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18.08.2010

Zwei-Seen-Tour

Unser Quartier ist das Züricher Baur au Lac Hotel in erlesener Lage am Zürichsee. Das Haus kann neben seiner prachtvollen Lage auch mit seiner vorzüglichen Weinauswahl begeistern. Von hier aus starten wir unsere heutige Zwei-Seen-Tour, die uns bis auf die deutsche Seite des Bodensees führen wird.

Am Seeufer entlang fahren wir bis zur Quaibrücke und überqueren diese mit dem Ziel Ostufer des Zürichsees. Durch wunderschöne Alleen führt unser Weg nun parellel zum Ostufer. Zu beiden Seiten erheben sich beeindruckende Villen aus dem vorherigen Jahrhundert, deren Architektur den Blick dann und wann vom See ablenken. Nach einigen Minuten lassen wir die Stadtgrenze Zürichs hinter uns und durchfahren nun ein spärlicher besiedeltes Gebiet. Weiter rollen wir auf der Uferstraße. Dieser Straße folgen wir, bis wir in Kempraten (kurz vor Rapperswil) ins Landesinnere abbiegen und uns Richtung Rüti halten.

Anstelle des besiedelten Gebietes rund um den Zürichsee fahren wir nun durch eine bergige Landschaft von sattem Grün. Die voralpine Region erregt mit ihrer artenreichen Fauna und Flora unsere Aufmerksamkeit. Inmitten der Wiesen und Wälder reihen sich zahlreiche kleine Ortschaften aneinander. Auf einigen der Höhenzüge breitet sich vor uns das undurchdringliche und farbenfrohe Bild eines Hochmoores aus. Etwa 100 km genießen wir die kurvenreiche Fahrt durch das Alpenvorland, bis wir ein kleines Örtchen namens Nesslau erreichen. Ein Halt hier ist unverzichtbar, um die Idylle mit allen Sinnen genießen zu können. Ein kurzer Spaziergang durch den kleinen Ort ist da genau das Richtige!

Die Appenzeller Alpen

Je weiter wir uns mit dem Oldtimer vorwagen, desto steiler wird die Piste. Aber mit einem Auto, das gut in Schuss ist, und als geübte Fahrer stoßen wir hier auf keinerlei Probleme. Ganz im Gegenteil: Die Gegend ist in ihrer schroffen Schönheit atemberaubend. In Schwägalp passieren wir den Ehrfurcht gebietenden Säntis, der mit seinem schroffen Felsmassiv um so eindrucksvoller wirkt, da er an exponierter Stelle weit und breit alles überragt. Nach weiteren 30 km machen wir noch einmal kurz Halt in Appenzell – gerade einmal lange genug, um drei Stück Käse einzukaufen. Danach geht die Fahrt direkt weiter Richtung Bodensee, wo wir zu einem späten Mittagessen einkehren möchten.

Kulinarischer Hochgenuss und rauschendes Wasser

Wir passieren die deutsche Grenze und nehmen Kurs auf Konstanz. Im Seerestaurant des Steigenberger haben wir einen Tisch reserviert und müssen uns daher auf dem letzten Stück ein wenig beeilen. Sowohl der Ausblick auf den weiten Bodensee, als auch der Hochgenuss von Lammrücken mit Piniensenfkruste und Chorizo-Risotto lassen uns die Eile aber vergessen, und wir genießen das stille Plätschern des Wassers.

Wasser hat aber noch ein ganz anderes Temperament: Ein wildes Rauschen erwartet uns an unserer nächsten Station. Wir folgen der Uferstraße bis nach Eschenz, von wo aus wir durch eine Wald- und Wiesenlandschaft ins südöstlich gelegene Herdern fahren. 30 km beträgt von hier aus die Distanz zu einem ganz besonderen Schauspiel: Dem Rheinfall bei Neuhausen. Dazu verlassen wir unsere Straße bei Flurlingen, um dort über den Rhein zu setzen. In Neuhausen angelangt, machen wir uns auf die Suche nach einem geeigneten Platz, um diese ganz besondere Sehenswürdigkeit zu genießen. Unsere Wahl fällt auf das Schlössli Wörth, das nicht nur über ein schönes Restaurant verfügt, sondern auch ein Angebot für den nachmittaglichen Kuchen bereit hält. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick auf den Rheinfall, was dazu führt, dass wir noch etwas länger verweilen als geplant.

So wird es also schon langsam Abend, als wir uns über Flurlingen wieder zurück auf unseren Weg begeben und die letzten 60 km nach Zürich in Angriff nehmen, wo wir am Abend mit vielen neuen Eindrücken wieder im Baur au Lac ankommen.

Fazit: Mit gut 300 km ist diese Tour durchaus fahrintensiv. Links und rechts der Piste begeistert die Landschaft, vor allem im Appenzeller-Land mit seiner rauen und wunderschönen Natur. So wird die Fahrt zu einem abwechslungsreichen Tagesausflug, der von der Ruhe des Sees bis hin zu den Höhen des Voralpenlandes reicht. Ganz besonders hat uns die Aussicht auf das Spektakel des Rheinfalls begeistert, die ein ganz besonderes Highlight der Fahrt um und mit dem Wasser war.

Ihre Tour auf einen Blick:

Michael Wahl

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