitzer gewechselt: auf flickr ist er mehrfach mit dem amtlichen Kennzeichen "HN-ER 936H" zu sehen, was ein Indiz dafür ist, dass Rolf Wagner es verkauft hat. Dies ist auch das Auto, das heute in Speyer mit einem inzwischen korrigierten Ausstellungsschild nunmehr korrekt als "Einzelanfertigung nach dem Wagen des damaligen Königs des Irak" bezeichnet wird. Der heutige Eigentümer, den das Museum uns nicht nennen durfte, ist demnach der Leihgeber des Mercedes 500 K-Duplikats im Technik Museum Speyer. Nach unseren Informationen hat die Ehefrau des Museumsdirektors Hermann Layher (Sohn des Museumsgründers Eberhard Lacher) das Fahrzeug erworben. Es war u.a. 2015 bei den Classic Days in Schloss Dyck zu bewundern.

Die Geschichten, dass Adolf Hitler ein solches Auto für sich selbst bestellt oder Mussolini geschenkt habe, sind wohl frei erfunden. Jedenfalls hat es keinerlei Hinweise durch Fotos oder Dokumente hierauf gegeben.

Letzte Aktualisierung: 19.05.2018

Gert Meyer-Jüres

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